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Stromabnehmerfirmen wie E.ON halten Hochrisikoreaktoren, die sofort abgeschaltet gehören, weiter in Osteuropa am Netz.
Tschernobyl kann morgen überall sein: In Litauen, aber eben auch in Brokdorf, Brunsbüttel, Krümmel, Grohnde, Unterweser, Emsland,
Grafenrheinfeld, Gundremmingen oder Isar.
An all diesen Reaktoren, die uns ein tagtägliches GAU-Risiko bescheren können, verdient E.ON sich eine goldene Nase. In Deutschland krönt sich E.ON durch die Übernahme der Ruhrgas AG zum Energiekaiser. Durch den Aufkauf von Stadtwerken und kleinen Energieversorgern hält E.ON den Energiemarkt längst fest im Griff. Die meisten Verbraucher haben so zwar noch ihren alten Regionalversorger auf der Stromrechnung stehen, der Strom kommt aber von E.ON und sie unterstützen ohne es zu wissen die dreckige Energiepolitik des Riesen-Konzerns. Auch in Teschechien hat sich E.ON gut eingekauft: Dort ist E.ON inzwischen der zweitgrößte Stromlieferant. Greenpeace Aktion bei E.ON, München
AachenAm 27.4.2002 hat die Greenpeace-Gruppe Aachen dem Oberbürgermeister Dr. Jürgen
Linden einen offenen Brief zugestellt, mit der Bitte, zwei Fragen zu beantworten: AntwortEinen Monat später bekamen wir von der STAWAG die Information über die Zusammensetzung ihres Stromes: Braunkohle-AnteilDieser kommt aus dem Kraftwerk in Weisweiler. Weisweiler liefert zwar auch einen kleinen Teil Fernwärme nach Aachen, kann aber trotzdem nicht als umweltfreundliches KWK Kraftwerk bezeichnet werden. Als 1993 die Fernwärmeleitung an das bereits bestehende Kraftwerk Weisweiler nachträglich angeschlossen wurde, ging es in erster Linie darum, das Image des Braunkohle Kraftwerks aufzubessern. Greenpeace hat aber schon damals gefordert, ein KWK Kraftwerk zu bauen, das erstens näher bei Aachen liegt und zweitens mit Gas betrieben wird und so eine wesentlich bessere CO2 Bilanz hat. Energie-Einspeise-Gesetz-AnteilDieser Strom setzt sich zusammen aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasser. Grauer StromDieser kommt von Trianel (einem Unternehmen, an dem die STAWAG Miteigentümer ist)
Dieser Strom wird über die Börse eingekauft und kann nicht weiter aufgeschlüsselt werden. Nach einer weiteren Rückfrage im Feb. 2003 erhielten wir die Antwort, dass es nicht möglich ist, die Herkunft des Stromes herauszufinden, da die Handelswege zu kompliziert sind. Wenn Sie also noch Kunde bei der Stawag sind, wechseln Sie zu einem 100%igen Ökostrom Anbieter. Alternativen zur StawagZum Jahreswechsel 2005 kündigten die RWTH, das Studentenwerk und die Fachhochschule Aachen ihre bisherigen Verträge und beziehen nun Ökostrom. Neues von der StawagDie Stawag wollte 27 Millionen Euro in eine Holzgasanlage investieren. 70.000 Megawattstunden für 20.000 Haushalte sollte die Anlage jährlich erzeugen - ca 5% des Aachener Strombedarfs. Bis Ende 2006 sollten mehr als 20% des Stroms ökologisch erzeugt werden. Das Projekt ist aber derzeit für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Kein Biogas für AachenNov 2006: Die STAWAG wollte als bundesweit erstes kommunales Stadtwerk aufbereitetes Biogas ins Gasnetz einspeisen und hat dafür in Kerpen eine neue Anlage gebaut. Entgegen der ursprünglichen Absprache will RWE nun dieses Gas nicht einspeisen! Berlin bezieht sauberen StromApril 2004: Berlin hat die Stromversorgung für Verwaltung, Schulen und Straßenbeleuchtung (900 Gigawattstunden jährlich) ausgeschrieben. Bedingung: der Strom darf nicht aus Kernkraftwerken geliefert werden und die Herkunft des Stroms muss offen gelegt werden. Die Electrabel Deutschland AG und die Lichtblick GmbH setzten sich gegen 19 Mitbewerber durch. Die zum schwedischen Vattenfallkonzern gehörende Bewag verlor mit Berlin ihren ältesten und größten Kunden. Illegale WerbekampagneDie 8,8 Millionen teure Image Kampagne der deutschen Steinkohle AG mit
Prominenten wie Marius Müller Westernhagen war nach Ansicht des
Bundesrechnungshofes illegal. Das Unternehmen habe Subventionen eingesetzt,
um für weitere Subventionszahlungen zu werben. Der Bundesrechnungshof empfiehlt,
die Kohlebeihilfen um den entsprechenden Betrag zu kürzen. Das Greenpeace Magazin hatte diese Satire abgedruckt:
Positive Entwicklungen durch rot - grüne PolitikDeutschland ist das erste Land, in dem Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Im Nov. 2005 wird der älteste Meiler in Obrigheim abgeschaltet (nach langem Streit mit dem Betreiber EnBW). Das letzte der 19 deutschen Atomkraftwerke soll etwa 2021 vom Netz gehen. In anderen Ländern werden sogar noch neue AKWs gebaut. Weiteres über AKWs siehe unsere Atomenergie Seite. Trittin will den Ausbau erneuerbarer Energien zielgerichteter fördern. Seit 1998 ist es gelungen, den Anteil von regenerativ erzeugtem Strom zu vervierfachen. Mit der EEG-Novelle will Trittin diesen Wert um weitere 50% bis zum Jahr 2010 erhöhen. Mit einer Leistung von 3250 Megawatt (2002) kommt rund ein Drittel des weltweit erzeugten Windstroms aus Deutschland! In diesem Sektor arbeiteten 130.000 Menschen. Nachdem sich die Energieverbände auf keinen Kompromiss bei den Tarifbedingungen für die Durchleitung von Strom und Gas einigen konnten, hat sich die Bundesregierung für die Einführung einer Regulierungsinstanz zum 1.7.2004 entschlossen. Energie-intensive Konzerne wie z.B. die Aluminium Industrie fordern eine "Härtefall-Regelung". Trittin lehnt dies ab und betont dagegen, die Preise für Industriestrom hätten sich seit 1990 halbiert und lägen im europäischen Mittelfeld. Die auf das Erneuerbare-Energien Gesetz zurückzuführenden Stromkosten betragen nur 0,18 Cent pro Kilowattstunde. Wird die Industrie, die am meisten Strom verbraucht, davon befreit, erhöht sich dieser Anteil und die Kosten für private Haushalte steigen sprunghaft an. ÖkosteuerGreenpeace befürwortet die Ökosteuer.
Die populistische Kampagne der CDU/CSU und der Boulevardpresse haben bewusst Falschinformationen verbreitet, so zum Beispiel:
Union will Stromsteuer senken und Arbeitslosigkeit erhöhen2005: Die große Koalition will die Stromsteuer für energieintensive Unternehmen senken. Dieses Geschenk an Aluminiumhütten, Kupferhütten und Elektro-Stahlwerke soll die Abwanderung ins Ausland verhindern. Energieintensiv bedeutet aber: menschenleere Fabrikhallen und Einsatz von Automaten. Arbeitsplätze werden durch Automatisierung nicht geschaffen. Die verminderten Steuereinnahmen müssen dann durch Steuererhöhungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Die Situation personalintensiver Betriebe wird sich durch Lohnsteuer und die Lohnnebenkosten weiter verschlechtern. Ein Vergleich der jährlichen Steuer und Abgabenlast in der Bundesrepublik zeigt, dass der Produktionsfaktor Arbeit mehr als 10-mal so viel belastet wird wie die Energie.
So ist es kein Wunder, dass seit Jahren personalintensive Betriebe schließen und energieintensive Betriebe sich vergrößern und die Arbeitslosigkeit steigt. Günstiger Benzin-ErsatzDer Autohändler Knut Kreissel aus Bad Homburg eröffnete 2006 die erste Bioethanol Tankstelle in Deutschland. Nur 92 Cent kostet der Ersatz für Superbenzin, der aus Getreide und Zuckerrüben gewonnen wird. Derzeit gibt es allerdings kaum Autos, die Bioethanol tanken können. Greenpeace Projekt auf Philippinen-InselGreenpeace Deutschland und Greenpeace Südostasien haben ein gemeinsames Projekt
ausgearbeitet, das die philippinische Insel Negros zukünftig fast 100%ig
mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen soll. Sonnenenergie im Mittelmeer RaumWährend in Nordeuropa die Windenergie boomt, könnte sich in 20 Jahren die Nutzung der Sonnenwärme rund um das Mittelmeer zu einem der wichtigsten Energielieferanten gemausert haben. Die Sonne liefert in diesen Regionen pro Quadratmeter eine Energie, die der von 200 Litern Öl entspricht.
Ägypten ist eines der wenigen Länder der Welt, in dem sich eine Regierungsbehörde speziell um den Ausbau der Erneuerbaren Energien kümmert. In El Koraimat nahe Kairo wird schon seit Jahren an einem Solarwärme-Kraftwerk gebaut, das 2007 ans Netz gehen soll. Wenn die Bedingungen stimmen, könnte die Sonnenwärme-Nutzung bis 2025 die Freisetzung von 360 Millionen Tonnen Kohlendioxid verhindern, 54.000 Arbeitsplätze schaffen und 100 Millionen Menschen mit Strom versorgen und sogar Strom nach Europa exportieren. Solarwärme Kraftwerke könnten 72 Kohlekraftwerke ersetzen und genug Strom erzeugen für Israel, Marocco, Algerien und Tunesien zusammen. Download der Studie "Concentrated Solar Thermal Power - Now" von Greenpeace, ESTIA und SolarPaces. (2005) Windenergie in ChinaChina ist auf dem Weg, Weltmeister in Windenergie zu werden. Bis 2020 wird allein die Region Guangdong soviel Strom aus Windenergie erzeugen, wie ganz Hongkong verbraucht! Greenpeace AktionenAktion vor Wirtschaftsministerium gegen Clements Pro-Kohle Politik, Berlin 2003
Im Okt 2003 kippten Greenpeae Aktivisten einen Kohleberg und einen Berg aus Steuergeldern vor den Eingang des Wirtschaftsministeriums. 4,5 Milliarden Euro verschwinden jährlich in direkten oder indirekten Subventionen für die deutsche Kohle. Rund die Hälfte der deutschen Kraftwerke sind veraltet und müssen in den nächsten 20 Jahren ersetzt werden. Die Energiekonzerne drängen auf den Bau neuer Kohlekraftwerke. Wenn sie sich durchsetzen sind die Klimaschutzziele bzgl CO2 Ausstoß nicht erreichbar. Seit Jahrzehnten verharren die deutschen CO2-Emissionen auf unverändert hohem Niveau. Die großen Turbinen laufen rund um die Uhr, obwohl nachts der Strombedarf auf weniger als die Hälfte sinkt. Um den Absatz wenigstens bei der Industrie zu sichern, wird der überschüssige Strom billiger vermarktet und so der Anreiz für Energiesparen eliminiert. Auch die klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung rechnet sich nicht, wenn Braunkohlestrom zu Sonderbedingungen eingekauft werden kann. Eine Politik, die auf Stromsparen und alternative Energien baut, kommt nur schwer gegen den rationalisierten Abbau von Braunkohle an. Technisch möglich wäre ein Strommix aus über 60% Erneuerbare Energien bis 2050. Dafür müssen aber JETZT die Weichen gestellt werden. Greenpeace Aktion bei RWE -AktionärsversammlungAuf der Hauptversammlung der RWE im April 2005 warnt Greenpeace vor Fehlinvestitionen in klimaschädliche Braunkohle-Kraftwerke wie in Neurath bei Köln. Vor den Aktionären fordert Greenpeace RWE auf, statt dessen auf Erneuerbare Energien und klimafreundlichere Gas- und Dampfkraftwerke zu setzen. Der Ausbau der Braunkohle ist nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes falsch, sondern auch die Gefahr von Investitions-Ruinen, weil diese Kraftwerke nicht zukunftsfähig sind. Braunkohle-Kraftwerke sind Dinosaurier der Vergangenheit. Braunkohle hat einen sehr schlechten Wirkungsgrad bei der Stomerzeugung, weil sie zur Hälfte aus Wasser besteht. RWE ignoriert, dass die Bundesregierung bis 2020 einen Anteil von 20% Erneuerbaren Energien anstrebt. Heute noch 2 Milliarden Euro in das Kraftwerk Neurath zu stecken, heißt, das Geld in den Sand zu setzen. Auch die Aktionärsvereinigung "Kritischen Aktionäre" lehnt Investitionen in das Braunkohle-Kraftwerk ab. Laut Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung drohen bis 2050 allein in Deutschland Klimaschäden von mehr als 137 Milliarden Euro. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Regierungen und Versicherungsgesellschaften die Kosten für Klimaschäden nicht mehr tragen wollen und Verursacher wie RWE zur Kasse bitten werden. Regenerative Energien in AachenWir haben 1995 den SFV (Solarenergieförderverein) tatkräftig bei der Durchsetzung seines Projektes "Kostendeckende Vergütung" in Aachen unterstützt. Da die STAWAG den Ratsbeschluss zur Kostendeckenden Vergütung nicht umsetzen wollte, haben wir durch Öffentlichkeitsarbeit und Aktionen zusätzlichen Druck erzeugt und so maßgeblich zum Erfolg beigetragen.
Kostendeckende Vergütung
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Seit 2007 inhaltlich nicht geändert |