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Klimaerwärmung

Wussten Sie, dass die mittlere Jahrestemperatur bei der letzten Eiszeit nur 4 Grad niedriger lag als heute?
Während der Eiszeit lag der Meeresspiegel 100 Meter tiefer als heute und man konnte zu Fuß nach England gehen.

Derzeit steigt die Temperatur um 1,2 Grad pro Jahrzehnt.

Bei der heutigen Energieverschwendung wird noch in diesem Jahrhundert der Nordpol eisfrei sein!

Die Auswirkungen auf das Klima sind heute schon zu sehen: Wirbelstürme, sich ausbreitende Wüsten und Überschwemmungen.

Eine Studie der NASA besagt, dass das Jahr 2005 die höchste Durchschnittstemperatur seit über einem Jahrhundert hatte.

Klimawandel - wir sind schon mitten drin!

 2002 

Greenpeace hilft beim Jahrhundert-Hochwasser im Juni
Elbe Wasserstand: 9,40 Meter
Hochwasserschäden: 9,2 Milliarden Euro

Hochwasser Elbe Deutschland 2002

© Greenpeace Deutschland


2003  

Dürre - der heißeste Sommer seit 500 Jahren
Die Elbe ist fast leer: Wasserstand 0,5 Meter
Landwirtschaftliche Schäden: 10 Milliarden Euro

Dürre Deutschland 2002 -  Elbe fast leer

© Greenpeace Deutschland


2004  

Wirbelstrum in Sachsen-Anhalt im Juni
In Micheln, Dessau wurden 275 Häuser zerstört

Windhose Sachsen

© Spiegel.de

 


2005  

Waldbrände in Protugal - Flammenmeer am Horizont
Wochenlang brennen 25 Feuer im 45° heißen Sommer.
In Bayern steigt das Hochwasser
nach sintflutartigem Regen.

Waldbrände in Portugal

© Spiegel.de

Hurrikan Katrina verwüstet New Orleans:
In Amerika toben gleich 5 Hurrikane
der Klasse 4-5, ein neuer Rekord!

Hurrikan Katrina

© Greenpeace Deutschland


2006  

Tonnenschwere Schneelasten
bringen im Winter in Bayern Dächer zum Einsturz

Tonnenschwere Schneelasten bringen in Bayern Dächer zum Einsturz

© Spiegel.de

Greenpeace Aktivisten helfen beim Hochwasser in Hitzacker.
Im April steigt das Wasser einen halben Meter höher
als beim Jahrhunderthochwasser von 2002.
Danach war der Juli war der wärmste Juli
seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Tonnenschwere Schneelasten bringen in Bayern Dächer zum Einsturz

© Greenpeace Aachen


2007  

Dez 2006-Jan2007: in 2000 Meter Höhe in den Alpen:
kein Schnee, keine Skifahrer stattdessen blühende Kirschbäume!

Tonnenschwere Schneelasten bringen in Bayern Dächer zum Einsturz

 

Im Januar wütet der Orkan Kyrill mit 190 km/h über Europa
und verursacht Tote und Milliardenschäden

Der April ist der wärmste April seit Beginn
der Wetteraufzeichnungen und auch der trockenste Monat.
(0 mm Niederschlag in Aachen)


...und das ist erst der Anfang des Klimawandels,
vor uns die Sintflut...

Die fünf wärmsten Jahre seit Beginn der Klimaaufzeichnungen liegen allesamt nur kurze Zeit zurück:
1998, 2002, 2003, 2004 und 2005.
Nach den Datenerhebungen der NASA stieg die Temperatur auf der Erde in den vergangenen 100 Jahren um
0,8 Grad Celsius, davon allein 0,6 Grad in den letzten 30 Jahren. Die Prognose für das 21.Jahrhundert stellt eine noch rasantere Entwicklung in Aussicht: Danach ist mit einem Anstieg der Temperaturen von 3 bis 5 Grad zu rechnen. Sollte sich das bewahrheiten, würden auf der Erde Temperaturen herrschen, die es seit einer Million Jahren nicht mehr gegeben hatte.

Die Entstehung der Hurrikans hängt von der Wassertemperatur ab

Die Gletscher sind das Fieberthermometer der Erde

Das Ausmaß der Erwärmung lässt sich exakt am Rückgang der Gletscher dokumentieren:
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1980 verloren allein die Alpengletscher ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihrer Masse. Klimaforscher werteten Aufnahmen von Satelliten und Flugzeugen aus und führen Laser- und Radarmessungen durch.

Gepatsch Ferner 1904 (Kaunertal, Tirol, Österreich)

Klima Erwärmung Gletscherschwund

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

Gepatsch Ferner 2000 (rot: ehemalige Grenze des Eises)

Klima Erwärmung Gletscherschwund

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

1928               Svalbard Gletscher Norwegen                 2002

Svalbard Gletscher Norwegen

© Greenpeace Deutschland

 

Weitere Foto-Vergeleiche von Gletschern finden Sie im Gletscherarchiv der Gesellschaft für Ökologische Forschung.
Detaillierte Daten über den Rückgang der Schweizer Gletscher finden Sie beim Schweizerischen Gletschermessnetz.

Der Nordpol - ohne Eis

Nach Angaben der NASA aufgrund von Satellitendaten aus den Jahren 1978 bis 2000 wird der Nordpol noch in diesem Jahrhundert eisfrei sein. In den Jahren 1970 bis 2000 ist bereits ein Fünftel des arktischen Eises geschmolzen.

Innerhalb eines Jahrzehnts lösen sich 9% der Eisschollen auf. Der Temperaturanstieg von 1,2 Grad pro Jahrzehnt beeinflusst Planktonblüte, Meeresströmungen und Meeresspiegel.

Das größte und 3000 Jahre alte Schelfeis-Vorkommen in der Arktis ist vor der kanadischen Küste zerbrochen.
Die Schmelze der Eiskappen führt in einen Teufelskreis: Normalerweise reflektieren Schnee und Eis den größten Teil der Sonnenenergie ins All zurück. Mit der Verringerung der Eisfläche ist dies aber nicht mehr der Fall, so dass sich das Klima weiter erwärmt.

Im Sommer 2006 waren die Risse im Eis am Nordpol nach Angaben der Weltraumorganisation ESA zum ersten Mal so groß, dass ein Schiff ohne Probleme von Spitzbergen aus bis zum Nordpol hätte fahren können - dort, wo normalerweise überall Packeis ist. Dies resultiert aus Aufnahmen des Umweltsatelliten Envisat. Anfang der 80er Jahre waren am Ende des Sommers noch etwa acht Millionen Quadratkilometer geschlossene Eisdecke übrig.

Walen, Robben und Pinguinen in der Antarktis droht möglicherweise eine Hungersnot, weil der Bestand an antarktischem Krill seit den 70er Jahren um etwa 80% gesunken ist. Ursache dafür ist vermutlich die Klimaerwärmung, die das Eis schmelzen läßt. Die Bestände mehrerer Pinguinarten sind in den vergangenen Jahren geschrumpft.

Auch von Afrikas höchstem Berg, dem Kilimandscharo wird das letzte Eis zwischen 2015 und 2020 vollkommen verschwinden.

Bei einem Abschmelzen des gesamten Grönland-Eises würde der Meeresspiegel um 7 Meter steigen. Städte wie Hamburg, Los Angeles, London, New York, Buenos Aires und Shanghai ließen sich selbst mit aufwändigstem Küstenschutz vor solchen Fluten nicht retten. Nach neusten NASA Forschungen (2006) schmilzt das Grönlandeis viel schneller ab als bisher angenommen.

Walroß auf Eisscholle

© Greenpeace Deutschland

 

Der Golfstrom

Nach Messungen der Universität Hamburg hat der Golfstrom in den letzen 50 Jahren ein Drittel seiner Kraft verloren. Sorgen machen sich die Experten, dass er sich weiter abschwächen oder gar abreißen könnte. Zunehmender Süßwasserzufluss in die nördlichen Meere wird die Zirkulation zunächst nur langsam schwächen. Wenn aber eine bestimmte Schwelle erreicht wird, könnte die Zirkulation abrupt zu einem neuen Status wechseln, in dem es kaum oder keinen Wärmezufluss mehr nach Norden gibt.

Würde die warme Meeresströmung jetzt aufhören hätten wir in Deutschland ein Klima wie in im Norden Kanadas oder in Sibirien. Der Golfstrom hat eine Heizleistung wie 250 Millionen Atomkraftwerke. Er ist der größte "Wasserfall" der Welt. Zwischen Grönland und Spitzbergen stürzt ein Strom von schwerem, salzreichem Oberflächenwasser in die Tiefe und fließt wieder nach Süden - in jeder Sekunde 17 Millionen Kubikmeter, 15 mal so viel wie alle Flüsse der Welt zusammen! Viele Klima-Experten nehmen aber an, dass es auch nach einem Abreißen des Golfstromes trotzdem zu einer Erwärmung in Europa kommen würde, weil die Auswirkungen der globalen Erwärmung stärker sein werden als die Auswirkung des Golfstromes.

Umkippen des Klimas - die Erde im Schwitzkasten

Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei einer Erderwärmung von mehr als 2 Grad ein Rückkoppelungseffekt eintritt, der den Klimawandel beschleunigt, der sog. "Runaway" Effekt.

  • Bei steigenden Temperaturen taut in Sibirien und Kanada der Permafrostboden auf, wodurch große Mengen des Treibhausgases Methan frei werden.
  • Wenn Eisflächen abschmelzen, wird weniger Sonnenstrahlung ins All zurück reflektiert, der Erdboden wärmt sich weiter auf, mehr Eis schmilzt.
  • In der Atmosphäre sammelt sich immer mehr Wasserdampf an, das wirksamste natürliche Treibhausgas.
  • Eine Silmulation des Hadley Centre ergab, dass die Zahl der Waldbrände im Amazonas bei steigenden Temperaturen zunimmt. Dadurch werden riesige Mengen CO2 frei.

Himalaya

Wenn der gegenwärtige Trend anhält, sind bis zum Ende des Jahrhunderts alle Gletscher im Himalaja verschwunden. Und weil diese Gletscher die riesigen Ströme Asiens mit Wasser speisen, ist die Wasserversorgung von mehreren hundert Millionen Menschen gefährdet.

Monsun

Ungewöhnliche Schwankungen des Monsuns führten bereits dazu, dass große Teile Indiens unter langen Dürreperioden, andere unter dramatischen Überschwemmungen zu leiden haben. Im gesamten südliche Afrika könnte sich die Savannenlandschaft in eine lebensfeindliche Wüste verwandeln.

Flüsse trocknen aus

Der Niger, der drittgrößte Fluss Afrikas, versorgt 5 Länder mit Wasser. Sein Wasserstand ist in den Jahren 1970 bis 2000 immer weiter gesunken. Ackerland wird zu Wüste, Fischer fangen immer weniger Fische, so dass sie ihren Beruf aufgeben müssen.
Am Amazonas herrschte das zweite Jahr in Folge (2005 und 2006) eine bislang nicht gekannte Trockenheit. Der gesamte Regenwald droht binnen weniger Jahrzehnte zur Steppe zu werden. Damit würde so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt, wie im gesamten 20. Jahrhundert durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas.

Korallenriffe sterben

Weltweit sind mehr als zwei Drittel der Korallenriffe durch den Klimawandel bedroht und zum Teil bereits schwer geschädigt. Es ist zu befürchten, dass schon jetzt etwa 20% der Riffe nicht mehr zu retten sind. Dafür gibt es 2 Ursachen:

1.) Die Erwärmung der Meere
Die Riffe reagieren extrem empfindlich auf Temperaturschwankungen. Erwärmt sich das Meerwasser nur um ein Grad, stoßen die Korallen schon die in ihrem Gewebe lebenden Algen ab. Sie bleichen aus und sterben ab.

2.) Die Versauerung der Meere
Hinzu kommt die steigende Kohlendioxid-Konzentration im Meer. Etwa ein Drittel des weltweiten CO2 Ausstoßes wird im Meer gespeichert. Die dadurch entstehende Kohlensäure verursacht eine Abnahme des Kalkgehalts im Wasser. In ca 100 Jahren wird die Verätzung im Südlichen Ozean so stark fortgeschritten sein, dass sich die Kalkhülle vieler Meeresbewohner auflöst. (Schnecken, Muscheln...)

Dies ist u.a. das Ergebnis eines Berichtes, der Ende 2004 in Washington vorgestellt wurde und die Erkenntnisse von 240 Experten aus 96 Ländern zusammenfasst.

Korallen

© Greenpeace Deutschland

 

Kabeljau verhungert

Hamburger Biologen nahmen 31 Jahre lang Wasserproben vor Helgoland. Sie haben ermittelt, dass die Larven des Kabeljau in der Nordsee umso früher erscheinen, je wärmer das Wasser im Winter war: Mitte April nach dem kalten Winter 1996, aber schon Mitte Februar nach dem warmem Winter 1990. Das kann dazu führen, dass die Fische nicht mehr im Gleichtakt mit ihrer Nahrung sind. In warmen Jahren sind die Ruderfußkrebse (Copepoden), die die Hauptnahrung der Kabeljaularven bilden, noch auf dem Minimum ihres Jahresvorkommens. Die Kabeljau Larven verhungern und entsprechend schwach fällt der Nachwuchsjahrgang aus. Quelle: Fachblatt "ICES Journal of Marine Science" (2005)


Die Folgen des Klimawandels für Europa

Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen haben in der Zeitschrift Science eine Studie vorgelegt, die beschreibt, auf welche Veränderungen sich Westeuropa bis 2080 einrichten muss.
In Italien und Spanien wird sich die heute schon problematische Wasserknappheit weiter verschärfen. Hitzewellen wie im Sommer 2003, als 35.000 Menschen starben, werden häufiger auftreten und Waldbrände begünstigen.
In den Alpen wird der Rückgang der Schneedecke zu höheren Wasserabflüssen und Überschwemmungen im Winter führen. Im Sommer hingegen wird weniger Wasser den Rhein oder die Rhône hinabfließen und damit für Schwierigkeiten bei der Schifffahrt und der Wasserversorgung sorgen.
Durch das Steigen des Meeresspiegels werden die Niederlande und große Teile Nordeutschlands unter Wasser stehen.
Die Insel Sylt wird als erste von der Landkarte verschwinden.

Neue Krankheiten in Europa

Wenn weiterhin so milde Winter wie der von 2006/2007 kommen, besteht die Gefahr, dass sich Krankheiten wie Malaria auch in Deutschland ausbreiten. Auch Zeckenplagen nehmen zu und Bakterien namens Vibrio vulnificus, die sich im zu warmen Ostseewasser vermehren, machen den Medizinern Sorgen.

Skigebiete müssen bald den Betrieb einstellen

Skigebiete unter 2000 Meter Höhe müssen schon bald den Betrieb aus Schneemangel einstellen.
Außerdem schmelzen den Skigebieten in den Alpen die Gletscher weg. Nach Ansicht der bayerischen Kommission für Glaziologie werden Ende dieses Jahrhunderts die meisten Gletscher der Ostalpen und 75% der Schweizer Gletscher verschwunden sein.

Derzeit erproben Forscher, wie sie das Abschmelzen bremsen können. Unter der Bezeichnung "Aktiver Gletscherschutz" werden z.B. in den Skigebieten Andermatt (Schweiz) und Stubai-Tal (Österreich) die Gletscher im Sommer mit riesigen weißen Kunststoffplanen abgedeckt, die das Sonnenlicht reflektieren sollen. Ergebnis der Experimente: Der Gletscher schmilzt zwar unter der "Frischhaltefolie" langsamer, aber er schmilzt auch da. Doch selbst wenn die Abdeckungen funktionieren, der Aufwand ist so enorm, dass er nur an kleinsten Stellen zum Einsatz kommen kann.

Frischhaltefolie auf Stubai Gletscher

Frischhaltefolie auf Stubai Gletscher

© Greenpeace Magazin

 

Bergrutsche

Jahrunderte lang hatte die Alp Stieregg am Eiger als Schafweide gedient. Im Juni 2005 rutschten ca 500.000 Kubikmeter Gestein und Erdreich ins Tal. Die Instabilität der Moränenhänge an der Stieregg ist zurückzuführen auf den Rückgang des Eises des Unteren Grindelwaldgletschers, der die Flanken nun nicht mehr abstützt, außerdem auf das Auftauen des Dauerfrostbodens (Permafrost) und Veränderungen im Wasserhaushalt. - Alles bedingt durch die Klimaerwärmung. Das Restaurant (s. Bild) musste den Betrieb einstellen. Im neuen Restaurant, das 100 Meter höher errichtet wurde, diskutiert der Wirt mit seinen Gästen jetzt gelegentlich über den Klimawandel: "Eigentlich bedauern alle die Situation, aber unten in Grindelwald steigen sie wieder in ihr Auto."

 

Bergrutsch an der Eiger Rückseite (Schweiz)

Bergrutsch in den Alpen

© Greenpeace Magazin

 


Fossile Energieträger - Treibhauseffekt

Die Verheizung von Kohle und Öl setzt von allen Formen der Energiegewinnung am meisten Kohlendioxid frei:


Treibhauseffekt Kohlendioxid Emission bei der Stromerzeugung


ACHTUNG:
In diesem Diagramm ist nicht nur die CO2-Emission bei der Erzeugung des Stromes enthalten, sondern auch diejenige zur Herstellung der Kraftwerke.

Die derzeitige CO2-Belastung der Atmosphäre beträgt  30 Milliarden  Tonnen / Jahr Die Kohlendioxid-Emission erhitzt die Atmosphäre und führt zum Treibhauseffekt, der drastische Klimaveränderungen zur Folge haben wird:
So wird es durch das Abschmelzen der Gletscher zum Anstieg der Meeresspiegel kommen und zur Überflutung von Küstengebieten. (z.B. der Niederlande)
Außerdem werden Regionen, die jetzt bereits ein sehr trockenes Klima haben, zur Wüste. Derzeit bestehen 20% der Erde aus Wüstengebieten, in 20 Jahren werden es 40% sein. Nach UN Angaben wird davon ein Fünftel der Weltbevölkerung direkt betroffen sein.

Fliegen - die mit Abstand umweltschädlichste Fortbewegung

Eine Untersuchung im Auftrag der EU-Kommission belegt, dass Fliegen das Klima etwa doppelt so stark belastet wie bisher angenommen. Der Anteil des Flugverkehrs am Treibhauseffekt beträgt demnach 9%.

Das Flugzeug hat die schlechteste Klimabilanz von allen Verkehrsmitteln. Ein Flug von Frankfurt nach Los Angeles und zurück ist genauso klimaschädlich wie 5 Jahre Autofahren (60.000 Kilometer) Um dieselbe Menge CO2 zu produzieren benötigt ein Mensch in Tansania 80 Jahre!

Verbraucher

Kohlendioxid Emission*

Effizienter Kühlschrank
(Betrieb ein Jahr)

100 kg CO2

 

1 Jahr Autofahren
(14.000 km)

2000 kg CO2

 

1 Flug nach Teneriffa
hin und zurück)

2000 kg CO2

 

1 Flug in die Karibik
(hin und zurück)

4000 kg CO2

 

* Die Kohlendioxid Emission ist nicht zu verwechseln mit der Klimaschädlichkeit! Die Verbrennung in 10.000 Meter Höhe ist wesentlich schädlicher für die Ozonschicht und das Erdklima als die Verbrennung der selben Menge CO2 am Boden.
Der Flugverkehr führt zur Bildung von Eiswolken, die das Sonnenlicht durchlassen, aber die Wärmeabstrahlung in den Weltraum hemmen.

Verkehrsmittel

Klimaschädigung*

Schiff
(2000 Passagiere, 100 kg Gepäck)

1,3

 

Hochgeschwind. Zug
(45% Auslastung)

2,9

 

Auto
(1,4 Insassen)

6,1

 

Flugzeug - Boeing 747
(Langstrecke, 80% Auslastung)

12
 

* Für den Vergleich wurden sämtliche Abgase und deren Auswirkungen auf das Klima in die entsprechende Menge CO2 umgerechnet. Dies ergibt den "treibhausäquivalenten Kraftstoffverbrauch" in Liter pro Person und 100 Kilometer

Für einen einzelnen Langstreckenflug werden 80.000 Liter Kerosin verbrannt.
Am Frankfurter Flughafen startet alle 90 Sekunden eine Maschine.
Der Flugverkehr wächst jährlich rapide an.

Billigflieger erzeugen Verkehr

70% des Flugverkehrs sind Urlaubsreisen - ein Vergnügen, das sich nur 5% der Menschen auf der Welt leisten können. Etwa 95% der Weltbevölkerung hat noch nie ein Flugzeug von innen gesehen. Es sind nach wie vor die Besserverdienenden, die viel fliegen. Easyjet hat nach eigenen Angaben mehr als 1000 Stammkunden, die jede Woche von London zu ihrem Zweitwohnsitz nach Nizza, Palma oder Barcelona jetten.

Auch wenn Fluggesellschaften vorrechnen, dass ein Flugpassagier nur etwa 5 Liter auf 100 km verbraucht, verschweigen sie, dass die Klimawirkung 25 Litern entspricht.

Der 11. September 2001 belegte, wie sehr Flugverkehr das Klima schädigt. Als in den Tagen nach den Anschlägen in den gesamten USA Flugverbot herrschte, maßen Wissenschaftler mehr als doppelt so hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht wie sonst. Ursache der kalten Nächte war der klare Himmel, denn Flugzeuge hinterlassen neben Ozon und Kondensstreifen auch Eiswolken in der Atmosphäre. Eiswolken lassen das Sonnenlicht fast ungehindert passieren, bremsen jedoch die Abstrahlung der Erdwärme ins Weltall.

Absurd aber wahr:
Ausgerechnet der Flugverkehr als größter Umweltverschmutzer bezahlt weder Mineralölsteuer noch Ökosteuer noch Mehrwertsteuer bei Auslandsflügen. Die Eisenbahn als umweltfreundlichstes und sicherstes Verkehrsmittel zahlt dagegen in Deutschland rund 400 Mio. Euro jährlich für Mineralöl-, Strom-, Öko- und Mehrwertsteuer. So wird der Flugverkehr subventioniert. Auf der Strecke Hamburg - München und zurück haben die Flieger einen Steuervorteil von 39 Euro gegenüber der Bahn.

Die Niederlande und Norwegen besteuern Kerosin. In Großbritannien gibt es seit langen eine Passgiergebühr, die jährlich 900 Mio Euro einbringt. Frankreich hat 2006 eine Ticketabgabe eingeführt, deren Erlös in die Entwicklungshilfe fließen soll.

Und die deutsche Bundesregierung lässt sich jährlich eine Milliarde Euro entgehen. Sie spart an der falschen Stelle und der Bürger wird geschröpft: Die Mehrwertsteuer wird um 3% erhöht und Hartz IV wird verschärft. Für das Geld, das den Fluggesellschaften geschenkt wird, ließen sich 80.000 Krippenplätze finanzieren oder 14 Millionen Solarkollektoren fördern! Ökologisch sinnvoll wäre eine streckenbezogene Emissionsabgabe für jeden Flieger im deutschen Luftraum.

Klimaneutral fliegen

Wenn man auf das Fliegen nicht verzichten kann, kann man z.B. in Solar-, Wasserkraft- oder Biomasse Energiesparprojekte investieren, um dort die Menge Treibhausgase einzusparen, die man beim Fliegen produziert. Der Flug wird dadurch klimaneutral. Siehe AtmosFair.de oder MyClimate.de

 

Klimaschutzindex

Germanwatch hat einen Klimaschutzindex erstellt, mit dem Länder untereinander verglichen werden können. Dort werden u.a. der pro Kopf CO2 Ausstoß, aber auch die Umweltpolitik des Landes berücksichtigt.
Weitere Details finden sich in der Studie "Vergleich der 53 Staaten mit dem größten CO2 Ausstoß"

CO2 Emission und Klimapolitik

 

Machen Sie Ihren persönlichen Klimatest

zum CO2 Rechner auf der Aachen hat Energie-Seite

 

Anmerkung:
Fleischhaltige Kost belastet das Klima 13 mal so stark wie vegetarische Kost, u.a. wegen der Futtermittelproduktion, Herstellung, Lagerung, Transport. Beim Ökolandbau entsteht 60% weniger Kohlendioxid, weil auf Mineraldünger und Pestizide verzichtet wird.

CO2 Bilzanz

Wussten Sie...?

...dass die Temperaturen auf der Erde um 33 Grad niedriger lägen, wenn die Erde nicht von den Treibhausgasen in unserer Atmosphäre umgeben wäre? Die Durchschnittstemperatur läge dann nicht bei 15 Grad sondern bei -18 Grad. Die Treibhausgase in der Atmosphäre (Wasserdampf H2O, Kohlendioxid CO2, Methan CH4, Distickstoffoxid bzw. Lachgas N2O, troposphärisches Ozon O3) lassen langwellige Wärmestrahlung nicht ins Weltall entweichen und führen so zu einer Erwärmung - der sogenannte "natürliche Treibhauseffekt". Der Mensch verändert nun diese Gaszusammensetzung, indem er in großen Mengen CO2, Methan, FCKW... produziert - mit der Folge, dass sich das Klima erwärmt.

CO2 unschädlich machen?

Verschiedene Methoden werden diskutiert, wie man den Treibhaus Effekt abmildern könnte.

  • CO2 Speicherung auf dem Meeresboden
    Schon damals, als Shell die Brent Spar im Meer versenken wollte, lehnt Greenpeace diese Technik ab: Das Meer ist keine Müllkippe! Abgesehen davon würde die Entstehung von Kohlensäure eine gefährliche Versauerung mit extrem niedrigen pH-Werten zur Folge haben. Auf das Leben am Meeresboden würde sich diese tödlich auswirken.
  • Bäume pflanzen
    Die Bäume würden zwar beim Wachsen CO2 binden, aber nach dem Absterben wieder abgeben. (verfaulen, verbrennen) Die Verweildauer des CO2 im Holz wäre also auf 30-40 Jahre begrenzt. Außerdem geben Wälder bei trockenem Wetter mehr CO2 ab als sie aufnehmen.
  • CO2 verpressen und versenken
    CO2 wird direkt am Schornstein des Kraftwerks abgetrennt, verflüssigt und per Tankwagen zur Lagerstätte gebracht. Dafür sollen ausgediente Kohleflöze oder leergepumpte Erdöl Lagerstätten in Frage kommen. Nachteil: Keine Lagerstätte der Welt speichert CO2 wirklich dauerhaft. Im besten Falls gast das CO2 über Jahrzehnte einfach in die Atmosphäre zurück. Zudem kann in unterirdische Speicher eindringendes Wasser das CO2 in ätzende Kohlensäure verwandeln, die sich womöglich zu Trinkwasservorkommen durchfrißt. Auch das Ausfiltern es Kohlendioxids am Schornstein funktioniert nicht 100%ig. Es entweichen weiterhin noch 15% des CO2. Außerdem sind die Kosten so hoch, dass sich dann z.B. ein Braunkohlekraftwerk nicht mehr rechnet.
  • Alu Kügelchen in der Stratosphäre
    Millionen Wasserstoff-gefüllte Aluminiumkügelchen von 4 Millimetern Durchmesser werden in die obere Atmosphärenschicht geschossen und reflektieren Sonnenlicht. Nachteile: Trotz der Gasfüllung fallen die Kügelchen irgendwann herunter. Der ständige Nachschub würde 1 Milliarde Dollar pro Jahr kosten. Außerdem wäre ein wolkenloser Himmel nicht mehr blau sondern milchig weiß. Die Abkühlung der Stratosphäre würde außerdem zur Zerstörung der Ozonschicht führen.
  • Mehr Atomkraftwerke bauen
    Allein in Deutschland müssten 58 neue Atomkraftwerke gebaut werden, weltweit aberhunderte!! Die Gefahr eines GAUs würde weiter ansteigen und der jetzt schon riesige Atommüll Berg ins Gigantische wachsen ohne dass es ein Endlager gibt. Die Kosten für ein einzelnes Atomkraftwerk liegen bei mehreren Milliarden Euro, für das selbe Geld können 4 Gaskraftwerke gleicher Leistung gebaut werden. (siehe unsere Atomenergie Seite)
    Längere Laufzeiten von Atomkraftwerken sind kein Mittel zum Klimaschutz, sondern behindern ihn sogar. Denn je länger die Atomkraftwerke am Netz bleiben, desto weniger investiert die Industrie in Erneuerbare Energien.
  • Nichts tun
    Die Menschheit stellt sich einfach darauf ein, mit den Folgen des Klimawandels zu leben. Wer es sich leisten kann, baut Dämme gegen den steigenden Meeresspiegel. Aber auch das ist keine Lösung, denn selbst wenn es gar keinen Klimawandel geben würde, würden die Erdölreserven in spätestens 40 Jahren aufgebraucht sein und auch Kohle, Gas und Uran sind endlich.
  • Erneuerbare Energien
    Es führt also kein Weg vorbei an der einzigen Lösung: Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme ersetzen Kohle, Öl und Gas. Neben Strom liefern die Erneuerbaren auch Arbeitsplätze. (siehe unsere Ökostrom-Anbieter Seite)

Deutsche Politik - Realsatire

Dez 2006: Die Bundesregierung beruft Lars G. Josefsson als Klimaschutzbeauftragten. Joseffson ist Chef des Energiekonzerns Vattenfall, der an der Verstromung von Braunkohle verdient.
Nicht genug, dass "Umweltminister" Gabriel für seine industriefreundliche Interpretation des Emissionshandels einen blauen Brief aus Brüssel erhält, zumal er Klimaschutz mit der Förderung von Braunkohlekraftwerken verwechselt.
Der Wechsel von Politikern in Führungsebenen von Stromkonzernen ist bereits gang und gäbe: Auch Minister Clement, der sich während seiner Amtszeit massiv für die Subventionen der klimaschädlichen Steinkohle einsetzte, arbeitet heute für RWE Power.

Republikaner leugnen Klimawandel

2005: Nach wie vor leugnet das Bush Regime die Tatsache des Klimawandels. Bush will seinen Landsleuten, die mit nur 4% der Weltbevölkerung 25% der weltweiten Energie verbrauchen, den verschwenderischen Lebensstil nicht vermiesen. Ginge es nach Bush würden Öl, Gas und Kohle verbrannt, solange die Vorräte "wirtschaftlich erschließbar" sind. Die Nachfrage steigt: China ist inzwischen zweitgrößter Ölverbraucher der Welt und das obwohl auf den Straßen des 1,2 Milliarden Volkes bisher erst 24 Millionen PKW's unterwegs sind.

Eine zunächst geheim gehaltene Studie des Pentagon warnt, die Regierung solle den Klimawandel nicht als eine wissenschaftliche Debatte betrachten, sondern als eine Bedrohung für die nationale Sicherheit. Kämpfe um Wasser, Nahrungsmittel und Rohstoffe könnten die Welt an den Rand der Anarchie oder gar des Atomkrieges bringen.

Die Klimaexperten Michael Mann, Raymond Bradley und Malcolm Hughes haben Ende der 90-er Jahre eine Arbeit über die globale Erwärmung veröffentlicht, in dem sie grafisch die Erderwärmung der vergangenen 1.000 Jahre dargestellt haben. Demnach ist ein steil nach oben ragender Temperaturanstieg seit Anfang des Jahrhunderts zu verzeichnen, der im Diagramm einem "Hockeyschläger" ähnlich sieht. Juli 2005: Der republikanische Abgeordnete Joe Barton durchleuchtet das Privatleben inklusive der finanziellen Hintergründe der 3 Klima Experten. Er forderte die Forscher auf, ihre gesamte Karriere und die Erkenntnisse ihrer Forschung offen zu legen!

Bereits Anfang 2003 hatten mehr als 60 prominente US-Forscher ihrer Regierung vorgeworfen, Forschungsresultate aus politischen Gründen zu manipulieren.
Auch 2006 hat sich daran nicht geändert: Die US Regierung zensiert Klimaforscher, verpaßt ihnen Maulkörbe und läßt wissenschaftliche Berichte von PR-Schergen umschreiben. Presseinterviews von NASA Forschern werden von der NASA überwacht und mitgeschnitten - oder die Interview Wünsche werden von vornherein abgelehnt. Die Umweltignoranten haben das Competetive Enterprie Institute gegründet, das in der Presse den Klimawandel leugnet. Finanziert wird es von Amoco, Coca Cola, Exxon Mobil, Ford, Philip Morris, Pfitzer, Texaco u.a..

Siehe auch unsere Öl-Seite über Exxon Mobil & Esso.

 

Hochwasser

© Greenpeace Deutschland

 

2006 sind die USA neben Australien das einzige Industrieland, das das Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet hat. Doch auch in den USA fängt langsam ein Umdenken an. Einzelne Bundesstaaten und Millionenstädte unterstützen das Kyoto-Protokoll. Der Staat Kalifornien hat unter Führung von Arnold Schwarzenegger neue Effizienz-Gesetze für Autos erlassen. Und der ehemalige Vizepräsident der USA, Al Gore, macht mit seinem Kinofilm "Eine unbequeme Wahrheit" weltweit Furore.

Ozonloch

Viele verwechseln Treibhauseffekt und Ozonloch, deshalb hier eine Erklärung:
Ozon O3 ist ein Molekül, das aus 3 Sauerstoffatomen besteht (normaler Sauerstoff O2 hat 2 Sauerstoffatome).

Ozon in der Stratosphäre:

In einer Höhe von etwa 20-50 km entsteht unter dem Einfluß von ultravioletter Sonnenstrahlung die Ozonschicht.
Die Ozonschicht absorbiert die gefährliche UV-B und UV-C Strahlung.

Durch das Gas FCKW (Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoff) wird die Ozonschicht zerstört - die Folgen des "Ozonlochs" sind: Hautkrebs, Grauer Star...
Die FKW (Fluor-Kohlenwasserstoffe) sind zwar nicht schädlich für die Ozonschicht, aber wie FCKW auch starke Treibhausgase.

Ozon am Boden:

In den unteren Schichten der Atmosphäre wird Ozon bei gleichzeitigem Auftreten von Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen, Kohlenmonoxid und Sonnenlicht gebildet. Ozon ist Hauptbestandteil des Sommersmogs, der vor allem aus Autoabgasen unter Sonnenlichteinwirkung entsteht. Da Ozon aggressiv ist, führt es zu Atemwegsreizung, Augenreizungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, abnorme Müdigkeit bei Menschen und Hemmung der Photosynthese bei Pflanzen. (Ernteverluste)

FCKW

Die FCKW (Einsatz in Kühlschränken, Treibgas in Spaydosen, Aufschäummittel für Baustoffe...) tragen außer zum Ozonloch auch zum Treibhauseffekt bei: Ihr Wärmepotenzial liegt 3000-fach höher als das von Kohlendioxid.

Greenfreeze

Greenfreeze Kühlschrank

© Greenpeace Deutschland

Seit den 90'er Jahren kämpft Greenpeace weltweit gegen den Einsatz von FCKW und FKW.
Da sich die Industrie damals weigerte, in Kühlschränken alternative Kühlmittel einzusetzen, brachte Greenpeace 1993 den weltweit ersten vollständig FCKW-und FKW-freien Kühlschrank auf den Markt: den Greenfreeze.
Greenpeace hat damals - wie schon so oft - der Industrie bewiesen, dass es doch geht, was angeblich nicht möglich ist.
Greenfreeze wurde ein Welterfolg. Inzwischen stehen in Europa, China, Japan, Südamerika und Australien zwischen 120 und 150 Millionen Greenfreeze-Kühlschränke. Heute sind in Deutschland nur noch sehr wenige Geräte mit FKW Kühlmittel in den Geschäften zu finden.

Aktuell:
3 Weltkonzerne geben im Juni 2004 den Ausstieg aus der Anwendung von Fluorierten Kohlenwasserstoffen (FKW) bekannt: Unilever Ice Cream wird ab 2005 nur noch FKW- freie Eistruhen kaufen und hat im laufenden Jahr 14.000 Einheiten ersetzt. Coca-Cola wird innerhalb der nächsten 2 Jahre Millionen Getränkeautomaten weltweit auf natürliche Kältemittel umstellen. McDonald's wird nach und nach die 30.000 Restaurants von der Kühlung der Lebensmittel bis hin zur Klimaanlage umrüsten. Ein großer Erfolg der jahrelangen Greenpeace Arbeit!
Es wäre schön, wenn sich nun auch noch die Konkurrenten wie Pepsi, Nestlé oder Burger King diesem Schritt anschlössen!

EU versagt bei FCKW Ausstieg

Im Okt 2005 beschließt das EU Parlament, eine schrittweise Reduzierung statt einem Sofort-Stopp von fluorierten Kohlenwasserstoffen. Obwohl es längst klimafreundliche Alternativen gibt und obwohl FCKW die Atmosphäre 3000 mal stärker belasten als Kohlendioxid, entscheidet die EU gegen das Klima und stellt sich hinter die Chemie-Industrie, die unerbittlich darum gekämpft hat, ein Verbot dieser Treibhausgase zu untergraben.

Der Anfang des Umdenkens - Klimawandel bedrohlicher als Terrorismus

Juni 2004: Während Exxon Mobil (Esso) nicht die geringsten Anstrengungen unternimmt, in regenerative Energien zu investieren (siehe unsere Esso-Seite) schlägt Lord Oxburgh, der britische Vorsitzende von Shell Alarm:

Er hält die weltweite Klimaveränderung für eine größere Bedrohung als den internationalen Terrorismus. Shell - drittgrößter Ölkonzern der Welt - war im vergangenen halben Jahr mehrfach gezwungen, seine als gesichert verbuchten Öl- und Gasreserven nach unten zu korrigieren. Es ist also zu hoffen, dass den Worten Taten folgen und Shell seine Investitionen in "grüne Energie Projekte" steigert (geplant sind 500 Millionen US-Dollar in den nächsten 3 Jahren). Die Zukunft der Energieversorgung wird regenerativ sein!

 

Verwüstungen durch Hurrikan Charlie

Verwüstungen durch Hurrikan Charlie

© Greenpeace Deutschland

 

Schäden durch Unwetter- und Flutkatastrophen

Ein von Tony Blair in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Schäden durch Unwetter in Zukunft bis zu 20% des weltweiten Bruttosozialproduktes kosten werden, die Investitionen in den Klimaschutz, die dies verhindern, dagegen nur 1%.

Nach Aussagen der Münchner Rück, einer weltweit führenden Rückversicherung, erhöhte sich in den letzten 40 Jahren die Häufigkeit großer Naturkatastrophen um das Dreifache, die volkswirtschaftlichen Schäden stiegen sogar auf das Neunfache.
Im Jahr 2050 wird die Erderwärmung laut einer Studie der UNO mehr als 300 Millionen Dollar pro Jahr kosten.

 

Versicherungsschaden durch Flut und Unwetter nach Münchner Rück

Quelle: Münchner Rück (1999)

 

Es ist nicht einzusehen, dass der Staat die Kosten von Überschwemmungen nur aus Steuergeldern bezahlt. Vielmehr muss die Industrie als Verursacher des Klimawandels in die Pflicht genommen werden. Solange Stromkonzerne auf klimaschädliche Kohle setzen, sollte der Staat sie auch zur Kasse bitten, wenn Dämme brechen.

Studie von Allianz und WWF

Allianz Zitat:
"Im Versicherungsgeschäft erhöht der Klimawandel das Risiko von Sachschäden jährlich um 2% - 4%. ... Dies kann in einigen Märkten bei entsprechenden Schäden zu Prämienerhöhungen im Sachgeschäft führen. ... Zum Beispiel zahlten im Jahr 2004 die Versicherer weltweit fast 50 Milliarden US-Dollar für Naturkatastrophen – ein Rekordhoch. ... Die Allianz, Europas führender Versicherer, rechnet mit steigenden Versicherungsprämien für Risiken, die durch den Klimawandel verursacht werden könnten. ...
In einer weiterführenden Kooperation wollen WWF und Allianz ... zeigen, wie führende Finanzunternehmen den Übergang zu einer Wirtschaft mit sauberen Energien meistern können." Damit Aktionäre und Investoren zukünftig wissen, wo sie ihr Geld klimafreundlich anlegen können hat das Carbon Disclosure Project (CDP) die 500 größten Firmen der Welt aufgefordert, ihre Treibhausgas-Emissionen offenzulegen. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier. (Auch die RWE, das deutsche Klimaschwein, ist dabei!)


Greenpeace Aktion

"Coal kills the climate" - Braunkohlebagger in Hambach 4 Tage von Greenpeace Aktivisten besetzt.

Greenpeace Aktivisten besetzen Braunkohle-Bagger in Hambach (bei Köln)

© Greenpeace Deutschland

 

27.Mai 2004:
50 Greenpeace-Aktivisten (davon 4 aus Aachen) klettern auf einen 96 Meter hohen und 200 Meter langen Braunkohle Bagger in Hambach (bei Köln). Sie befestigen dort mehrere Banner: "Coal kills the climate!"

Der Tagebau Hambach fördert 100.000 Tonnen Braunkohle pro Tag, die in nahe gelegenen RWE-Kraftwerken verfeuert werden - mit einem Ausstoß von 85.000 Tonnen Kohlendioxid pro Tag.

RWE will noch 2 weitere Braunkohlekraftwerke für 2 Milliarden Euro bauen und damit diese Klimazerstörung für weitere Jahrzehnte zementieren. Die Klima-Killer, die bei Neurath gebaut werden sollen, sollen ca. 40 Jahre lang laufen und dabei 14 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen. (Das entspricht der Emissionen Neuseelands) In Europa ist RWE gleich 2 mal unter den TOP TEN der Klimakiller vertreten. Greenpeace fordert RWE auf, den Kurs zu ändern und in klimafreundliche Energieformen zu investieren.

Der Neubau von Braunkohlekraftwerken ist für RWE nur interessant, weil die Bundesregierung den Energiekonzernen beim Emissionshandel zu viele kostenlose Zertifikate zum Ausstoß von Kohlendioxid zugestanden hat. Dadurch muss RWE für seine Klimazerstörung auch künftig fast nichts dazu bezahlen. Die großen Energieversorger bekommen von der Bundesregierung Emissionszertifikate im Wert von zehn Milliarden Euro kostenlos zugeteilt während für Kinder, Kranke und Rentner das Geld fehlt und die Mehrwertsteuer erhöht wird!

Neurath wird die deutsche Klimapolitik entgleisen lassen, denn Deutschland wird seine Klimaziele nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

Zudem zerstört der Braunkohletagebau direkt die Umwelt. Über 30.000 Menschen mussten in Deutschland in den vergangenen 50 Jahren ihren Wohnort verlassen, weil er abgebaggert wurde.

Die Greenpeace Aktivisten besetzten den Bagger 4 Tage lang. Da RWE keine Gesprächsbereitschaft zeigte, wurde der Bagger zum Abschluss rosa angemalt, um ihn als Umweltschwein zu kennzeichnen.

Bis 2100 kann Deutschland seinen gesamten Bedarf aus Erneuerbaren Energien decken, wenn die Weichen dafür heute gestellt werden. Das zeigt ein aktuelles wissenschaftliches Szenario des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart.

Greenpeace Aktion beim RWE Braunkohlen-Tagebau
Jeden Monat bietet die RWE an einem Sonntag Busfahrten durch den Braunkohlen Tagebau Garzweiler an. Wie man sich denken kann werden die Besucher von den RWE Mitarbeitern nicht über die extrem klimaschädigende Wirkung der Braunkohleverbrennung informiert. Diesen Missstand haben am 19.6.2005 ein Dutzend Greenpeacer aus Aachen behoben: Mit einem Informationsstand, der dem Outfit des "echten" RWE Standes täuschend ähnlich sah und einer Fotoausstellung, die den dramatischen Rückzug der Alpengletscher in den letzten 100 Jahren zeigte, wurden die Besucher über den Klimakiller Braunkohle und über regenerative, saubere Alternativen der Stromgewinnung aufgeklärt.

Der Klimawandel hat längst begonnen. Rund 41% der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland stammen aus Kohlekraftwerken. Mit der weiteren Nutzung von Braunkohle können die Klimaschutzziele in Deutschland niemals erreicht werden. Statt in neue Kohlekraftwerke mit der Technik von vorgestern muss RWE in dezentrale Kraftwerke mit Windenergie, Biomasse und effizienten Erdgas-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen investieren.

 

Greenpace Aktivisten verteilen Flugblätter an Besucher der
Tagebau Besichtigung

Aktion bei RWE in Bedburg

© Greenpeace Aachen (Hendrik Brixius)

 

Studie belegt: Neurath ist überflüssig
Das Aachener Ingenieurbüro "EUtech Energie und Management GmbH" belegt mit seiner Studie "2000 Megawatt - sauber!", dass der Einsatz von Erneuerbaren Energien kombiniert mit moderner Erdgastechnik dem RWE Kraftwerk in Neurath überlegen ist. Ein dezentrales Netzwerk von Kraftwerken mit gleichwertiger Leistung spart im direkten Vergleich bis zu 93% CO2 und schafft rund 1500 Arbeitsplätze mehr. Und es würde RWE keinen Cent mehr kosten. Bei dezentralen Kraftwerken wird die Abwärme zum Heizen benutzt statt durch die Kühltürme zu verpuffen. Die Studie simuliert das Zusammenspiel der einzelnen Energiequellen mit realen Wetterdaten bis auf die Stunde genau.

 

Studie 2000 Megawatt - sauber

© Greenpeace Deutschland

 

RWE verliert Klage gegen Greenpeace
Der katholische Weltjugendtag 2005 fand statt auf dem Braunkohlerevier Marienfeld bei Köln. Greenpeace wollte dort Flugblätter verteilen, in denen u.a. stand: "Wussten Sie eigentlich, dass RWE der größte Klimakiller Europas ist, der statt in nachhaltige CO2-ärmere Technologien auf fossile rückständige Braunkohle setzt?"
RWE versuchte darauf hin durch eine einstweilige Verfügung Greenpeace den Mund zu verbieten.
Das Landgericht Köln hat aber Greenpeace Recht gegeben: RWE darf als Klimakiller bezeichnet werden.

RWE leugnet Klimawandel
Sept 2006: Unglaublich aber wahr: Im Rechtsstreit Greenpeace - RWE vor dem Oberlandesgericht Köln leugnet RWE den Klimawandel. Ende 2006 hat selbst schon in dem Kyoto Verweigerer Land USA ein Umdenken eingesetzt, doch RWE ist nicht nur in der Technik seiner Kraftwerke sondern auch in seinem Denken rückständig. RWE auf ganzer Linie rückständig
Nov 2006: Die STAWAG wollte als bundesweit erstes kommunales Stadtwerk aufbereitetes Biogas ins Gasnetz einspeisen und hat dafür in Kerpen eine neue Anlage gebaut. Entgegen der ursprünglichen Absprache will RWE nun dieses Gas nicht einspeisen!

Neuer Tagebau im Gespräch
Die RWE denkt sogar über einen neuen Tagebau Inden III zwischen Düren und Aachen nach, der Weisweiler weiterhin befeuert wenn 2035 Inden II ausgekohlt sein wird. Dies hätte eine Verlegung der A4 zur Folge. Statt aus den Klimakatastrophen der letzten Jahre zu lernen, macht RWE weiter wie bisher.

 

 
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