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Ökologisches Bauen

 

HFCKW Dämmplatten im Kaiserbad

 
   
 

© Greenpeace Aachen

 
Umweltschutz am Bau

Bisher wenig beachtet, ist die Baubranche im Umweltbereich noch ein ganz schwarzes Schaf. Da werden Dämmplatten mit H-FCKW verbaut, Raubbauholz (wie z.B. Tropenholz) als Fensterrahmen, Tür oder Schalungsplatten eingesetzt und PVC findet hier seinen größten Abnehmer in Form von Boden-belägen, Elektrokabeln, Fenstern und vielem mehr.

Energie wird verschwendet, nicht nur durch die schlechte Wärme-dämmung des Gebäudebestandes, sondern auch durch falsch konzipierte Neubauweise. Anbieten würde sich zudem die Nutzung der Sonnenenergie, aber welcher Neu-
bau entsteht heute schon mit Sonnenkollektoren oder Solarzellen?

Weichmacher und hochgiftige Schwermetall Verbindungen, die dem PVC beigemischt werden, schädigen Leber, Nieren und Nerven und verursachen Krebs. Wenn PVC bei Bränden verbrennt, entstehen Salzsäure und das hochgiftige, krebserregende Dioxin. Alternativen sind z.B. Polyethylen und Polypropylen.

H-FCKW, das in Dämmstoffen eingesetzt wird, zersört die Ozonschicht, die über der Arktis schon um 40% reduziert ist. Da der Aufstieg der H-FCKW 10 Jahre dauert, ist ein Großteil der Gase noch auf dem Weg zu seinem Zerstörungswerk. Außerdem ist H-FCKW ein Treibhausgas. Als Alternative können Dämmstoffe mit CO2 aufgeschäumt werden.




Aachen:

Hier in Aachen haben wir 1993 angefangen, uns um die Einhaltung der bestehenden städtischen Verpflichtungen zur Vermeidung von PVC und FCKW zu kümmern. Wir entdeckten in den Neubauten des städtischen Kaiserbades und der Synagoge Dämmplatten mit H-FCKW und vereinbarten in nachfolgenden Gesprächen mit der Bauverwaltung eine strikte Einhaltung der Vorgaben zum klimaschonenden Bauen.

1994 stellten wir dann einen Einwohnerantrag, der die lückenhaften Regelungen zur Vermeidung von PVC verbessern sollte. Nach einem Jahr intensiver Lobbyarbeit in Fraktionen und Verwaltung beschloss die Stadt Aachen, auch keine Elektrokabel aus PVC mehr einzusetzen.

Damit setzte sie als erste Stadt weltweit solch einen Beschluß in die Tat um und fährt bis heute gut damit. Dieser Beschluss gehört mit zu den bedeutendsten Erfolgen der Aachener GREENPEACE-Gruppe.




 

Jahrhunderte alte Baumriesen enden hier als
Bauschutt - Betonschalungsplatten aus Tropen-
holz in der Therme

 
  Aachen Carolus Therme verbaut Tropenholz  
 

© Greenpeace Aachen

 
Raubbau für die Carolus-Therme (2.12.1999)

GREENPEACE-Aktivisten haben nach mehrmaligen Recherchen auf der Baustelle der neuen Therme in der Paßstraße große Mengen umweltschädlicher Baustoffe gefunden, die laut Beschluss der Stadt in städtischen Neubauten nicht verwendet werden dürfen. Der Bauherr der Therme, die Kur- und Badegesellschaft (KuBa), ist eine 100%-ige Tochter der Stadt und hätte sich an die Richtlinien der Stadt halten müssen.

GREENPEACE hat folgende Produkte auf der Baustelle gefunden und dokumentiert:

  • Tropenholz: Die riesige Fensterfassade, alle anderen Fenster und Wintergärten, einige hundert Quadratmeter Betonschalungsplatten! und hunderte Meter Leisten
  • H-FCKW: Ca 700 Quadratmeter Wärmedämmplatten in der Außenwanddämmung
  • PVC: Kabelschutzrohre, Abflussrohre
Aktuell (9.2.2001)

Auch GREENPEACE "gratuliert" heute der Stadt Aachen zur Eröffnung der Aachener Carolus-Therme, aber leider nur als "Raubbau des Jahres", und begrüßt das Festkomitee mit Kettensägen-Lärm aus dem Regenwald. Greenpeace hatte die Bauherren während der Bauphase wiederholt und deutlich auf die Problematik aufmerksam gemacht. Es ist traurig, dass der repräsentativ wichtigste Aachener Bau der Jahrtausend-Wende auf Jahrzehnte hinaus ein Denkmal des Raubbaus an der Umwelt darstellen wird.

Tropenholz stammt fast ausschließlich aus dem Abholzen der letzten Tropenwälder. Wenn überhaupt, sollte man in Ausnahmefällen Tropenholz mit dem internationalen, auch von Umweltverbänden anerkannten FSC-Siegel beziehen. Das Tropenholz, das beim Bau der Therme verwendet wurde, weist kein Siegel auf, das auch nur das Papier wert wäre, auf dem es gedruckt ist. Mit dem Verbauen dieser Hölzer hat sich die Stadt Aachen mit schuldig an der Zerstörung der tropischen Regenwälder gemacht.




Thermografie

Im Februar 2000 wurden Aachener Gebäude mit der Wärmebild Kamera aufgenommen und teilweise gravierende Wärmelecks durch mangelhafte oder fehlende Isolierung gefunden. Einige Bilder mit Erläuterung und die Presse Erklärung finden sich auf unserer Thermografie Seite mit Infrarot Bildern


Typenbezeichnungen

Eine ausführliche Liste mit Typenbezeichnungen und Abkürzungen von Kunststoffen in Kabeln, Rohren, Dämmstoffen und Bodenbelägen findet sich bei der Greenpeace-Gruppe Stuttgart.

 

 

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Seit Mai 2007 inhaltlich nicht geändert