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Fischerei Walfang Öltanker

Fischerei

Einst galten die riesigen Ozeane als unerschöpflich.
Heute sind sie leergefischt, zugemüllt, zugebaut, vergiftet.

Die Nord- und Ostsee sind sterbende Meere.
Das Ökosystem ist nicht nur in Gefahr: Es ist jetzt schon halb tot.

Falls die Meere weiterhin so wie jetzt ausgeplündert werden,
werden alle Fischarten bis 2048 vor der Ausrottung stehen.

 

Beifang

Beifang

© Greenpeace Deutschland

 

Die Ozeane vor dem Zusammenbruch

Vergiftung

Jahrzehntelang vergiftet der Mensch bereits die Meere.
Wie einst auch in Deutschland fließen in vielen Ländern der Welt noch heute giftige Haushalts- und Industrieabwässer über die Flüsse ins Meer.

Walfleisch ist heute 5000-fach über dem Grenzwert mit Quecksilber vergiftet.
Siehe unsere Walfang-Seite.

Ostsee Lachs ist mit krebserregenden Dioxinen verseucht. Das Ernährungsministerium in Kopenhagen hatte April 2004 einen Fangstopp verhängt, gegen den die Fischbranche Sturm lief. Der Versuch eines Gegenbeweises endete allerdings als Desaster. Er zeigte, dass nicht nur die amtlich geprüften Tiere der 5-Kilo-Klasse bedenkliche Rückstände der Chlorverbindungen aufweisen, sondern selbst jüngere Lachse.

Zwei Monate später hat die dänische Lebensmittelbehörde das Fangverbot wegen erhöhter Dioxin Werte auf Heringe erweitert.

Seit Jahrzehnten werden Schiffe mit giftigen Farben angestrichen, die das Ansetzen von Muscheln am Rumpf verhindern sollen. Diese Dauergifte (POP's), die auch in Pestiziden, Flammschutzmitteln und Waschmitteln enthalten sind, finden sich wieder im Fleisch von Robben, Muscheln und in der Muttermilch von Eskimo Frauen.

Siehe unsere Chemie-Seite.

 

Ölverseuchter Meeresboden

Meeresverschmutzung ölverseuchter Meeresboden

© Greenpeace Deutschland

Öl-Verseuchung

Öltanker-Havarien wie die der Prestige 2002 vor Spanien verseuchen tausende Kilometer Küste. Zwischen 1963 und 1996 sind 686 Tanker gesunken. Ursache ist oft das hohe Alter der Tanker, die so lange gefahren werden bis sie von selbst auseinanderbrechen.

Siehe unsere Öltanker-Seite.

Gäbe es Greenpeace nicht, müssten die Meere heute außerdem auch noch als Müllkippe für ausgediente Ölplattformen wie die Brent Spar herhalten.

Aber auch im täglichen Betrieb verseuchen Öl-Bohrplattformen das Meer. Der Meeresboden im Umkreis einer Plattform ist ölverseucht und tot. Allein in der Nordsee stehen 400 Plattformen, die Meeresboden der doppelten Fläche des Saarlandes in eine schwarze Schlammwüste verwandelt haben.

Siehe unsere Meere-Fotsammlung.

 

Greenpeace Taucher nimmt Proben in La Hague
Radioaktivität 3900-fach über dem Normalwert

La Hague radioaktives Abwasser

© Greenpeace Deutschland

Radioaktivität

1978 kam Greenpeace in die Schlagzeilen, als ein Greenpeace Schiff einen britischen Atommüll-Frachter behinderte, der 2000 Tonnen Atommüll im Atlantik verklappen wollte.

Ein Greenpeace Erfolg: Heute ist die Atommüll Verklappung verboten.

Trotzdem ist heute die Nordsee hochgradig radioaktiv verseucht.

Die beiden sogenannten "Wiederaufarbeitungsanlagen" für abgebrannte Kernbrennstäbe in La Hague (Frankreich) und Sellafield (Großbritannien) pumpen jeden Tag 8 Millionen Liter radioaktive Abwässer ins Meer.

Siehe unsere Atomenergie-Seite.

Müll

Weltweit werden jede Stunde 675.000 Kilogramm Müll ins Meer geworfen. 300.000 Stück des Abfalls treiben pro Quadratkilometer im Pazifik. Eine Plastikflasche im Meer kann 100 Jahre überdauern.

Der Müll wird von den Wellen zu winzigen Partikeln zerrieben. Die Ozeane sind voll von mikroskopisch kleinen Plastikpartikeln. Im Plankton fanden Wissenschaftler Überbleibsel von zerriebenden Plastiktüten, Verpackungen, Seilen.... Diese Partikel werden von Meereslebewesen aufgenommen und können über die Nahrungskette auch in menschliche Lebensmittel gelangen. Da Nylon, Polyethylen und Polyester etc. nicht abgebaut werden, werden diese Teilchen Jahrtausende lang in den Ozeanen bleiben. Der Müllteppich ist inzwischen so groß wie Zentraleuropa. Oftmals docken an den Plastikpartikeln auch noch Gifte wie DDT und PCB an. Das Greenpeace Schiff "Esperanza" untersuchte dieses Phänomen und fand, dass im Pazifik sechs mal mehr Plastikpartikel als Plankton schwimmen! Das Plastik stammt von Schiffsbesatzungen, Touristen und aus den Flüssen.

Bei der Untersuchung von Nordseevögeln fand Greenpeace in 95% der Fälle Plastik im Magen. Ein Vogel hatte so viel geschluckt, dass dies auf einen Menschen umgerechnet 2 Kilogramm entspricht. 1,1 Millionen Tiere strangulieren sich mit treibenden Netzresten oder verhungern, weil ihre Mägen mit Plastikmüll gefüllt sind.

 

Mageninhalt eines einzigen Eissturmvogels

Mageninhalt eines einzigen Sturmeisvogels

© Greenpeace Deutschland

 

Unterwasser Lärm

Wale können mit ihrem hochentwickelten Gehör über hunderte Kilometer Kontakt miteinander halten. Pottwale orten mit ihren Klicklauten die Beute. Auf ihren Wanderrouten werden sie durch den Lärm von Schiffsverkehr und Bohrinseln gestört und stranden in der viel zu flachen Nordsee. Allein zwischen 1991 und 1998 sind in der Nordsee über 80 Pottwale gestrandet.

Unterwasserkanonen für seismische Untersuchungen der Ölindustrie oder militärischer Sonar erzeugen einen Schalldruck von 220 Dezibel und können zum Tod von Walen / Delfinen führen. Immer wieder kommt es zu Massenstrandungen (z.B. 60 Rauhzahndelfine im März 2005 an Floridas Küste) nachdem vorher dort militärische Sonar-Übungen durchgeführt wurden.

Starke Sonarwellen zerstören die sensiblen Gehörorgane der Meeressäuger. Aufgrund des hohen Schalldrucks erleiden sie Verletzungen, werden orientierungslos und stranden schließlich oder sterben auf hoher See. Bei Untersuchungen der Kadaver der gestrandeten Tiere fand man starke Blutungen im Gehirn und im empfindlichen Innenohr auf.

Gestrandeter Wal

Gestrandeter Wal

© Greenpeace Deutschland


Walfang

Einige Walarten sind bereits heute fast ausgestorben. Trotz weltweitem Walfangverbot geht die Jagd gnadenlos weiter.
Siehe unsere Walfang-Seite und Fotosammlung.

© IFAW 2004

Robben

1976 wurde Greenpeace bekannt durch den Einsatz gegen das Robbenschlachten.

Dieses Thema ist nun wieder aktuell:
Bis 2005 hat Kanada eine Million Robben zum Abschlachten freigegeben.
Hierbei werden Babyrobben oft bei lebendigem Leibe gehäutet.

Und damit nicht genug:
Ab März 2005 dürfen Touristen in Norwegen Robben töten!

Okt 2006: Die Bundesregierung verbietet den Import von Robbenfellen.

Siehe unsere Robben-Seite.

 


Plünderung der Meere

Immer modernere Fangflotten fischen in immer kürzerer Zeit immer größere Mengen von Fischen. Riesige Fischschwärme werden mit Echolot, Satelliten oder Hubschraubern aufgespürt, eingefangen, direkt an Bord verarbeitet und eingefrohren. Die Flotten dringen bis in Tiefen von 2000 Meter vor.

Moderne Fangschiffe nutzen das Satelliten System "SeaStar" das den Schiffen detaillierte Karten der Planktonverteilung auf den Bordcomputer sendet. (Die Fische sind da, wo das Plankton ist) Per Klick kann der Skipper die Wassertempertur in 50 oder 150 Meter Tiefe anzeigen lassen. Ein modernes Echolot kann einen einzelnen 60 Zentimeter Kabeljau in 1 Kilometer Tiefe lokalisieren. Aus Sonardaten kann der Bordcomputer ein 3D Relief des Meeresbodens errechnen und bestimmen, ob der Boden mit Steinen, Kies, Sand oder Schlick bedeckt ist. Ein modernes Fangnetz ist mit Sensoren ausgestattet, die verraten, ob es den Boden berührt, ob es ausreichend gespannt oder gerissen ist und ob es aureichend mit Beute gefüllt ist. Die größten Netze haben eine Öffnung von 300 Metern mal 150 Metern, so dass der Kölner Dom dort hereinpassen würde.

Seit 1970 hat sich die Kapazität der Fischereiflotte weltweit verdoppelt. Von den 3,5 Millionen weltweit eingesetzten Fischereischiffen sind nur etwa ein Prozent Industrieschiffe. Diese schöpfen jedoch 60% aller Bestände ab.

75% aller Fischbestände sind schon längst überfischt - besonders in Europa.

Jährlich fließen weltweit 15 Milliarden Dollar Subventionen in die Fischerei. Die EU subventionierte die Expansion der Flotte so dass diese heute eine Überkapazität von 40% hat.

Beispiel Anchovis (Sardellen):
Nach jahrelanger Überfischung sind die Bestände vor der Nordküste Spaniens zusammengebrochen. Während die Fischer in den 60er Jahren noch bis zu 80.000 Tonnen pro Jahr an Land brachten, sind es heute nur noch ein halbes Prozent davon. Die Warnungen von Experten wurden jahrelang ignoriert, eventuell ist es inzwischen zu spät, niemand kann sagen, ob die Bestände sich jemals erholen werden.

Weil in europäischen Gewässern die Meere schon leer sind, wildern europäische Fangflotten in anderen Teilen der Welt. Vor Entwicklungsländern fischen die Superschiffe der Reichen den Meeresreichtum der Armen ab. Traditionelle Fischer kehren mit leeren Netzen heim. Oft ist der Fisch für diese Menschen eine zentrale Eiweißquelle.

Im westlichen Pazifik fangen internationale Flotten rund 90% des Tunfischs im Wert von 1,9 Milliarden US-Dollar. Für die Fischereirechte zahlen sie dagegen nur ein Dreißigstel davon an die betroffenen Länder. Greenpeace kämpft dafür, den Ausverkauf der Speisekammern der Armen zu stoppen.

Verschlimmert wird das ganze noch durch Piratenfischer, die internationale Fischereiabkommen ignorieren. (s.u.)

Statt die wirklichen Ursachen anzugehen, hört man von Fischereiministerien aus verschiedensten Ländern, dass angeblich Wale, Delfine, Haie und Robben zu viel Fisch fressen würden und deshalb diese Tiere vermehrt abgschlachtet werden müßten, da sie den Fischern eine Konkurrenz darstellten. Das ist völliger Unsinn! Über Jahrtausende haben Wale nie die Fischbestände bedroht. Denn diese Tiere haben schon Fisch gefressen, bevor der erste Mensch je ein Fischernetz auswarf und es gab trotzdem einen unerschöpflichen Fischreichtum in den Ozeanen und Flüssen. (Abgesehen davon fressen gar nicht alle Walarten Fisch)

 

Welche Fische sollten Sie NICHT essen?

 Akzeptabel

Kritisch

Katastrophal

Bio-Bachforelle
Bio-Karpfen
Bio-Lachs
Bio-Regenbogen Forelle
Hering
Karpfen
Makrele
Seelachs

Goldbrasse
Kalmar
Miesmuschel
Nordseegarnele
Regenbogenforelle
Sardine
Wolfsbarsch

Alaska Seelachs
Bonito
Dornhai
Dorsch
Flussaal
Gambas
Heilbutt (weiß)
Heilbutt (schwarz)
Hoki
Kabeljau
Schellfisch
Scholle
Schwertfisch
Seehecht
Seezunge
Shrimps
Rotbarsch
Tunfisch
Tiefseegarnelen
Viktoriabarsch
Wittling

 

Den Greenpeace Fischführer gibt es auch bei Greenpeace Deutschland auf der Fischerei-Seite.

Todesurteil für den Kabeljau bzw Dorsch (kurz vor dem Aussterben

Der Kabeljau Bestand ist in den letzten 30 Jahren um 90% zurückgegangen.

"Es herrschen mittlerweile dramatische Zustände", sagt Gerd Hubold, der Direktor des Instituts für Seefischerei. "Der Kabeljau Bestand ist so klein, dass sich nicht mehr vorhersagen lässt, wie er sich entwickelt, oder ob er sich erholt." Bereits im vergangenen Jahr hatte das Gremium einen Kabeljau- Fangstopp empfohlen, Renate Künast (Grüne) konnte sich jedoch in der EU nicht durchsetzen. Lediglich Schweden unterstützte ihre Forderung.

Anfang 2005 untersuchte das Forschungsschiff "Walter Herwig III" die Kabeljaubestände in der Nordsee:
Der Kabeljau hat sich 2004 fast gar nicht vermehrt. Nur durch einen mehrjährigen Fangstopp könnten sich die Bestände wieder erholen.

2007 haben die EU Minister wieder einmal die Chance vertan, den Kabeljau zu retten. In der Nordsee schwimmen noch 30.000 Tonnen Kabeljau, von denen die Minister 20.000 zum Fang freigaben. In der Ostsee beträgt der Bestand 23.000 geschlechtsreife Tiere, zum Fang sind 27.000 Tonnen freigegeben, also auch Jungfische. Die Beschlüsse wurden durch zahlreiche Ausnahmeregelungen verwässert. Dafür waren vor allem Frankreich und Belgien verantwortlich.

In Kanada wurden vor 10 Jahren 30.000 Kabeljau Fischer arbeitslos. Die dortigen Kabeljau-Bestände brachen wegen Überfischung völlig zusammen. Sie haben sich bis heute nicht erholt.

Auch die Kabeljau Fischer in der EU fürchten um ihre Existenz.

Tunfisch "delfinfreundlich" gefangen?

Nahezu auf allen Tunfisch Dosen findet man ein Etikett "delfinfreundlich gefangen". Dies ist eine Irreführung der Verbraucher, denn eine Garantie dafür gibt keines dieser Etiketten. Kontrollen auf See finden nicht statt. Der größte Teil des Tunfisches in Dosen wird aus Südost-Asien importiert, wo er von kleineren Schiffen auf riesige Fabrikschiffe umgeladen wird. Ohne unabhängige Kontrolleure an Bord läßt sich die Herkunft nicht nachweisen. Ein vertrauenswürdiges Öko-Siegel für Fischprodukte gibt es derzeit nicht.

Ganz abgesehen von dem sinnlosen Töten der Delfine ist auch der Tunfisch selbst bereits in vielen Regionen überfischt. Im Mittelmeer kam es 2006 zu einer Quallenplage: in Spanien 10 Quallen pro Quadratmeter. Ursachen sind das Ansteigen der Temperaturen und die Dezimierung der Fressfeinde, zu denen auch die Tunfische gehören.

Vom Aussterben bedroht

Einige Arten der überwiegend zu Unrecht so gefürchteten Haie stehen schon vor der Ausrottung. Hinter den beliebten "Schillerlocken" verbirgt sich der Dornhai. Diese kleinere Haiart ist in einigen Gebieten schon sehr stark überfischt und muss unter Schutz gestellt werden.
2004 stellte die CITES nun endlich den Weißen Hai und die Süßwasser-Schildkröten unter Schutz.

Der blühende Handel mit Zähnen, Kiefern und Flossen des Weißen Hais ist zu einer Bedrohung der Art geworden. Ein Hai-Kiefer konnte auf dem Markt 10.000 Euro erzielen. Auch die asiatischen Süßwasser-Schildkröten wurden als Haustiere, Nahrungsmittel und für die Herstellung von Arzneimittel millionenfach gehandelt.

In Asien werden jedes Jahr 38 Millionen Haie getötet, nur um aus ihnen Haifischflossen-Suppe zu kochen! In China: Tendenz steigend. Quelle: Wissenschaftsmagazin Ecology Letters

Schwarzer Seehecht

In asiatischen Sushi Bars und europäischen Feinschmeckerlokalen blättern Gourmets schon mal 100 Euro das Kilo schwarzer Seehecht hin. So wird der vom Aussterben bedrohte Fisch besonders schnell ausgerottet, da nicht nur lizensierte Fangflotten sondern auch Piratenfischer mit einem Fischzug schnell Millionen Gewinne machen können.

Kaviar

Der schwarze Kaviar wird aus dem bis zu 6 Meter langen und fast 1000 Kilo schweren Stör gewonnen, der akut vom Aussterben bedroht ist.

Aquakulturen

Da die Meere immer leerer werden, fangen Aquakulturen an, sich zu rentieren. Ähnlich wie Kühe in Massentierhaltung werden Lachse oder Garnelen gezüchtet. Auch hier werden genmainpuliertes Futter und Antibiotika eingesetzt und Fische auf viel zu engem Raum gehalten. Besonders absurd ist, dass als Futter Fischmehl eingesetzt wird, denn Lachse sind Räuber, die sich nicht mit vegetarischer Kost abspeisen lassen.

Verschwendung pur: Ein schlachtreifer Lachs hat das Dreifache seines Gewichtes an wilden Artgenossen in Form von Fischmehl verschlungen. Das Verbrauchermagazin "Test" fand im Fleisch von Zuchtlachs hochgiftige PCB's und Dioxine sowie Flammschutzmittel. Letztere mengt man dem Fischmehl bei, damit sich die fettige Masse nicht von selbst entzündet. Es gäbe zwar Alternativen, aber die sind teurer.

Inzwischen stammt fast jeder angebotene Lachs (ca 1 Millionen Tonnen jährlich) aus Farmen. Nur noch einer von 100 Lachsen hat ein Leben in der Wildnis hinter sich. Pro Tonne Lachs werden 10 Kilogramm Antibiotika verbraucht. Ein großes Problem in Fischfarmen sind auch Parasiten.

Gentechnik Konzerne "entwickeln" genmanipulierte Fische, die durch ein neues Wachstumsgen 4 mal schneller wachsen als normal. Gelangen diese Tiere ins Meer, ist es höchstwahrscheinlich, dass sie die natürlichen Artgenossen verdrängen.

Ungelöst ist auch das Problem der Gewässerbelastung: So geben die 600 norwegischen Lachsfarmen ebensoviel Nitrat ins Meer ab wie 4 Millionen Einwohner! Und die Züchter verbrauchen 4 mal so viel Energie um ein Kilo Lachs zu gewinnen als ein konventioneller Fischer.

Besser fällt die Bilanz bei zertifiziertem Biolachs aus, der in Käfigen vor Irland und Schottland heranwächst, wo er 5 mal so viel Platz hat und nur Fischmehl aus nachhaltigen Quellen frisst.


 

2005: Greenpeace Aktion an illegalem Fangschiff im Rostocker Hafen

Greenpeace Aktion an illegalem Fangschiff im Rostocker Hafen

© Greenpeace Deutschland

 

Piratenfischer

Nach Greenpeace Schätzungen sind rund 1300 illegale Fangschiffe als Piraten auf den Weltmeeren unterwegs. 30 Millionen Tonnen illegal gefangener Fisch bringen den Piraten weltweit mehreren Milliarden Dollar ein. Die IUU Schiffe (Illegal, Unregistriert und Undokumentiert) fangen auf hoher See oder vor den Küsten von Ländern, die zu arm sind, das illegale Treiben zu unterbinden. Oder die Küstenwache ist selbst korrupt und die Piraten kommen mit einer Schmiergeld Zahlung davon.

Taiwanesische Piraten Schiffe sind so gut ausgerüstet, dass ein Schiff täglich 60 Tonnen Fisch aus dem Wasser holt. Mit turmhohen Radaranlagen können sie Patroulien weit hinter dem Horizont orten und abdrehen bevor sie selbst erspäht werden

Wie Chamäleons wechseln die Schiffe regemäßig Namen, Farben und Flaggen. Oder ein Schiff erwirbt eine Fanglizenz und unter dem selben Namen geht ein Dutzend baugleicher Schiffe auf Beutezug.

Schwimmende Fischfabriken, die von Versorgungsschiffen mit Proviant und Treibstoff versorgt werden, können über Monate fischen ohne auch nur einmal einen Hafen anzulaufen, in dem eine Kontrolle drohen könnte. Sie laden heimlich auf hoher See ihren Fang auf Kühlschiffe um, die die Ladung dann in Häfen entladen, in denen niemand nach der Herkunft fragt.

Die Besitzer der Schiffe verschleiern ihre Identität über ein weltweites Netz von Briefkastenfirmen und Strohmännern. Nach taiwanesischen Fischereikonzernen fahren an zweiter Stelle spanische Unternehmen unter Billigflagge, danach folgen mit weitem Abstand Singapur, Südkorea und Japan.

Als europäische Drehscheibe gilt der Hafen Las Palmas auf Gran Canaria. Dort feilschen Piratenfischer und Einkäufer großer Fischkonzerne um den Preis der Beute, die große Kühlschiffe anliefern. Wieviel illegal gefangener Fisch in Deutschland über die Theke geht mag niemand seriös einzuschätzen. Die Deuschen verspeisen 2 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr, von denen 80% importiert werden.

Bislang haben europäische Behörden keine gesetzliche Verpflichtung den illegalen Fang zu beschlagnahmen oder Piraten Schiffe festzuhalten, wenn diese einen europäischen Hafen anlaufen. Noch nicht einmal, wenn andere Staaten Beweise für den illegalen Fischfang auf den Tisch legen können.

Zwar hat die UN mit einem Aktionsplan den Kampf gegen die Piratenfischerei aufgenommen. Das Abkommen ist aber nur ein Papiertiger, da die Umsetzung freiwillig ist und nur 50 der 200 Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, Maßnahmen zu ergreifen.

Erfolg von Greenpeace Aktion

April 2006: Das Greenpeace Schiff "Esperanza" hatte in westafrikanischen Gewässern über 100 Schiffe überprüft, von denen mehr als die Hälfte in illegale Praktiken verwickelt sind. Die Esperanza dokumentierte, wie das Kühlschiff "Binar 4" auf hoher See 11.000 Kisten Fisch übernahm und verfolgte es über 1200 Seemeilen bis es in Gran Canaria anlegte. Dort haben Greenpeace Kletterer das Schiff bestiegen und 150 Stunden auf Masten und Kränen ausgeharrt, so dass es nicht entladen werden konnte. Dann erklärten die spanischen Behörden endlich, die rund 200 Tonnen Fisch zu beschlagnahmen. Ein großer Erfolg, denn in Las Palmas wird unter den Augen der Behörden täglich EU-Recht gebrochen!


 

Beifang: Leben ist für die Fischer Abfall!

Beifang

© Greenpeace Deutschland

 

Unselektive Fangmethoden

Noch schlimmer als Industrieschiffe sind die unselektiven Fangmethoden:
In Treibnetzen, Langleinen, Stellnetzen... sterben Wale, Haie, Delfine, Seevögel, Jungfische, Seesterne, Muscheln und Krebse, die als unerwünschter Beifang tot oder sterbend über Bord gekippt werden - jedes Jahr mehr als 30 Millionen Tonnen. Bei der Garnelen- und Krabbenfischerei liegt der Beifang sogar bei 80%.

Bei den 17 verschiedenen Fangtechniken, die in europäischen Gewässern eingesetzt werden, unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Methoden. Bei den aktiven Methoden zieht ein Schiff ein Netz hinter sich her, bei den passiven Methoden werden Fangeinrichtungen aufgestellt und nach Tagen werden die darin gestorbenen Tiere eingesammelt.

Die zerstörerische Bodenfischerei (Baumkurren, s.u.) hat zur Verschiebung des Artenspektrums in der Nordsee geführt. Aasfresser wie Seesterne und einige Möwen vermehren sich rasch. Sensible am Boden lebende Arten wie Islandmuschel, Haie und Rochen sind verschwunden.

Außerdem treiben inzwischen herrenlose Stellnetze mit einer Ausdehnung von insgesamt 7.000 Kilometern ohne menschliche Kontrolle als gigantische Todesfallen im Tiefenwasser herum. Forscher schätzen, dass dadurch im Nordatlantik 70% der Fänge nicht mehr an Bord geholt werden. Die toten Fische, Delphine, Haie und Wale verrotten einfach in diesen Netzen. Untersuchungen haben ergeben, dass die Netze, nachdem sie außer Kontrolle geraten sind, noch mindestens 2 - 3 Jahre weiterfischen. Download der Studie.

 

Ertrunkener Kormoran in Treibnetz

Ertrunkener Kormoran im Treibnetz

© Greenpeace Deutschland

Treibnetze

Zielarten: Schwertfisch, Tunfisch, Lachs.

Treibnetze bestehen aus feinen, durchsichtigen und sehr reißfesten Kunststofffasern. Sie sind an der Wasseroberfläche an Bojen befestigt und an der Unterkante mit Gewichten versehen. Sie sind preiswert und können von kleinen Schiffen ausgesetzt werden. Oft werden sie erst nach mehreren Tagen wieder eingeholt. In der Zwischenzeit treiben sie mit den Meeresströmungen umher. Auch Delfine, Haie, Schildkröten, Wale und Vögel verenden in den Treibnetzen. Unzählige verloren gegangene Netze schwimmen als kilometerlange Todesfallen im Meer herum.

Siehe unsere Fotosammlung.

Treibnetze wurden 1992 durch eine Resolution der UN verboten - ein Erfolg vieler Greenpeace Aktionen. Die EU setzte diese Maßnahme erst 2002 durch - außer in der Ostsee. Über einen Antrag, Treibnetzfischerei in der Ostsee zu verbieten, muss noch entschieden werden.

Derzeit (2005) setzen aber u.a. italienische Fischer trotz Verbotes bis zu 90 Kilometer lange Treibnetze ein.

Stellnetze

Stellnetze

Zielarten: Kabeljau, Grundfische, Plattfische (zum Beispiel Scholle)

Stellnetze werden mit Gewichten und Ankern fest im Boden verankert. An der oberen Netzkante sind sie mit Bojen versehen. Die Netze sind bis zu 15 Km lang.

Das Problem der Stellnetzfischerei ist der hohe Beifang an Meeressäugern, die sich in den Netzen verfangen und ertrinken. Allein in der dänischen Stellnetzfischerei in der Nordsee sterben jährlich mehr als 7000 Schweinswale. Der nicht einmal 2m lange Schweinswal ist der einzige Wal, der vor der deutschen Küste zu Hause ist. Der Schweinswal in der Ostsee ist bereits vom Aussterben bedroht.

 

Langleinen

Langleinen

Zielarten: Pelagische Haie, Tunfisch, Schwertfisch, Makrele, Heilbutt und Schwarzer Seehecht.

Die Langleine verläuft meist diagonal von der Meeresoberfläche bis zum Grund. Sie wird mit Bojen und verschiedenen Gewichten im Wasser gehalten. Langleinen sind bis zu 100 Kilometer lang und mit bis zu 30.000 Haken bestückt.

Siehe unsere Fotosammlung.

 

Seehecht an Langleine

Schwarzer Seehecht an Langleine

© Greenpeace Deutschland

Grundschleppnetz

GrundschleppnetzGrundschleppnetze besitzen 2 Flügel, am Ende des Netzsackes ist der eigentliche Fangsack mit engeren Maschen. Sie durchpflügen den Meeresboden und scheuchen so Fische in die Netze.

Bei diesen Netzen wird der Meeresgrund aufgewühlt. Ganze Ökosysteme, zum Beispiel Korallenriffe, werden zerstört.

 

Greenpeace legt am Brandenburger Tor auf einem
100 Meter langen Tisch 11.000 tote Meerestiere aus:
Rochen, Baby-Schollen, kleine Wittlinge, Seeigel, Muscheln
und Krebse, die die Fischer nicht verkaufen können.
Der Beifang von 2 Stunden Fischen eines einzigen
40 Meter langen Grundschleppnetz-Fischkutters.

Greenpeace Aktion Brandenburger Tor: Beifang von 2 Stunden Fischen auf 100m langen Tisch

© Greenpeace Deutschland

 

Im Dezember 2006 verhandelte die UN über ein Moratorium für die Grundschleppnetzfischerei. Im Vorfeld forderte Greenpeace dazu auf, Protestmails an die Abgeordneten zu schicken. Der Erfolg davon war, dass sogar starke Blockierer wie Spanien das Moratorium unterstützten. Dennoch brachten ein paar kleine Fischereistaaten angeführt von Island die Entscheidung zum Kippen. Heraus kam eine butterweiche Vereinbarung mit vielen Schlupflöchern.

Gespann-Fischerei

Bei der Gespann Fischerei werden riesige Netze zwischen 2 Schiffen gespannt und durch das Meer gezogen.

Im März 2005 protestiert Greenpeace im Ärmelkanal gegen die Wolfsbarschfischerei, bei der sich jährlich mehr als 2000 Delfine in den Netzen verfangen und ertrinken. Greenpeace hat in Großbritannien wegen des Delfinsterbens bereits einen Rechtsstreit gegen die englische Regierung angestrengt.

Baumkurren

Zielarten: "Krabben", Seezunge und Scholle.

Die Netzöffnung der Baumkurre wird von einer Querstange, dem Kurrbaum, offen gehalten und gleitet auf Kufen über den Meeresboden. Zwischen den Kufen hängen bis zu zehn Eisenketten, durch die am Boden lebendende Fische aufgescheucht und ins Fangnetz getrieben werden.

Baumkurren pflügen den Meeresboden um, Korallen werden abgebrochen, Bodenlebewesen werden erschlagen, andere Arten werden untergepflügt und ersticken. Sogar der harte Panzer von großen Taschenkrebsen wird durch die Ketten eingeschlagen. Weltweit werden alle 4 Sekunden 10 Fußballfelder Meeresboden abrasiert.

Auch bei dieser Methode ist der Beifang sehr hoch: Besonders zerstörerisch ist die Seezungenfischerei. Pro Kilo Seezunge werden zehn Kilo Beifang mitgefischt.

 

Greenpeace Aktion auf Baumkurrenkutter (Banner: Stop the damage)

Greenpeace Aktion auf Baumkurrenfischer

© Greenpeace Deutschland


Das Resultat: umgepflügter Meeresboden
vorher                             nachher

Umgepflügter Meeresboden

© Greenpeace Deutschland

 

Selektive Netze

Wissenschaftler haben in den letzten Jahren diverse Vorrichtungen für Netze entwickelt, die selektiveres Fischen möglich machen: Zu kleine Tiere oder solche der falschen Art können durch Fluchtfenster, Gitter oder Klappen entkommen. In einigen Fischereien sind solche Netze bereits Vorschrift, doch in Glasgow spielen selektive Fangtechniken keine Rolle.

Tiefsee

Die Lebewesen der Tiefsee sind weniger erforscht als der Mond. Doch bevor der Mensch sie kennenlernen kann, rottet er sie schon aus. Auf der Jagd nach Granatbarsch, Seebrasse und Tiefseedorsch wird mit riesigen Grundschleppnetzen der Meeresboden umgepflügt und der Lebensraum vernichtet. 90% der Tiere werden tot als Beifang über Bord geworfen.

60% der Tiefseefänge weltweit landen in den Netzen europäischer Fischtrawler. Die EU hat entschieden, das Meeresschutzgebiet um die Azoren ab sofort (2004) für die Fischerei zu öffnen.

Die Ausplünderung der Tiefsee ist besonders dramatisch, denn alle in der ewigen Dunkelheit lebenden Arten wachsen bei einem Druck von einer Tonne und 4 Grad Wassertemperatur in 2000 Meter Tiefe nur langsam und haben wenige Nachkommen. So wird der Granatbarsch erst mit 15 Jahren geschlechtsreif und wird 120 Jahre alt.


Greenpeace fordert

Die Krise in den Weltmeeren erfordert radikales Umdenken.

  • Großflächige Meeresschutzgebiete sind nötig, Zonen, in denen sich Fische ungestört fortpflanzen und die Bestände erholen können. Greenpeace hat für die Nord- und Ostsee einen konkreten Vorschlag erarbeitet.
  • Sofortverbote müssen durchgesetzt werden, da die Einrichtung von Schutzgebieten meist sehr langwierig ist.
  • Fangmethoden müssen so auf die erwünschte Fischart zugeschnitten sein, so dass Beifang vermieden wird.
  • Treibnetzverbot auch in der Ostsee.
  • Reduzierung der weltweiten industriellen Fischerei um 50%.
  • Striktes Fangverbot in ökologisch sensiblen Gebieten.

 

Greenpeace Vorschlag Schutzgebiete in der Nordsee
Sie sind so gewählt, dass die großen Laichgebiete von Seelachs,
Seezunge, Scholle, Wittling, Kabeljau und Schellfisch abgedeckt werden.

Greenpeace Vorschlag Schutzgebiete in der Nordsee

© Greenpeace Deutschland

 

Greenpeace Aktionen

Im August 2004 markierte das Greenpeace Flaggschiff "Esperanza" das 85.000 Quadratkilometer große Grenpeace-Schutzgebiet "Doggerbank" mit vier Tonnen schwere Bojen. Mitten darin liegt eine Sandbank, die vielen Fischarten als Laichgrund dient. Das Gebiet zählte einst zu den fischreichsten Gebieten in der Nordsee.

Der Mensch hat die Meere vor unserer Haustür schon zu lange massiv ausgebeutet und zerstört. Jeder Quadratmeter des Gebietes wird pro Jahr mit schweren Grundschleppnetzen bis zu 7 Mal durchpflügt. In der Nordsee landen pro Jahr 700.000 Tonnen Meerestiere als Beifang in den Netzen und werden anschließend tot oder sterbend über Bord geworfen.

Die Doggerbank ist heute weitestgehend leergefischt. Die Region gehört zu den Wirtschaftszonen von Deutschland, Großbritannien, Holland, Dänemark und Norwegen.

Die Regierungen der Nordsee­Anrainerstaaten haben es seit Jahren versäumt, echte Schutzgebiete einzurichten. Die Doggerbank ist eins von 17 Schutzgebieten in Nord- und Ostsee, für die Greenpeace das Verbot von Ölförderung und Fischerei fordert.

 

Greenpeace Schiff Esperanze markiert Schutzgebiet "Doggerbank"

Greenpeace Schiff Esperanze markiert Doggerbank

© Greenpeace Deutschland

 

Meeresschildkröten

In den letzten 10 Jahren sind an der Küste von Orissa in Indien mehr als 100.000 Meeresschildkröten verendet.

Hauptursache: industrielle Fischtrawler.

Der Oberste Gerichtshofe Indiens hat 2004 ein Gebiet im Golf von Bengalen als Schutzgebiet erklärt, in dem Fischfang verboten ist. Im Januar 2006 machte Greenpace das Gahirmatha-Schutzgebiet mit Bojen kenntlich, was eigentlich die Aufgabe der Regierung in Neu Dehli gewesen wäre, die dies aber ignortierte. Nun ist es den traditionell arbeitenden Fischer möglich, auch ohne moderne Technik wie GPS die Schildkröten in Ruhe zu lassen.

Greenpeace-Aktivisten kampierten Januar bis April 2006 am Strand, um den Nachwuchs der olivfarbenen Bastardschildkröte von der Eiablage bis zum Schlüpfen zu schützen.

Mehrjährige Haftstrafen für Schildkröten Schützer!

April 2006: Greepeace Aktivisten haben Kadaver und Skelette von 3 Schlidkröten vom Strand in Orissa nach Neu Delhi gebracht und sie dort vor dem Amtssitz des Chefministers ausgestellt um gegen dessen Untätigkeit beim Schutz der Meeresschildkröten zu protestieren. Daraufhin wurden die Aktivisten festgenommen und mit mehrjährigen Haftstrafen bedroht, weil der Transport der Kadaver und Skelette der bedrohten Tiere verboten sei!

 

Tote Meeresschildkröte

Tote Meeresschildkröte

© Greenpeace Deutschland

 

Aachen

Auch in Aachen waren wir zum Thema Nord- und Ostsee aktiv. So haben wir z.B. im Juli 2004 am Elisenbrunnen an einen Informationstag unter dem Motto "Findet Nemo" auf die Problematik aufmerksam gemacht und den Greenpeace Fischführer kostenlos verteilt.

EU Politiker wollen Meere nicht schützen

Die EU-Fischereiminister haben im Dez 2004 beschlossen, keine fangfreien Zonen in der Nordsee auszuweisen.
Zum Schutz der Ostsee wurde lediglich das Fangverbot in den Sommermonaten verlängert und kleine Schutzgebiete ausgewiesen. Die Höchstfangmenge wurde geringfügig herabgesetzt.

Diese Maßnahmen sind nutzlos. Großbritannien, Frankreich, Spanien und Portugal stellten sich gegen die ursprünglich von der EU-Kommission geplante Schutzzone.

UN-Konferenz über Biologische Vielfalt gescheitert

Brasilien, März 2006: Die UN-Konferenz (CBD) ist wie ein großer Dampfer ohne Kapitän inmitten eines Unwetters. Die 188 Mitgliedsstaaten wollen kein Geld zur Verfügung stellen um das Artensterben in Urwäldern und Meeren zu verringern. Es gibt keine Maßnahmen gegen illegalen Holzeinschlag oder Grundschleppnetzfischerei. Auch die Biopiraterie (Patentierung von Lebewesen) wird nicht gestoppt.

 

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