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Verkehr

Auf den Straßen in NRW rollen 2003 fast doppelt so viele Autos wie noch vor 25 Jahren. Zurzeit sind landesweit 9,7 Millionen Pkw registriert, 1978 waren es hingegen nur 5,4 Millionen. Demnach kommen auf 1000 Einwohner durchschnittlich 535 Fahrzeuge. Die höchste Pkw-Dichte herrscht erwartungsgemäß im ländlichen Raum. Der Kreis Düren führt die Liste mit 783 Fahrzeugen an. Der Kreis Heinsberg (551) sowie Stadt und Kreis Aachen (489) folgen. Die Autoquote pro 1000 Einwohner stieg insgesamt seit 2000 trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeiten konstant an.

Deutsche Verkehrspolitik lässt zu wünschen übrig

In Deutschland findet man wenig Ansätze für vorbildliche Verkehrspolitik. Ein Blick über die Grenzen zeigt, was möglich wäre.

Vorbild Schweiz: Schiene statt Straße

Mit einer "leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe" sorgt die Schweiz seit 2001 für mehr Konkurrenz zwischen Straße und Schiene. Wer die Straßen mehr abnutzt, soll auch mehr zahlen. Bis zu 70 Cent zahlt ein 40 Tonner pro Kilometer also 5,5 mal so viel wie in Deutschland, und das nicht nur auf der Autobahn. Die Einnahmen gehen in die Verbesserung der Bahn und den Bau von Eisenbahntunneln. Ergebnis: Das Wachstum des LKW Verkehrs wurde abgebremst, die Laster sind deutlich besser ausgelastet und machen weniger Leerfahrten. Schon werden 65% der Güter mit der Bahn transportiert. 10% mehr als 2001. Schaden hat die Wirtschaft nicht genommen. In Deutschland wurden 2005 gerade mal 16% der Güter mit der Bahn transportiert.

Auf der Schiene braucht die Beförderung nur ein Fünftel der Energie wie auf der Straße.

Vorbild Niederlande: Vorfahrt fürs Fahrrad

Im holländischen Groningen findet man mehr Fahrräder auf der Straße als Autos. Denn diese werden seit 2 Jahrzehnten aus der City verdrängt, Parkplätze reduziert und verteuert. Die Stadt wurde in 4 Bezirke geteilt. Um mit dem Auto in einen anderen Bezirk zu gelangen muß man erst raus auf den Umgehungsring, denn eine direkte Verbindung gibt es nicht. Folge: 37% aller Wege erledigen die Groninger mit dem Fahrrad, davon träumen selbst deutsche Vorzeigestädte wie Münster und Freiburg, die gerade mal 27% bzw 22% erreichen. In Groningen gibt es Rundumgrün-Ampeln, die es Radlern ermöglichen, eine Kreuzung diagonal zu überqueren. Es gibt Wartezonen an Ampeln, in denen sich Fahrräder vor den Autos plazieren können. Außerdem bietet die 178.000 Einwohner Stadt 30 überwachte Fahradparkplätze samt Servicestation. Einbahnstraßen gelten nicht für Fahrradfahrer und es gibt Fahradbrücken. Groningen hat die Autofahrer entmachtet, davon ist Deutschland noch weit entfernt.

Vorbild London: City Maut

Autofahrer zahlen in London 5 Pfund (7,50 Euro) pro PKW Fahrt im Stadtzentrum. Bis 2009 soll die Maut auf bis zu 25 Pfund erhöht werden. Fahrer von Spritfressern - wie Geländewagen - zahlen voll, während sparsame Autos Rabatte erhalten. Die Maut soll die CO2 Emission senken, das Stauproblem in den Griff bekommen und den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern.


 

Greenpeace Blumenauto 2002

 
  Blumenauto  
 

© Greenpeace Aachen

 

Am 16.9.2002 haben wir ein (Schrott-)Auto am Elisenbrunnen aufgestellt, das mit Rasen, Farn, Sträuchern und Blumen dekoriert wurde. Bis Ende Oktober stand es dann im Ludwig Forum.

Diese Aktion fand in der ersten "Europäischen Woche der Mobilität" statt unter dem Motto "In die Stadt - mit Bus und Bahn, dem Fahrrad und zu Fuß". Auch 1729 weitere europäische Städte aus 40 Ländern nahmen daran Teil.

In Brüssel wurden 160 km² im Stadtzentrum für Autos gesperrt. In London wurde die Tower Bridge nur für Radfahrer und Fußgänger frei gegeben. In Madrid gab es eine autofreie Zone für 850.000 Einwohner, dafür wurde der öffentliche Nahverkehr um 25% aufgestockt.

Nachdem in Aachen CDU und FDP die Teilnahme an der Aktionswoche ablehnten, (obwohl es sogar Zuschüsse dafür gegeben hätte) sind die Umweltinitiativen allein aktiv geworden.

Die Greenpeace-Aktion soll symbolisch zeigen, wie die Natur sich Orte zurück erobert. Weniger Autos und mehr Natur in der Stadt erhöhen die Lebensqualität. Dazu kann die vermehrte Nutzung von Fahrrädern und des öffentlichen Nahverkehrs beitragen.


 

Wir müssen leider draußen bleiben

 
   
 

© Greenpeace Aachen

 
Verkehr

Der Verkehrssektor gehört zu den Bereichen, die die Umwelt am stärksten belasten: Durch Straßenbau, Rohstoffverbrauch und durch Treibhausgase und andere Luftschadstoffe, die die Atmosphäre vergiften. Von allen Verkehrsmitteln trägt das Auto mit Abstand am meisten zur Umweltbelastung bei (gefolgt vom Luftverkehr). Den direkten Auswirkungen sind am stärksten die Städte ausgesetzt; sie werden durch den enorm zunehmenden Verkehr als Lebensraum immer unattraktiver. Von den Städten muss als Knoten- und Ausgangspunkt des Verkehrs eine Wende zu einer umwelt- und menschenfreundlicheren Verkehrspolitik ausgehen.

Das gilt ganz besonders für Aachen, nicht nur wegen der besonderen geographischen Kessellage: In der Aachener Innenstadt leben wesentlich mehr Menschen, als in den meisten anderen Großstädten. Und von den Haushalten in der Aachener Innenstadt kommen 40 Prozent ohne Auto aus!

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktion Grüner Rasen für Fußgänger 1994

 
   
 

© Greenpeace Aachen

 

Ozon

Verursacher Nummer eins: Autos

Jeder, der Auto fährt, ist mitverantwortlich für die Entstehung von Ozonsmog. Denn Ozonsmog bildet sich unter starker Sonneneinstrahlung vor allem aus Substanzen, die in Autoabgasen enthalten sind. An schönen Sommertagen ziehen enorme Smogfahnen von Ballungsräumen und Verkehrsadern ins Umland und in die Naherholungsgebiete und führen dort zu den hohen Ozonwerten. In den letzten Jahren hat sich die GREENPEACE-Gruppe Aachen verstärkt an der bundesweiten Kampagne für ein umwelt- und menschenschonendes Ozonsmoggesetz beteiligt.


 

eingemauertes Auto 1992

 

   
 

© Greenpeace Aachen

 

Aachen

Die GREENPEACE-Gruppe Aachen hat sich immer wieder in die Aachener Verkehrspolitik eingemischt. Nachdem in der zweiten Hälfte der 80er Jahre die Aachener Innenstadt immer mehr im motorisierten Individualverkehr (MIV) erstickte, haben wir uns für eine Wende in der Verkehrspolitik stark gemacht. Wir haben 1992 in der Ursulinerstraße ein Auto eingemauert und der Stadt Aachen als Denkmal geschenkt - zusammen mit den entsprechenden verkehrpolitischen Forderungen. Die Stadt hat unser Geschenk leider nicht angenommen, so dass das Auto-Denkmal wieder entfernt werden musste.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückfragen bitte an Dirk Tentler

 

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Seit Mai 2007 inhaltlich nicht geändert