Öl Esso / Exxon

ExxonMobil, in Europa bekannt unter dem Namen Esso ist der größte
globale Öl-Multi.
Exxon erwirtschaftet jedes Jahr Milliardenprofite auf Kosten der Umwelt:
ExxonMobil boykottiert aktiv den Klimaschutz:
Exxon behauptet, dass es gar keine globale Erwärmung gibt, obwohl
das Unternehmen selbst zu den größten Verursachern zählt. Exxon
lässt sich diese irreführende Propaganda jährlich Millionen Dollar
kosten z.B. indem Pseudo-Wissenschaftler bezahlt werden, die dies behaupten.
Der Einfluss des Konzerns reicht sogar soweit, dass der renommierte Klimawissenschaftler
Dr. Robert Watson seinen Vorsitz beim internationalen Klimagremium (IPCC) verlor.
Exxon hat mehrfach Anzeigen veröffentlicht, in denen das Kyoto-Protokoll als "grundsätzlich fehlerhaft" und "fatal politisiert"
beschrieben wurde.
Weiteres siehe unsere Klima Seite
ExxonMobil finanzierte den schmutzigen
Bush-Wahlkampf mit:
Exxon hat den Wahlkampf 2000 von Präsident George Bush mit über einer
Million US-Dollar finanziell unterstützt, mehr, als irgendein anderes
Erdölunternehmen beigesteuert hat. (Die USA verbrauchen ein Viertel des weltweit geförderten Erdöls!)
Sobald George Bush zum Präsidenten gewählt war, verkündete er,
die USA würden sich aus allen internationalen Vereinbarungen gegen den
Klimawandel zurückziehen, dem Kyoto-Protokoll nicht zustimmen
- dies ist genau die Politik, die Exxon gefördert hat.
Die USA verursachen 25% des weltweiten CO2-Ausstoßes.
Lee Raymond, der Präsident von Exxon-Mobil, sagte im Januar 2002: Kein
Politiker in den USA kann und will Kyoto umsetzen. Unsere Wirtschaft würde
sonst am Krückstock gehen.
Umweltverbänden wirft Exxon vor Fortschrittliche Kohletechnologie
und Atomenergie zu verhindern.
Die USA und das Öl:
(1 Barrel sind 159 Liter)
Ein US-Amerikaner verbraucht pro Kopf doppelt so viel Energie wie die
Europäer.
Dies ist die Folge einer jahrelangen verfehlten Energiepolitik. Die USA sind
wie kein anderes Land auf der Erde vom sicheren Fluss des Öls abhängig.
Obwohl die Einwohner der USA nur etwa 4% der Weltbevölkerung ausmachen, verbrauchen
sie 25,5% des Weltöls. Knapp 60% dieses Öls müssen die Vereinigten
Staaten importieren. Die Golf-Länder halten einen Anteil an den Weltölreserven
von 65,3%.
Die Verbindungen der US-Regierung zur amerikanischen Ölindustrie sind
nicht zu übersehen. George W. Bush war zuvor Manager verschiedener
Ölfirmen.
Durch den Golfkrieg 1990 sind die USA und Groß-Britannien bei Saddam
Hussein in Ungnade gefallen und gingen bei der Verteilung der irakischen
Ölfelder folglich leer aus. Stattdessen erhielten vor allem französische
und russische Ölfirmen den Zuschlag.
Irak-Krieg = Krieg um Öl
Exxon - der größte amerikanische Öl-Konzern - ist einer
der größten Nutznießer des Irak-Krieges. Schon seit Jahren finanzierte
der Exxon Konzern US-amerikanische Institute und Lobby Gruppen, die
ein militärisches Vorgehen gegen den Irak verlangen.
Im Irak lagern die nach Saudi Arabien größten Ölreserven der Welt
(nachgewiesene Ölreserven, Stand Ende 2001: Saudi Arabien: 36 Milliarden Tonnen, Irak: 15 Milliarden Tonnen).
Nachdem die amerikanischen Truppen im Irak einmarschierten, begannen massive Plünderungen,
bei denen Wohnhäuser, Geschäfte, Regierungsgebäude und sogar Krankenhäuser ausgeraubt wurden.
Die Amerikaner, die angeblich gegen das "Böse" kämpfen und angeblich die irakische Bevölkerung
von Saddam Hussein befreien wollten, interessierte das aber nicht.
Das Einzige, was von amerikanischen Soldaten geschützt wurde, waren Raffinierien
und Ölfelder.
Verbrannter Mensch bei Napalm Angriff - Irak 1991
Am Ende des Krieges bombardierten die USA einen 10 Meilen langen Flüchtlings-Treck
auf der Straße nach Basra. Dieser Treck war gemischt aus zivilen und militärischen Fahrzeugen.
6 Stunden lang wurde der Treck mit Brandbomben und Splitterbomben eingedeckt.
Auf der Straße nach Jahra-Umm Qasr wurde ein anderer 60 Meilen langer Flüchtlings-Treck bombardiert.
Es gab keine Überlebenden!
Straffreiheit für US-Ölkonzerne
Im August 2003 kam ein heimlicher Erlass von George W. Bush an die Öffentlichkeit:
Der "Executive Order 13303"
Dieser sichert amerikanischen Ölfirmen (wie Exxon-Mobil, Chevron-Texaco) absolute Straffreiheit zu.
Was auch immer sie im Zusammenhang mit irakischem Öl tun, sie können dafür gerichtlich nicht belangt werden:
- Menschenrechts-Verletzungen (z.B. Zwangsarbeit)
- Bestechungen
- Umweltdelikte: wenn ein amerikanischer Öltanker mit irakischem Öl
eine Ölkatastrophe verursacht, kann der Konzern nicht haftbar gemacht
werden. Dabei ist es egal ob die Katastrophe vor einer irakischen oder einer
US-Küste passiert.
In der Order heißt es: "Alle Gerichtsprozesse diesbezüglich sind null und nichtig".
Siehe auch Heise.de |
Krieg in Afghanistan = Krieg um Öl
Das Kaschagan Ölfeld in Kasachstan ist mit 30 Milliarden Barrel Rohöl das zweitgrößte Ölfeld der Erde!
Zusätzlich sollen in Turkmenistan 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert werden.
Amerikanische Ölgesellschaften haben sich bereits die Rechte an 75% der Förderung aus dieser Region gesichert.
Um das Monopol Russlands über den Abtransport des Öls aus der Region zu brechen,
soll eine Pipeline (2 Milliarden Dollar) aus Zentralasien zum Persischen Golf gebaut werden.
Eine Route über China oder Iran kommt nicht in Frage, da diese Länder sich
in der Vergangenheit den Wünschen der US-Regierung widersetzten.
Als Korridor bietet sich aber das US-hörige Pakistan an.
Dazu braucht man aber auch ein pro-westliches und stabiles Afghanistan.
Die USA hielten die Taliban für ein nützliches Instrument zur Stabilisierung
Afghanistans nach 2 Jahrzehnten Krieg. Ein Sieg der Taliban, so
das Kalkül, könnte die Region befrieden. Dann ließe sich die Pipeline
bauen.
Bereits von den späten 70'er Jahren an förderte die USA den islamischen
Fundamentalismus, um die Sowjetunion zu schwächen. Bin Laden und andere islamische Fundamentalisten wurden von den USA unterstützt,
um Krieg gegen die UdSSR zu führen. Circa 25.000 islamisch-fundamentalistische
Kämpfer haben die Trainingsprogramme des CIA durchlaufen. Die USA
investierten hierfür mehrere Milliarden Dollar.
Die Taliban konnten trotz jahrelangem Bürgerkrieg nicht das ganze Land
unter ihre Kontrolle bringen, außerdem gingen sie nicht auf die Forderungen
der USA ein. Sie stellten ihre religiös-fanatischen Interessen über die
ökonomischen Interessen ihrer Geldgeber.
1999 vereinbarten das CIA und Pakistan, bin Laden zu töten.
Mit Bushs Amtsantritt ging es nicht länger nur darum, bin Laden zu töten,
sondern um eine handfeste Militärintervention.
Bereits im Juli 2001 (VOR dem 11. September) war der pakistanischen
Außenminister bereits über Pläne für einen Militärschlag gegen
die Taliban unterrichtet.
Ohne irgendeinen Beweis vorzulegen, hat Bush am 11. September 2001 umgehend
bin Laden für die Verwüstungen in New York verantwortlich gemacht.
Weitere detaillierte Informationen gibt es bei der AG Friedensforschung der Uni Kassel. |
ExxonMobil fördert Menschenrechtsverletzungen
ExxonMobil kollaboriert weltweit mit korrupten und diktatorischen Staaten.
In Indonesien
ließ ExxonMobil seine Förderanlagen vom indonesischen
Militärs schützen, obwohl von Amnesty International bekannt war, dass
das indonesische Militär in Aceh fortlaufend schwerste Menschenrechtsverletzungen
wie Folter und Mord an Zivilisten begeht.
So soll sogar das örtliche Militär beim Ausheben von Massengräbern Bagger von ExxonMobil verwendet haben und bei Folterungen von Regimegegnern
und Zivilisten Gebäude von ExxonMobil als Folterzentren benutzt haben.
In Angola,
für Exxon eines der künftigen Hauptfördergebiete,
wurde mit dem Erdöl ein brutaler Bürgerkrieg finanziert. Die angolanische
Regierung gab täglich eine Millionen US-Dollar für den Krieg aus - 90% davon stammt aus dem Ölgeschäft - während über 70% der Bevölkerung in absoluter Armut leben
und mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen müssen.
30% der Kinder sterben bevor sie das 5. Lebenjahr erreichen an Unterernährung oder an einer vermeidbaren Krankheit.
Ca. 2000 Kinder kämpfen im Krieg als Kindersoldaten - schon mit 13 Jahren!
Auf massiven Druck von Menschenrechtsgruppen gab der Öl-Multi BP zu, dass er 111 Millionen US-Dollar Bestechungsgelder für die Bohrrechte in Angola bezahlt hat.
Exxon und Texaco, die hier ebenfalls fördern, schweigen sich bis heute über ihre Korruption aus.
In Kolumbien
betreibt die Firma Intercor, eine 100%ige Tochter von ExxonMobil,
das größte Kohlebergwerk Südamerikas: das Cerrejon Norte. Intercor
selbst drohte den Einwohnern mit Zwangsumsiedlung, falls sie sich nicht
freiwillig mit den viel zu geringen Entschädigungszahlungen zufrieden geben
und ihr Land verlassen.
Tschad / Kamerun-Pipeline
Im Tschad, einem der ärmsten Länder der Welt -bekannt für Bürgerkrieg
und Menschenrechtsverletzungen- wurden Ölvorkommen entdeckt. Eine 1000
km lange Pipeline soll von den 321 Bohrlöchern im Doba-Ölfeld quer
durch Kamerun bis zur Atlantikküste führen. Sie wird quer durch das Lebensgebiet der
Pygmäen verlaufen.
Hier sollen 240.000 Barrel Öl pro Tag gefördert werden.
In 25 Jahren soll der Tschad daran zwei Milliarden Dollar verdienen.
Die Einnahmen, die der Tschad und Kamerun durch die Pipeline erzielen, sollen
zu knapp 3/4 investiert werden in Gesundheitswesen, Infrastruktur, Schulen und
Krankenhäuser. 4,5 Millionen US Dollar sind aber bereits heute von
der korruptesten Regierung der Welt zum Waffenkauf missbraucht worden. Amnesty International berichtete immer wieder über massive Menschenrechtsverletzungen
im Tschad: Kritiker des Pipeline Projekts wurden umgebracht. Bauern werden
von ihrem Land vertrieben.
Im künftigen Fördergebiet, dem Doba-Ölfeld, kam es 1998 zu einem
bis heute nicht aufgeklärten Massaker vom tschadischen Militär
an rund 200 Zivilisten.
Im wüstenhaften Norden des Tschad kämpft die Regierung von
Präsident Idriss Déby gegen Rebellen. Um Soldaten und Material zu transportieren
hat Exxon der Regierung ein Flugzeug zur Verfügung gestellt!
Umweltprobleme ergeben sich unter anderem durch die Zerstörung bislang
unberührter Waldflächen und das Nachziehen von Zuwanderern über
die durch die Pipelinetrasse geöffneten Gebiete. Speziell die Pygmäen
sind durch das Einschleppen von Krankheiten bedroht. Wilderei ist ohnehin schon
ein nicht zu kontrollierendes Problem in den Wäldern Kameruns, auch dieses
wird sich durch die besseren Zugangsmöglichkeiten verschärfen.
Im Falle eines Pipeline-Lecks wird die Trinkwasserversorgung und die
Fischerei in weiten Gebieten unmöglich. Die Pipeline verläuft direkt an den großen Flüssen
entlang!
Tankerunfall Exxon Valdez - 13 Jahre später
Am 24. März 1989 kam es zum größten Ölunfall in der US-Geschichte.
Der Öltanker Exxon Valdez lief in Alaska auf Grund, weil der Kapitän
betrunken war. 40.000 Tonnen Erdöl verschmutzten eine einmalige,
weitgehend unberührte Küstenlandschaft. Trotz ruhigen Wetters wurde so gut wie nichts unternommen, um das Öl zu bergen. Ein extra für
diese Notsituationen bereitstehendes Schiff war nicht einsatzfähig. 3 Tage
später kam ein Sturm auf, der den bereits 7 Kilometer langen Ölteppich
auf über 70 Kilometer verteilte. Milliarden Fische, 250.000 Seevögel,
3.500 Seeotter und 300 Robben starben.
Die Aufräumarbeiten wurden überwiegend von den US-Steuerzahlern bezahlt. Bis heute sind weite Teile der Kiesstrände mit hochgiftigen Ölresten
verschmutzt - wachsen Missgebildete Fische und Vögel heran.
Die Fischerei kam zum Erliegen. 1994 klagten 40.000 Fischer und Einwohner
Alaskas gegen Exxon. Im selben Jahr entschied ein Geschworenengericht, dass
Exxon zum Unfall grob fahrlässig beigetragen habe. Der Konzern wurde 3
mal zu einer Strafzahlung von zuletzt 6,7 Milliarden US-Dollar verurteilt,
zu zahlen an Fischer und Einwohner Alaskas. Jedes Mal fielen dem Konzern neue
juristische Tricks ein, die Wiedergutmachung hinauszuzögern.
Bis heute (13 Jahre später) hat Exxon noch keinen Dollar dieser Strafe
gezahlt, bei einem Jahresumsatz von 213 Milliarden Dollar und einem Jahresgewinn von 23 Milliarden US-Dollar!
Als die Exxon Vadez nach dem Unglück repariert wurde, weigerte sich der
Ölmulti, sie zum sicheren Doppelhüllentanker umzubauen - und prozessierte
sogar wegen "Diskriminierung", weil Alaska das Katastrophenschiff
mit Einlaufverbot belegte. Inzwischen auf den Namen "Mediterranean"
umgetauft, fährt es auf der Route zwischen Japan und arabischem Golf.
Eine zweite Tanker-Außenhülle kann im Fall eines Unfalles das Auslaufen
von Öl verhindern (oder zumindest einschränken). Noch heute fahren
Öl-Tanker für Exxon, die nur eine Außenhülle haben,
da diese billiger sind. Auch die Exxon Valdez ist weiter im Einsatz - heute
unter anderem Namen.
ExxonMobil weigert sich, in regenerative
Energien zu investieren
und gibt sein Geld statt dessen für schmutziges Öl aus. Sogar Shell
und BP werden in den kommenden drei Jahren jeweils 500 Millionen US-Dollar in
"grüne Energie"-Projekte investieren.
Exxon investiert hingegen nicht einen einzigen Dollar.
Exxon ist weltweit das größte Erdölunternehmen, sein !Netto! Gewinn belief sich im Jahr 2001 auf über 15 Milliarden US-Dollar. Das entspricht
dem Brutto-Inlands-Produkt Schwedens. Wenn es sich überhaupt ein Unternehmen
leisten kann, dazu beizutragen, dass die Klimaerwärmung gestoppt wird,
dann Exxon.
ExxonMobil bedroht die letzten 100 Grauwale
vor der Insel Shakalin
Vor der Insel Sakhalin, 45 km nördlich von Japan vor der Küste Russlands,
wurde Öl gefunden. Hier sollen in den nächsten Jahren Raffinerien
und Pipelines gebaut werden.
Um die unterirdischen Ölvorkommen (ca. 300 Mio Tonnen Öl und 400 Mio
Tonnen Gas) zu orten, wurden seismische Untersuchungen angestellt: Schiffe senden
Schallwellen von bis zu 250 Dezibel Lautstärke aus und messen das
von den geologischen Schichten reflektierte Echo.
Wissenschaftler beobachteten bei Walen Fluchtverhalten und Verhaltensänderungen,
wenn sich ihnen diese Schiffe nähern. Wale können sich mit ihrem empfindlichen
Gehör über Kilometer unter Wasser verständigen. Es ist sogar
möglich, dass sie von solchen Lautstärken taub werden. Erst auf Intervention
des russischen Ministers für Naturschutz stellte Exxon die seismischen
Untersuchungen ein.
Zusätzlich wird durch die Ölindustrie der Meeresboden
massiv verschmutzt, aus dem die Grauwale ihre Nahrung beziehen.
ExxonMobil diskrimiert Homosexualität
Der Konzern Mobil hatte festgeschrieben, dass die Diskriminierung von
Homosexuellen verboten ist.
Diese Verordnung wurde nach der Fusion mit Exxon aus der Policy des neuen
Konzerns gestrichen.
Die weltweite Greenpeace Kampagne
Im Mai 2002 wurde die Greenpeace-Kampagne mit einer Aktion vor
der Europa Zentrale von Esso in Hamburg eingeleitet. Kletterer bestiegen nachts das
Dach des ca. 30 Meter hohen Gebäudes und verschönerten das Esso-Logo
(mit wasserlöslicher Farbe):
Nach dieser friedlichen Protestaktion erwirkte der E$$O-Konzern Anfang Juni
eine Einstweilige Verfügung:
Greenpeace ist es bundesweit unter Strafandrohung von 250.000 Euro untersagt,
zu Zwecken der Meinungskundgabe "das Gelände von Esso zu betreten,
zu besteigen oder sich sonst darauf, darunter oder darin aufzuhalten oder Gebäude
von E$$O zu beschmieren".
Auch in Frankreich entschied ein Gericht gegen die Meinungsfreiheit:
So untersagte am 9.8.2002 in Paris ein Richter per einstweiliger Verfügung die Verwendung des verfremdeten
E$$O-Logos, in dem die "S" durch Dollarzeichen ersetzt wurden. Geschehe
das nicht, müsse Greenpeace jeden weiteren Tag 5.000 Euro Strafe zahlen.
E$$O hatte sich auf das Markenrecht berufen und täglich 80.000 Euro gefordert!
Diese Forderung ist besonders absurd, wenn man bedenkt, dass dieser Konzern
von seiner eigenen Strafe in Alaska seit 13 Jahren bisher noch nicht einen einzigen
Dollar bezahlt hat. (s.o.)
Am 26.Februar 2003 wurde dieses Urteil von einem anderen französischen Richter widerrufen.
Das parodierte Logo sei mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung durchaus vereinbar.
Luxemburg
Im Okt 2002 startete Greenpeace eine riesige Aktion in Luxemburg.
Einen Tag lang wurden alle 28 Esso Tankstellen in Luxemburg von 620 Greenpeace Aktivisten geschlossen.
Die Aktivisten schlossen die Zapfpistolen mit Fahradschlössern zusammen und ketteten sich mit
Handschellen daran. Von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr konnte an diesem Tag niemand in Luxemburg bei Esso tanken.
Aachen
Auch in Aachen fanden bereits mehrere Aktionen gegen die Konzernpolitik von E$$O statt:
Am 5.7.2002 war in Aachen das Greenpeace-Infomobil zu Gast, an dem Passanten
sich informieren und gegen die Politik von E$$O unterschreiben konnten.
Am 6.7.2002 haben wir eine Fahrraddemonstration zu 3 E$$O-Tankstellen
organisiert. An den Tankstellen fanden Gespräche mit den Passanten, aber
auch mit den Tankstellenpächtern statt.
Am 27.7.2002 war das oben genannte Infomobil in Jülich zu Besuch.
Betreut wurde das Infomobil hier von der neu gegründeten Jülicher
Greenpeace-Jugend-AG. (JAG)
Am 3.8.2002 haben wir wieder 3 Aachener Tankstellen besucht. Wir wollten den
Tankstellenpächtern überdimensionale (DIN A1) Urkunden überreichen,
auf denen steht: "Unternehmen im Test E$$O Testurteil:
besonders verantwortungslos". An zwei Tankstellen wurden die Urkunden
tatsächlich entgegengenommen.
Am 17.8.2002 standen wir am Holzgraben mit einem Infostand über E$$O und
Klimawandel mit vielen Bildern der Hochwasser Katastrophe in Deutschland.
Am 16.6.2003 haben wir den Elisenbrunnen zum weißen Haus umfunktioniert.
An einem Schreibtisch saß George W. Bush und verkaufte 2 Aktien:
Auf der einen steht, dass Bushs Wahlkampf von Exxon mit Spenden von 1,2
Millionen $ gefördert wurde.
Mit der zweiten konnten die Passanten symbolisch
"globale Verantwortung" kaufen, vor der sich Exxon drückt.
Die symbolischen Aktien wurden von den Passanten "bezahlt", indem
sie sich in Unterschriftenlisten an den E$$O Vorstand eintrugen.
Außerdem wurden die kleinen Springbrunnen vor dem Elisenbrunnen zu sprudelnden
Ölquellen umfunktioniert.
Während der Aktion konnten sich Passanten außerdem mit Sprechblasen
fotografieren lassen:
Konsequenzen
Im Okt 2002 haben Analysen der Deutschen Bank ergeben, dass es aufgrund der Greenpeace Kampagne ein Risiko ist,
in Exxon-Mobil Aktien zu investieren.
November 2002:
Exxon zahlt 100 Millionen Dollar an die Stanford Universität zur Erforschung
"Neuer kommerziell lebensfähiger Energie Versorgungs-Systeme, die die Treibhausgas Emissionen reduzieren."
Dies passt perfekt in die "20 Jahre Forschen aber Nichts Tun" Strategie des Konzerns und ist als nichts anderes
als Verzögerungstaktik zu bezeichnen. (Den 1000-fachen Betrag will Exxon in den nächsten Jahren
für die Exploration neuer Ölfelder ausgeben) Die Techniken zur Einsparung von Kohlendioxid stehen seit langem zur Verfügung.
Was fehlt ist die konkrete finanzielle Förderung und Nutzung dieser Technologien.
Nachdem Exxon noch vor einem halben Jahr geleugnet hat, dass es überhaupt
irgendeinen Treibhauseffekt gibt, hat der Gigant sich immerhin minimal bewegt.

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