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Meilenstein für den Meeresschutz und ein großer Erfolg für Greenpeace:Am 5.10.2001 hat sich die Internationale Organisation für die Seeschifffahrt (IMO) auf ein weltweites Verbot der Chemikalie Tributylzinn (TBT) und aller anderen Organozinn-Verbindungen in Schiffsfarben ab 2003 geeinigt. Die jahrelange Kampagne von GREENPEACE gegen diese giftige Chemikalie war nicht umsonst. Auch wenn ökologisch ein Sofortverbot nötig wäre, ist diese Entscheidung ein wichtiger Schritt. Vorbildliche ReedereiJuli 2005: Mit einer drei mal zwei Meter großen, gelben "Welcome"-Fahne begrüßen 20 Greenpeace-Aktivisten auf einem 6 Meter langen schwarzen Schlauchboot den Ozeanriesen "Queen Mary 2" im Hamburger Hafen - umringt von fünf weiteren Greenpeace- Booten. Die Cunard-Reederei, der die "Queen Mary 2" gehört, hatte sich vor 6 Jahren nach Greenpeace Protesten als erste internationale Reederei verpflichtet, den giftigen Unterwasseranstrich TBT in der gesamten Schiffsflotte zu ersetzen. Weich PVC: Kein Gift in Babymund!Weich-PVC ist nicht so ungefährlich wie es aussieht. Es enthält Phthalate als Weichmacher, doch lösen sich diese schnell aus dem Kuststoff heraus und gelangen so in den Körper. Nachgewiesen wurde bisher eindeutig, dass sie Leber, Nieren und das Hormonsystem beeinträchtigen. Außerdem stehen sie im Verdacht krebserregend zu sein.
Das ist der Grund, warum GREENPEACE 1997 eine Kampagne startete, um diese Umweltgifte endgültig aus dem Spielzeug zu verbannen. Und das ist keineswegs neu, denn bereits in anderen Ländern wurde dieser heimtückische Zusatz verboten. Nur Deutschland ist mal wieder kein Vorreiter in Sachen Vorsorge. Mittlerweile hat die EU ein Sofort Verbot für Weich PVC Spielzeug verabschiedet. Giftige Luftballons2004: In 17 von 21 untersuchten Luftballons hat das Greenpeace Einkaufsnetz gefährlich hohe Konzentrationen krebserregender Nitrosamine gefunden. Grenzwerte wurde bis um das 46 fache überschritten. Rückstandsfrei war kein einziger Ballon. Der Labortest zeigt, dass die Giftstoffe beim Aufblasen leicht aufgenommen und geschluckt werden können. Nitrosamine lösen vor allem Leber- und Magenkrebs aus. Kinder sollen Luftballons auf keinen Fall mit dem Mund sondern nur mit der Pumpe aufblasen!
Aktion bei Toys'R Us (22.12.1999)Die Greenpeace-Gruppe Aachen besucht die Toys'R Us - Niederlassung in Würselen. Die Umweltschützer fordern die Geschäftsführung auf, freiwillig alle Weich-PVC-Babyspielzeuge aus dem Sortiment zu nehmen und informiert die Käufer über die Gefährdung, die von diesem Spielzeug für Babys und Kleinkinder durch gesundheitsschädliche Weichmacher ausgeht.
Der Hintergrund der Aktion ist eigentlich eine sehr positive Entwicklung. Durch die EU wurde ein Sofortverbot für alle Beiss-Spielzeuge aus Weich-PVC ausgesprochen. Dies ist eine Bestätigung der Greenpeace Position und ein großer Fortschritt. Phthalat-Weichmacher sind gesundheitsschädlich, gehören nicht in die Umwelt und schon gar nicht in Kinderspielzeug. Die rechtliche Grundvoraussetzung für das jetzige Sofortverbot ist ein ernstes und unmittelbares Risiko für die Gesundheit von Kleinkindern. Dies war die Schlussfolgerung der Kommission aus all den Berichten, die vom zuständigen Wissenschafts-Komitee in den letzten zwei Jahren vorgelegt worden waren. Über das Europa-weite Verbot hinaus gibt es bereits in acht europäischen Ländern nationale Verbote, die umfassender sind. Diese sind entweder schon in Kraft oder werden es bald sein, auch in Deutschland (voraussichtlich im Frühling). Doch die EU-Entscheidung ist nur
halbherzig. Das Verbot greift zu kurz und betrifft Produkte, die entweder sowieso
schon verschwunden sind oder ohnehin nur einen Bruchteil des gesamten PVC-Spielzeugs
ausmachen. Verboten werden nur Spielzeuge, die "bestimmungsgemäß"
in den Mund genommen werden, also Beißringe, Rasseln u.ä. Ignoriert
wird, dass Kleinkinder auf allen Spielzeugen herumkauen. Vor diesem Hintergrund verlangt Greenpeace, dass die Spielzeughändler und - hersteller zum Schutz der Gesundheit der Kinder freiwillig auf den Verkauf von allen Weich-PVC - Spielzeugen verzichten. Viele Spielzeughersteller haben sich schon um einen freiwilligen Verzicht bemüht. Die neuen Produkte sind als "PVC-frei" gekennzeichnet. EU verbietet 6 PhtatalteJuli 2005: Das europäische Parlament beschlossen, den Einsatz von 6 Phthalaten (DINP und DIDP) in Kinderspielzeug und Artikeln zu verbieten, die in den Mund genommen werden können. Alle anderen Weichmacher und andere Artikel wie Schwimmflügelchen, Regenstiefel oder Planschbecken sind von der Regelung nicht betroffen. EU Chemikalienreform REACHJuli 2005: Greenpeace warnt vor einer massiven Abschwächung der EU-Chemikalienreform REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) zugunsten der chemischen Industrie. EU-Industriekommissar Günter Verheugen wollte erzwingen, dass nur noch ein Bruchteil der auf dem Markt befindlichen Chemikalien auf ihre Gefährlichkeit hin überprüft werden muss. Nach seinem Vorschlag sollten nur noch Chemikalien überprüft werden, von denen mehr als 100 Tonnen pro Jahr hergestellt werden. Bisher liegt die Grenze bei 1 Tonne pro Jahr. Dadurch müsste die Industrie nur noch für 6% der am Markt befindlichen Chemikalien ausreichende Sicherheitsdaten liefern. In Europa sind rund 100.000 Chemikalien auf dem Markt. Von 96% dieser Chemikalien gibt es bisher keine oder nur unzureichende Sicherheitsdaten. Die chemische Industrie läuft seit Jahren Sturm gegen REACH, allen voran die BASF. Auf der Hauptversammlung rühmt die BASF ihre Rekordumsätze. Dabei verschweigt sie, dass sie das Geld auf Kosten unserer Gesundheit verdient. Dabei kostet REACH die Unternehmen nicht mehr als 0,05% ihres Jahresumsatzes und das bei Umsatzsteigerungen von bis zu 7% in den letzten Jahren! Den gesellschaftlichen Nutzen von REACH schätzt die EU-Kommission dagegen auf mindestens 50 Milliarden Euro. Dez 2006:
aber auch,
Alltags-Chemikalien schaden der FortpflanzungDie Qualität der Spermien hat in den letzten 50 Jahren rapide abgenommen. Auch Hodenkrebs wird immer häufiger diagnostiziert. Mehr als doppelt so viele Paare als noch in den 60er Jahren bleiben ungewollt kinderlos. Chemikalien aus Alltagsprodukten wie Kleidungsstücken, Lebensmittelverpackungen, Kosmetikartikeln, Computern, Teppichen, Konservendosen, Regenkleidung, Kontaktlinsen, Duschvorhängen, Infusionsschläuchen und Farben können die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit massiv beeinträchtigen. Das belegt die Studie "Our reproductive health and chemical exposure", die die Schadstoffe Phthalate, Alkylphenole, bromierte Flammschutzmittel, künstliche Moschusverbindungen, Organozinn-Verbindungen und Bisphenol A untersuchte. Auch in Muttermilch und Nabelschnurblut finden sich giftige Chemikalien. Ein 3 Monate altes Baby nimmt 4 mal mehr DEHP (ein Phtalat von BASF) zu sich, als das Bundesinstitut für Risikoberwertung für akzeptabel hält. DEHP schädigt u.a. die Fruchtbarkeit von Männern und führt zu Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut. REACH würde die Chance bieten, Männer, Frauen und Kinder besser zu schützen und giftige Substanzen durch ungefährliche Alternativen zu ersetzen. Menschenversuche in den USADie US Regierung hat 2005 ein Moratorium gekippt, das
verbot, Pestizide an Menschen zu testen. Geheime Kampagne in den USAMit welchen schamlosen Methoden und schmutzigen Tricks die US-Chemie Industrie schärferen Vorschriften entgehen und Chemikalientests verhindern will, enthüllt ein geheimes Stratgiepapier des amerikanischen Chemiverbandes ACC: Journalisten sollen angeworben, Kritiker bespitzelt und in die Nähe von Terroristen gerückt werden. Zudem sollen eigene Pseudo-Umweltinitiativen gegründet werden, die das Vorsorgeprinzip diskreditieren sollen.
ElektronikschrottElektronik-Schrott aus Europa und den USA wird illegal nach China und Indien tranportiert. Dort wird er unsachgemäß recycelt und gelagert. Arbeitsstätten und Umwelt werden mit giftigen Substanzen und Schwermetallen verseucht. Greenpeace Peking veröffentlicht im August 2005 eine Studie, die Staub, Abwasser und Boden der Schrottplätze sowie das Sediment nahe gelegener Flüsse untersucht. Greenpeace fordert in beiden Ländern sofort den Schutz am Arbeitsplatz zu verbessern. Auch über den Umgang mit dem Müll muss man sich dringend Gedanken machen. An
die Elektro-Industrie geht die erneute Aufforderung, endlich die Giftstoffe
aus ihren Produkten zu verbannnen.
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