Dass Dieselruß Krebs verursacht, ist seit
langem durch Tier-Experimente bewiesen.
Außerdem kann Dieselruß
zu Herz-, Kreislauf,- und Atemwegserkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfällen
führen.
NEU: Forscher in Ontario wiesen kürzlich nach,
daß Dieselruß Partikel über Veränderungen des Erbgutes
in Spermien sogar die nächste Generation schädigen! (s.u.)
Bei
Allergikern verschlimmert Dieselruß die Symptome der Allergie.
Es
können durch Dieselruß sogar neue Allergien entstehen. Quelle:
Literatur: Entstehung von neuen Allergien durch Dieselruß: Sondergutachten
Umwelt und Gesundheit (31.08.1999) des Sachverständigenrates für Umweltfragen
der Bundesregierung (Deutscher Bundestag Drucksache 14/2300)
Kinder
sind besonders betroffen, da ihre Lungen noch durchlässiger sind und die
Lungenabwehr noch nicht voll entwickelt ist.
Greenpeace schätzt,
dass in Deutschland jährlich 8000 Menschen an Lungenkrebs durch Dieselruß
sterben. (Mehr als durch Verkehrsunfälle) Eine Studie des Umweltbundesamts
spricht sogar von 19.000 Toten pro Jahr in Deutschland. Die Zahl der
an Herz und Kreislauf Erkrankten liegt um ein Vielfaches höher!
Deutsche
Diesel-PKW stoßen jedes Jahr 9000 Tonnen Ruß aus.
Von 1960
bis heute hat sich der Autoverkehr vervierfacht, Tendenz steigend.
1980
waren 2% aller PKW Neuzulassungen Dieselfahrzeuge. Heute sind es 40%
der PKW - Tendenz steigend. (und 100% der LKW)
Heute
haben die Rußpartikel im Diesel Abgas eine Größe zwischen 0,01
Mikrometer und 3 Mikrometer (Mikrometer = Tausendstel Millimeter).
Die
Partikel dringen bis in die feinsten Verästelungen der Lungen vor, wo sie
sich festsetzen und Entzündungen hervorrufen. Die natürlichen
Abwehr-Mechanismen der Lunge (die Makrophagen = Fresszellen) versagen,
weil sie diese kleinen Partikel nicht mehr erkennen können. Nach neueren
Untersuchungen können die ultrafeinen Dieselrußpartikel möglicherweise
auch direkt durch die Zellwände ins Blut gelangen.
Mutationen
werden über Spermien vererbt
Forscher der McMaster University
im kanadischen Ontario haben Mitte 2004 nachgewiesen, dass Dieselruß Mutationen
auslöst, die über Generationen weitervererbt werden können.
Das
Wissenschaftlerteam um James Quinn hatte 2 Gruppen von Mäusen 10 Wochen lang
in 2 Käfigen gehalten, wobei der eine Käfig mit Abgasen durchsetzte
Luft zum Atmen bekam, der andere Käfig die selbe Luft über ein Dieselrußfilter
gefiltert.
In dem Nachwuchs der den Rußpartikeln ausgesetzten
Tiere wurden doppelt so viele Veränderungen im Erbgut gefunden wie
bei den Vergleichstieren. Die Mutationen wurden fast ausschließlich durch
das Sperma der Väter weitergegeben. Das Erbmaterial der Mütter
blieb bei den Versuchen weitgehend unbeeinflusst.
Die Automobil-Industrie
In
Frankreich sind alle Peugeot- und Citroën- Neuwagen bereits seit 2000
mit Dieselrußfiltern serienmäßig ausgerüstet, inzwischen
auch die kleineren Modelle. Seit 2000 wurden bereits ein halbe Million
Autos mit Partikelfilter auch in Deutschland verkauft. Peugeot- und Citroën
bauen Filter der Firma HJS
ein, die 260 Katalysatorarten für 600 verschiedene Kraftfahrzeugtypen im
Programm hat.
Die saarländische Polizei fährt Deutschlands
erste Streifenwagen mit Rußpartikelfilter. Am 16. April übergab Peugeot
in Saarbrücken die 39 Einsatzfahrzeuge.
Auch in Japan
sind in Ballungszentren bei der Nachrüstung von Dieselfahrzeugen seit Jahren
99 %ig wirksame Filter verbindlich vorgeschrieben.
Kalifornien
fordert ab 2007 die Nachrüstung aller Diesel-Fahrzeuge mit mindestens 70
%iger Wirksamkeit.
Alle deutschen Autofirmen stellten
sich hingegen jahrelang quer. (Aktueller Stand siehe unten) Sie redeten sich
viele Jahre lang damit heraus, dass es ja keinen Beweis gäbe, dass Dieselruß
auch beim Menschen Krebs verursachen würde. Aber sowohl führende Wissenschaftler
als auch der Sachverständigenrat der Bundesregierung bestätigen das
Gegenteil.
Sie beriefen sich darauf, dass sie die Euro
4-Grenzwerte für Abgase einhalten. Diese sind aber völlig unzureichend,
da hier nur die Gesamt Menge des Rußes gemessen wird. Das hat dazu
geführt, dass Motoren gebaut wurden, die immer kleiner Partikel ausstoßen,
die für die Gesundheit immer gefährlicher wurden!
Wenn
überhaupt wollten sie die Filter nur in die großen Limousinen
einbauen, und das auch nur, weil sie dort sonst die Euro 4 Norm nicht erreichen.
Greenpeace
hat einen gebrauchten Mercedes C-220 CDI-T nachträglich mit einem Dieselrußfilter
französicher Bauart ausgerüstet. Mercedes hatte jehrelang behauptet,
das sei nicht möglich oder das französische System würde nichts
taugen. Beides ist gelogen.
2
PKWs im Vergleich:
Links: der von Greenpeace nachgerüstete Mercedes, Rechts:
das "Dieselschwein" (ein original Mercedes).
Die beiden Papiere
unten wurden 5 Sekunden vor den Auspuff gehalten: Links: weiß, Rechts: schwarz. (Dieselruß)
Die
Rußpartikel werden in einem Filter gesammelt. Damit der Filter sich nicht
mit Ruß zusetzt, werden die Partikel dann im Filter verbrannt. Ruß
ist nämlich nichts anderes als unverbrannter Rückstand aus dem Motor,
der bei hohen Temperaturen vollständig zu Kohlendioxid verbrennen kann.
Bei
neueren Diesel Autos, die über Motoren mit Einspritzsteuerung verfügen,
ist theoretisch die Umrüstung immer technisch machbar.
!Bei
serienmäßiger Produktion! kostet die gesamte Technik nur 150
€ an Materialwert zusätzlich. Ein solcher Filter kann den Ausstoß
an Dieselruß-Teilchen (sowohl die größeren als auch die kleinsten)
auf ein Fünftausendstel reduzieren!
Die Filter
sind inzwischen so weit entwickelt, dass sie keine Wartung mehr benötigen.
(Die erste Generation musste nach 80.000 Kilometern gereinigt werden und benötigte
ein Additiv, das in einem extra Tank im Motorraum ebenfalls für 80.000 km
reichte.)
Messungen beim Rw-TÜV in Essen an dem
Greenpeace Auto nach 5.000, 10.000 und 15.000 Kilometern beweisen,
dass die Partikelmasse den Wert von 1 Milligramm pro Kilometer
nicht überschreitet.
Damit ist es Greenpeace gelungen,
ein Auto nachzurüsten, was deutsche Autobauer seit Jahren boykottierten.
Auch
der ADAC führte einen Langzeittest über 80.000 km durch. Fazit:
Es werden praktisch keine Partikel mehr ausgestoßen, keine negative
Folgen für Verbrauch und Lebensdauer des Motors.
Euro
Norm 3: 50 mg Ruß pro Kilometer. Euro Norm 4:
25 mg Ruß pro Kilometer. (ab 2005) Euro Norm 5: vorraussichtlich
2,5 mg Ruß / km. Technisch machbar sind 1 mg / km. (wahrscheinlich ab 2010)
Zum Januar 2005 treten mit der europäischen Emissionsstufe EU4
strengere Abgasgrenzwerte in Kraft. Ab 2006 dürfen keine Neuwagen mehr
verkauft werden, die die Euro 4 Norm nicht erfüllen.
Die EU 4
Norm wird dazu führen, dass alle neu zugelassenen LKWs und Busse
einen Rußfilter haben werden.
Auch die großen PKW werden
die EU 4 Norm allein durch "innermotorische Maßnahmen" nicht erreichen.
Deshalb müssen die Hersteller auch bei den großen Spritfressern
in den nächsten Jahren Rußfilter einbauen.
Manche Hersteller wollen
ab 2004 für Mittelklasse Neuwagen Nachrüstsätze als Extrazubehör
zum Aufpreis anbieten.
Die kleineren Modelle
erreichen aber schon durch verbesserte Einspritztechniken im Motor die EU4 Norm,
weil die Norm nur die Gesamtmenge an Ruß vorschreibt, aber die Partikelgröße
nicht berücksichtigt. Aber gerade die kleinsten Rußpartikel sind
die gesundheitsgefährlichsten.
Ab 2010 soll die
noch strengere EU 5 in Kraft treten. (Grenzwerte noch nicht festgelegt)
Diese wird dazu führen, daß alle neu zugelassenen Diesel Pkw
einen Rußfilter haben müssen. Achten Sie also bei Kauf eines
Neuwagens schon heute darauf, daß er einen Rußfilter hat! Trittin:
"Wir werden dabei auch Vorteile bei der Kfz-Steuer für diejenigen
einführen, die schon vor 2010 ein Auto fahren, das diesen Standard erfüllt"
Nach Erwartung des ADAC werden die Gebrauchtwagenpreise für filterlose
Autos deutlich fallen. Ein Golf TDI - Erstzulassung 10/2003 - ohne Rußfilter,
verliert laut Schwacke-Prognose in 3 Jahren 765 Euro mehr an Wert
als mit Filter.
Greenpeace will nicht bis 2010 warten.
Die Technik, um die gesundheitsschädlichen Partikel zu filtern existiert
bereits seit 3 Jahren. Deshalb fordert Greenpeace schon heute Rußfilter
für alle Dieselfahrzeuge. Hier stellten sich ALLE deutschen Hersteller
bisher komplett quer. Sie wollten Rußfilter serienmäßig
nur dort einbauen, wo sonst die Euro 4 Norm nicht erreicht würde. (Zum aktuellen
Stand siehe unten)
2004 stellten VW, DaimlerChrysler, Ford,
Opel und BMW in bunten Anzeigen stolz ihre ersten Dieselfahrzeuge mit Rußfilter
vor. Der Rußfilter darf aber nicht auf wenige, teure Modelle beschränkt
bleiben, dann mutiert er zur reinen PR-Maßnahme.
Der
VDA, der Deutschlands Autokonzerne vertritt, hat sogar am 19.Juni 2003
mit dem französichen Verband ein Abkommen geschlossen, wonach Kleinwagen
NICHT mit Rußfiltern ausgestattet werden sollen.
Peugot hat diesen Vertrag aber unterlaufen:
Auf der IAA 2003 stellt Peugeot den Kleinwagen 206 mit 1,6-Liter-Dieselmotor und
Rußfilter vor. (Ohne Aufpreis)
Während der VDA hinter
den Kulissen Abkommen gegen Dieselrußfilter schloß, behauptete er
gegenüber der Presse, alle deutschen Autohersteller würden jetzt zügig
gegen Dieselruß vorgehen. In Wirklichkeit wollte die deutsche Autoindustrie
nur das absolute Minimum tun, das ihr per Gesetz vorgeschrieben wird. (Zum aktuellen
Stand siehe unten)
Die Forderungen nach Ausstattung ALLER
Neufahrzeuge mit Dieselrußfilterung und Entwicklung von Nachrüstfiltern
für Altfahrzeuge wies der VDA als "völlig unrealistisch" zurück,
ohne zu erläutern, was an der Einführung erprobter und vorhandener Technologien
unrealistisch sei. (Warum kann Peugot diese Technik dann bereits seit 3 Jahren
verkaufen?)
Die Hinhaltetaktik der deutschen Autoindustrie
beim Partikelfilter war noch schlimmer als bei der Einführung des Katalysators.
Beim Autokauf liegt Umweltverträglichkeit vorn
Ergebnis
Emnid Umfrage (Jan 2004)
Kriterium Nr.1:
Umweltverträglichkeit
(Männer
86%
Frauen 93%)
Kriterium
Nr.2:
Reparatur & Ersatzteil
Kosten
(Männer 83%
Frauen
86%)
Kriterium Nr.3:
Versicherungs
Kosten
(Männer 75%
Frauen
90%)
Kriterium Nr 4:
Marke
(Männer
44%
Frauen 37%)
BMW, Daimer und VW täuschen die Kunden
Neue Geländewagen
von BMW, DaimlerChrysler und Volkswagen halten entgegen eigener Werbeaussagen
noch nicht einmal die seit 3 Jahren für Personenwagen geltende Euro-3-Abgasnorm
ein.
Die Diesel-Fahrzeuge der Typen X5, M-Klasse und Touareg,
erfüllen nach Auskunft des Kraftfahrt-Bundesamtes nur die steuerlich ungünstigere
Euro-2-Norm für Personenwagen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warf den Herstellern
arglistige Täuschung der Kunden vor.
Man verspricht
die mit Euro-3 verbundenen guten Abgaswerte und einen entsprechend niedrigen Steuersatz.
Nach dem Kauf erfolgt das Erwachen bei der Anmeldung des Fahrzeugs bei der Zulassungsstelle:
Als Pkw angemeldet erfolgt die steuerliche Einstufung nach Euro-2, damit ist eine
höhere Steuer zu bezahlen als seitens der Pkw-Hersteller behauptet.
Mehrere Geländefahrzeuge anderer Hersteller erfüllen die Euro-3-Norm
zwar auch nicht, aber es wird damit auch nicht geworben.
Betrug bei Smart
Juni
2006: Smart wirbt damit, dass der Diesel-Smart ForTwo cdi mit einem "Dieselpartikelfilter"
ausgerüstet sei. Tatsache ist, dass der eingebaute Billigfilter 4 mal
mehr Rußpartikel ausstößt als die Euro-5 Norm zuläßt
und sogar 20 mal mehr als ein vollwertiger Partikelfilter. Die Käufer
werden bei Zulassung ab 2007 eine Strafsteuer von 300 Euro und ab 2008
außerdem eine um 40 Euro erhöhte Kfz-Steuer zahlen müssen. Die
Deutsche Umwelthilfe verklagte Smart auf Unterlassung der rechtswidrigen Werbung.
Schröder
kann nicht rechnen
Greenpeace Aktion 5.Sept.2003 vor dem
Bundeskanzleramt in Berlin: Aktivisten fordern den Bundeskanzler auf, endlich
Gesetze zu schaffen, die die Autoindustrie verpflichten, in alle PKW serienmäßig
Rußfilter einzubauen und Nachrüstsysteme für Gebrauchtwagen anzubieten.
Kanzler, Nimm die Diesel-Schweine
an die
Paragraphen-Leine!
Schröder nimmt die Autoindustrie in Schutz und verharmlost die Gefahren durch
Dieselruß. Im Juli 2003 wandte sich der Kanzler gegen "Belastungen" für
die Industrie.
Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie
des Umweltinstituts in Heidelberg beziffert den volkswirtschaftlichen Schadens
von Dieselruß auf 2,5 Milliarden Euro jährlich allein für
Erkrankungen durch Dieselkrebs. Die weiteren Krankheiten wie Asthma, Allergien
und Herzkreislauf-Schäden sind noch nicht berücksichtigt.
Der
Kanzler unterstützt eine Industrie, die für den Steuerzahler Milliarden
von Folgekosten verursacht. Die Bürger sollen immer mehr Krankenkosten
tragen.
Dabei ist der Katalysator das perfekte Vorbild:
Der Ausstoß von Schadstoffen wie Stickoxiden ist zwischen 1990
und 2001 um 42% zurückgegangen! Die Folge ist, dass seit 10 Jahren die Ozon-Spitzenwerte
im Sommer deutlich zurückgingen. (Das bodennahe Ozon entsteht u.a. aus Stickoxiden)
Trittin
kritisiert deutsche Autoindustrie
"Als deutscher Umweltminister
muss ich natürlich besorgt sein, wenn die deutsche Industrie ignorant eine
neue Technik verschläft", sagte Trittin 2004. Den Autoherstellern warf er
zudem "kartellartige Verabredungen" vor, um die Markteinführung des
Filters zu blockieren.
"Ich habe die Hoffnung in die Einsicht
der deutschen Industrie aufgegeben. Deshalb muß die Politik über Grenzwerte
eingreifen."
Trittin schlug deshalb für 2005 die Euronorm
5 vor, die den Einbau von Rußfiltern vorsieht, begleitet von steuerlichen
Anreizen für den Einbau. (Aktueller Stand siehe unten)
Die Nachrüstung kostet zurzeit (2004) (Material + Einbau) ca. 600 Euro. Nach
zwei bis drei Jahren soll sich durch die ermäßigte Kfz-Steuer die Investition
amortisiert haben. Trittin rechnet zudem mit einer "dramatischen Preissenkung",
wenn die Filter erst einmal massenweise abgesetzt werden. Dann könnte sich
die Nachrüstung bereits nach einem Jahr amortisieren.
Trittin rät allen Autokäufern, die sich einen Diesel-Pkw zulegen wollen,
auf eine Ausstattung mit Rußpartikelfilter zu achten.
Als Zeitpunkt für einen Grenzwert, der von der Europäischen Union festgelegt
werden muss, peilt Trittin 2005 bis 2006 an. Ab 2010 könnte
dieser dann für die ganze EU verbindlich in Kraft treten
Die Länderminister unterstützten ausdrücklich die Initiative Trittins,
die Verankerung neuer Dieselruß-Grenzwerte in der geplanten Euro 5 in Brüssel
durchzusetzen.
Daimler, Porsche, VW, BMW = Klimakiller
Der
kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger will den Ausstoß von
Klimagasen drastisch reduzieren. Zum 1. Januar 2006 soll hierzu ein Gesetz
in Kalifornien in Kraft treten, gegen das US-Präsident Bush und die amerikanische
Automobil- und Ölindustrie erbittert ankämpfen. Mit diesem Gesetz sollen
ab 2009 Höchstwerte für den Spritverbrauch eingeführt werden,
die fortan von Jahr zu Jahr gesenkt werden sollen. Die oben genannten Konzerne
haben gegen das kalifornische Klimaschutzgesetz AB 1493 geklagt! Es kann doch
nicht sein, dass die Bundesregierung nach den verheerenden Schäden des Hurrikans
Katrina Pumpen und andere Hilfsgüter in die USA fliegen lässt, während
die Autohersteller vor dortigen Gerichten ungerührt auf dem Verkauf ihrer
benzinfressenden Klimakiller bestehen!
Greenpeace-Aktionen
Am
6.11.2002 hat Greenpeace 26 Krankenbetten vor dem Tor des DaimlerChrysler
Konzerns in Stuttgart aufgestellt. Die Betten waren beschriftet mit 26 Krankheiten,
die durch Dieselruß verursacht werden können.
Während
DaimlerChrysler an den Filtern spart, werden die Kosten für die Behandlung
von Diesel-Krankheiten auf die Öffentlichkeit abgewälzt.
Zwei
Wochen später waren hier wieder Greenpeace Aktivisten vor Ort und haben dem
Mercedes Stern auf dem Dach eine Schweinemaske aufgesetzt.
Auch
in Wolfsburg wurde demonstriert: Vor Volkswagen wurden 48 Friedhofs-Kreuze
aufgestellt.
Aktionen in Aachen
Am 13.11.2002
kamen das "Dieselschwein" (siehe Bild oben) und das Greenpeace Diesel-Auto im
Rahmen einer Deutschland-Tour auch nach Aachen. Auf verschiedenen Plätzen
in Aachen wurden sie präsentiert, und wir informierten über das Thema.
Am
26.7.2003 fand in Aachen die "Auto-Competence" Ausstellung mit Oldtimer
Parade statt. Diese Gelegenheit nutzte die Greenpeace Gruppe Aachen, um nochmals
das Thema Dieselruß in die Öffentlichkeit zu bringen.
Am
5.8.2003 kam eine ganze Flotte von Dieselschweinen nach Aachen (3 Mercedes
Schweine und der Greenpeace Wagen) Sie standen vor dem Mercedes Haus und am Elisenbrunnen.
(Foto)
Seit 2 Jahren läuft die Greenpeace
Dieselruß-Kampagne. 2003 tourten die 3 Dieselschweine 3 Monate lang durch
viele Städte in Deutschland. Sie besuchten alle deutschen Autohersteller,
verschiedenste Autohäuser und Messen (auch die IAA) und sorgten überall
für Wirbel in der Presse.
Sept 2003: Die Kampagne zeigt den ersten Erfolg
Opel und Fordkündigen an, ab 2004
die Modelle Vectra und Signum bzw Fiesta und Fusion serienmäßig mit
Rußfiltern ausrüsten - ohne Aufpreis. Schritt für Schritt soll
dann in allen Preissegmenten jeweils ein Modell mit serienmäßigem Rußpartikelfilter
angeboten werden.
Opel war auch der Erste in Europa, der
den Katalysator einführte und damit die ganze Branche in die Knie zwang.
Der Opel Rußfilter ist wartungsfrei und erhöht weder den
Kraftstoffverbrauch noch mindert er die Motorleistung.
Als Teilerfolg ist auch anzusehen, dass Mercedes und VW immerhin für
die Mittelklassewagen Filter anbieten wollen - wenn auch gegen Aufpreis.
Auf der IAA 2003 hat der VDA inzwischen seinen massiven Widerstand gegen
strengere Partikelgrenzwerte aufgegeben. Dies war der Anfang des Durchbruchs!
Nov
2003: Schallende Ohrfeige für die deutsche Autoindustrie!
Mit der Entscheidung der Landesumweltminister sowie von Bundesumweltminister Jürgen
Trittin für eine schnelle steuerliche Förderung ab 2005
gerät die deutsche Automobilindustrie massiv unter Druck, ihre Verweigerungshaltung
aufzugeben!
Juni 2004: VW setzt Bundesregierung unter Druck Einführung
des Partikelfilters soll um weitere 2 1/2 Jahre verzögert werden
VW
Chef Pischetsrieder lässt seinen Cheflobbyisten Reinhold Kopp gegen die Pläne
der Bundesregierung ankämpfen. Der massive Druck zeigt Wirkung: Teile der
Bundestagsfraktion sollen nach einem Gespräch mit VW-Oberlobbyisten Kopp
vom Einführungsdatum 2005 abgerückt sein. Im SPD-Rußfilter-Entschließungsantrag
soll nun die Umrüstung von Altfahrzeugen ab kommenden Jahr, Neufahrzeuge
mit Rußfilter aber erst später steuerlich gefördert werden. Bestraft
wären alle Pkw-Hersteller wie Peugeot, Citroen und Opel, die bereits heute
zahlreiche Modelle mit Rußfilter serienmäßig anbieten.
VW
instrumentalisierte wieder einmal die Politik um von seinen eigenen Versäumnissen
abzulenken: in den letzten Jahren hat VW in Spritfresser, die die Welt nicht braucht,
wie Tuareg oder Bugatti Veyron Milliarden Euro hereingesteckt statt auf
fortschittliche Filtertechnologie zu bauen.
Juli 2004: Verband der
Automobilindustrie (VdA) gibt den Boykott auf
Die deutschen
Autokonzerne lenken nach jahrelangem Streit endlich ein: Bis 2009
sollen ALLE Neuwagen einen Rußfilter haben. Im Gegenzug versprach
die Bundesregierung, die steuerliche Förderung ab 2005. Bundeskanzler
Schröder hatte in einem persönlichen Gespräch den VdA zu seiner
Zusage bewegen können.
Sept 2004: Kampf um Grenzwerte
Trotz der öffentlichen Zusage, Rußpartikelfilter einführen zu
wollen, wehren sich vor allem VW und BMW gegen einen Fördergrenzwert
von 2,5mg/km, der den "Stand der Technik" darstellt.
Februar
2005: Eichel untergräbt mit gezieltem Nichtstun die Glaubwürdigkeit
des Bundeskanzlers
Aus falscher Rücksichtnahme auf
den VW-Konzern untergräbt Eichel mit wechselnden Scheinargumenten
gegen die rasche Förderung massiv die Glaubwürdigkeit des Bundeskanzlers.
Es verdichten sich die Indizien, dass Eichel auf der Bremse steht, um insbesondere
den VW-Konzern vor den Konsequenzen seiner bekannten Management-Fehler
zu schützen. VW ist nicht wettbewerbsfähig (Dieselrußfilter
gehören nicht zur Produktpalette) deshalb versucht der Konzern über
seinen kurzen Draht ins Kanzleramt, die schnelle steuerliche Förderung fortschrittlicher
Technik zu verhindern.
Um Steuerverluste muß sich Eichel keine
Sorgen machen, im Gegenteil: Bis auch nur 15% der Gebrauchtwagen umgerüstet
sind, dürften einige Jahre vergehen. Bis dahin nimmt der Staat durch die
höhere Besteuerung der älteren Dieselruß-Schleudern sogar mehr
Geld ein!
März 2005: Mercedes kündigt serienmäßigen
Einsatz des Partikelfilters an
Als weltweit erste Automobilmarke
wird Mercedes-Benz nach jahrelangem zähem Widerstand ab Sommer 2005 endlich
alle Diesel-Personenwagen serienmäßig mit Partikelfilter ausstatten.
Das von Mercedes-Benz entwickelte Partikelfiltersystem arbeitet wartungsfrei und
ohne Zusatzstoffe
Fahrverbote für schmutzige Diesel
Österreich
und Italien haben bereits ab 2005 Fahrverbote in diversen Städten
bei Grenzwertüberschreitungen für schmutzige Dieselfahrzeuge beschlossen.
Auch in Deutschland kann es zu Fahrverboten kommen, wenn die Feinstäube
in der Stadt den Grenzwert überschreiten. (Feinstaubalarm) Ab dem
1.1.2005 müssen deutsche Kommunen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz
einen Luftreinhalteplan vorlegen. Stuttgart, Berlin und München haben
das Jahreslimit 2005 schon im März überschritten.
In Aachen
steht seit dem 1.1.2005 am Kaiserplatz ein Luftmess-Kontainer. Wenn mehr als 35
Tage im Jahr die Grenzwerte überschritten werden, mussdie Stadt Sofortmaßnahmen
ergreifen, wie z.B. Fahrverbote für schmutzige Diesel. Diese Grenze
wäre in den Jahren 2000 und 2003 mit jeweils 47 Tagen deutlich überschritten
worden. Ab 2010 dürfen nur noch an 7 Tagen die Grenzwerte überschritten
werden! Aktuelle Aachener Luft-Messwerte gibt es hier.
Zu
wenig Förderung für Gebrauchtwagen
Mitte Mai 2005
beschließt das Bundeskabinett, Dieselrußfilter bei Neuwagen mit 350
Euro und die Nachrüstung bei Gebrauchtwagen mit 250 Euro steuerlich zu fördern.
Für
Gebrauchtwagen ist das aber zu wenig! Für dieses Geld bekommt man (incl.
der Kosten für den Einbau) nur minderwertige und ineffiziente Billigfilter.
(z.B. vom Emitec) Diese filtern nur 30% bis 41% des Feinstaubs aus dem Abgas.
Bei häufigem Stadtverkehr kann der Wirkungsgrad sogar auf 10% absinken!
Damit subventioniert die Regierung eher die Autoindustrie als die Feinstaubgefahr
zu verringern. Zudem soll die Nachrüstung der Gebrauchtwagen nur auf
freiwilliger Basis geschehen.
Deutsche Politiker - Marionetten der
Autoindustrie
Der VDA-Präsident Bernd Gottschalk schrieb
am 24. Nov. 2005 an die zuständigen Länderminister einen Brief in dem
es heißt: "Die Mitglieder des Bundesrates werden ... gebeten, der
29. VO der STVZO nicht zuzustimmen." Nur einen Tag nach dem
VDA-Schreiben verfasste die bayerische Staatsregierung einen Vermerk für
den Bundesrat, in dem die erbetene Richtungsänderung entsprechend den Wünschen
der Autoindustrie umgesetzt wurde. Fazit: Deutsche Politiker lassen sich
willfährig von Großkonzernen lenken - gegen die Interessen ihrer Bürger.
Eine Blamage für die Demokratie!
Blockade bis zur letzten
Minute
13. Dezember 2005: Einige der mächtigsten deutschen
Automobilhersteller wollen in letzter Minute eine wirksame Rußfilter-Nachrüstung
verhindern. Zu diesem Zweck wird Druck auf Politiker ausgeübt,
um die am 21. Dezember vorgesehene Verabschiedung im Bundesrat zu verhindern.
Die Vorschriften sollen aufgeweicht werden, damit die Autohersteller Billigstfilter
einsetzen können, die nur 30% der Partikel ausfiltern.
Greenpeace
verklagt Bundesregierung
Mai 2006: Wegen des völlig
unzureichenden Schutzes der Bevölkerung vor gefährlichem Feinstaub reicht
Greenpeace am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in
Straßburg Beschwerde gegen die Bundesregierung ein. Bereits 2001 klagte
Greenpeace gegen das Kraftfahrtbundesamt. In Deutschland haben die Umweltschützer
den Rechtsweg ausgeschöpft und können daher den EGMR anrufen. Die Regierung
hat weder den Anteil des Dieselrußes am Feinstaub gesenkt, noch die EU-Richtlinie
zum Schutz der Menschen vor Feinstaub ausreichend umgesetzt.Offensichtlich
scheut die Regierung die Konfrontation mit den Autoherstellern.
Union
blockiert Rußfilter
Juni 2006: Nachdem die Bundesregierung
nach jahrelangem Stillstand endlich ein diskussionswürdiges Rußfilter-Förderkonzept
für Pkw veröffentlicht hat, lehnen die unionsgeführten Bundesländer
das Eckpunktepapier ab und vertreten eins zu eins die Vorstellungen der Autohersteller.
Daimler
hat die CDU/CSU im Griff
Nov 2006: Daimler befürchtet
durch die Strafsteuer für Dieselstinker ohne Rußfilter von 1,20 Euro
pro 100 ccm Hubraum weniger Neuwagen verkaufen zu können. Hinter den
Kulissen hat sich DaimlerChrysler-Chef Zetsche bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
dafür stark gemacht, sich gegen die steuerliche Förderung von
Rußfiltern in Neuwagen auszusprechen. Dieses hatte auch Wirkung: Der baden-württembergische
Bundestagsabgeordnete Kauder hat sich persönlich eingesetzt und damit
erfolgreich verhindert, dass das Gesetz wie geplant zum 1.1.2007 in Kraft tritt.
Dies bedeutet Mindereinnahmen von ca. 20 Millionen Euro für die Länder.
Daimler
Chrysler lernt es nicht
DaimlerChrysler stellte in diesem
Jahr bereits 2 Neuwagen ohne geregelten Partikelfilter vor: den Dodge Caliber
und den Smart Diesel.
Aktueller Stand der Förderung
Ab
dem 1.April 2007 werden nun Diesel Pkw ohne Filter 1,20 Euro pro 100 ccm Hubraum
mehr Steuern zahlen und die Nachrüstung von Altwagen rückwirkend
ab 1. Januar 2006 mit einem Steuernachlass von 330 Euro gefördert
werden. (Laufzeit der Aktion: bis Ende 2009)
HJS Nachrüst-Filter
Von
der Firma HJS gibt es
Nachrüstsätze. Auf der Homepage unter Produkte --> Dieselabgastechnik
--> City-Filter können Sie das Lieferprogramm
herunterladen (PDF), in dem alle Automodelle aufgeführt sind, die nachgerüstet
werden können. Der City Filter soll Euro 4 / 5 erfüllen.
Twin-Tec Nachrüst-Filter
Bei einigen Auto Modellen heißt
es, ein nachträglicher Einbau eines Partikelfilters sei zwar möglich,
wegen der hohen Kosten aber nicht zu vertreten.
Die Firma Twin-Tec
weiß auch, dass eine optimale Säuberung der Abgase bei alten Fahrzeugen
nur mit größtem technischen und finanziellen Aufwand möglich ist.
Der von dem Unternehmen entwickelte Filter lässt daher mehr Partikel durch
als die ab Werk eingebauten Anlagen. Dafür betragen die Kosten nur 580
Euro inklusive Einbau & MwSt. Die Einbauzeit beträgt ca. 30
bis 60 Minuten. Die Gefahr eines Mehrverbrauchs besteht nicht. Die größte
Wirkung wird bei den gefährlichen kleinen Partikeln erreicht. Die Partikelzahl
wird aber immerhin um mehr als 90% reduziert.
Welche Neuwagen
haben serienmäßig Filter eingebaut ?
Beim VCD
können Sie die Liste Diesel
mit Filter herunterladen. (PDF) Dort finden Sie auch Infos zur
Nachrüstung.
Dieselschwein Spiel
Versuche
als Greenpeace-Aktivistin so viele Dieselschweine wie möglich mit Rußfiltern
auszurüsten. Das wird nicht einfach, denn es kommen Dir u.A. eine Menge
Neuwagenverkäufer in die Quere und deine Lunge verrußt immer mehr mit
der Zeit. Flash 6 ist erforderlich