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Meeresverschmutzung

Die Menscheit begann vor einigen Jahrzehnten das Meer im industriellen Maße als Müllkipe zu mißbrauchen. So wurde Atommüll im Meer versenkt, Giftmüll auf hoher See verbrannt und Chemikalien verklappt.

Greenpeace hat mit vielen Aktionen die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht und so die heute geltenden Verbote erreicht.

Einen Höhepunkt erreichte 1995 die Greenpeace Aktion um die ausgediente Bohrinsel Brent-Spar, die Shell im Meer versenken wollte. Sie sollte die erste von 400 Bohrinseln sein, für die das Meer als Müllkippe dienen sollte. Heute müssen Bohrinseln an Land entsorgt werden.

Aber es kamen neue Bedrohungen hinzu:
So sind heute die Weltmeere in hohem Maße vergiftet mit TBT (Tributylzinn), einem Gift, das aus Schiffsanstrichen stammt. Diese Anstriche verhindern, dass sich an den Schiffen Muscheln ansetzen. Die Vergiftung ist bereits so weit fortgeschritten, dass sich TBT in allen Meerestieren nachweisen läßt : In Fisch, Muscheln, Meeresschnecken, Robben, Eisbären, Walen...

Die Wirkungen von TBT umfassen Störungen des Hormon- und Immunsystems über Fortpflanzungsstörungen bis hin zu Missbildungen und Krebs. Es wird als "Dauergift" im Fettgewebe gespeichert.

Greenpeace hat auf dieses Thema in den letzten Jahren vermehrt aufmerksam gemacht und am 5.10.2001 hat sich die Internationale Organisation für die Seeschifffahrt (IMO) auf ein weltweites Verbot von TBT in Schiffsfarben ab 2003 geeinigt.

Wale sind hoch mit Quecksilber vergiftet, das sich u.a. in ihrer Leber anreichert. (2 Milligramm/Gramm)
Bei einem Experiment der Universität Hokkaido erlitten Ratten nach nur einem Bissen von dieser Leber eine akute Nierenvergiftung!

Die "Wiederaufarbeitungs" Anlagen La Hague (Frankreich) und Sellafield (England) pumpen jährlich 230 Millionen Liter radioaktive Abwässer in die Nordsee.

Jährlich pumpen etwa 1000 Schiffe illegal ihr Altöl über Bord in die Ostsee (davon 500 Fälle in Schweden).

 

Verklappung von EisenKaliumHydratSulfat vor der Küste Australiens

Meeresverschmutzung Verklappung

© Greenpeace Deutschland

Die größte, dauerhafteste Bedrohung des Lebens in den Meeren besteht in der Vergiftung der Ozeane durch
Chemikalien: Durch Unfälle, geplante Verklappung von Abfall und vor allem durch Zufluß vom Land, über die
Flüsse, und durch die Luft.

 

gesunkener Öltanker BRAER vor Shetlandinseln

Meeresverschmutzung gesunkener Öltanker

© Greenpeace Deutschland

 

45% der Tanker, die heute auf den Weltmeeren fahren, sind über 20 Jahre alt. Aus Sparmaßnahmen werden die Tanker so lange fahren gelassen, bis sie aufgrund von Materialschwäche auseinanderbrechen!

Tankerunfälle führen immer wieder zu Umweltkatastrophen. Die Ursachen sind Manövrierfehler, Auflaufen auf Felsen oder Rammen von Eisbergen, Ausfall der Maschinen, oder betrunkene Kapitäne. Ein großer Tanker hat einen Bremsweg von 18 Kilometer!

Öltanker transportieren jährlich etwa 1,8 Milliarden Tonnen Rohöl über die Weltmeere. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Katastrophen mit Öl-Austritten zwischen 20.000 bis 280.000 Tonnen Öl. Viele Tankerunfälle haben gerade deshalb verheerende Folgen, weil die betroffenen Schiffe über nur EINE Außenhülle verfügen. Eine zweite Schiffswand kann bei einem Unfall oft das Austreten größerer Ölmengen verhindern.

Die International Maritime Organization (IMO) beschloss 2001 endlich, dass bis 2015 Einhüllentanker von den Meeren verschwunden sein sollen. Ab 2015 sind die EU-Gewässer für Einhüllentanker gesperrt.

Zwischen 1963 und 1996 sind 686 Tanker gesunken!

 

 Jahr 

 Tanker 

 Ort 

 Ölmenge (Tonnen) 

 1967 

 Torrey Canyon 

 Scilly Isles, Großbritannien 

 119.000 

 1971 

 Wafra 

 Nadelkap, Südafrika 

 65.000 

 1974 

 Metula 

 Magellan Seeweg, Chile 

 53.000 

 1975 

 Jakob Maersk 

 Porto, Portugal 

 80.000 

 1976 

 Urquiola 

 La Coruña, Spanien 

 108.000 

 1977 

 Hawaiian Patriot 

 300 Seemeilen (sm) vor Honolulu 

 99.000

 1978 

 Amoco Cadiz 

 Bretagne, Frankreich 

 227.000 

 1979 

 Atlantic Empress 

 Tobago, West Indien 

 280.000 

 1979 

 Independenta 

 Bosporus, Türkei 

 93.000 

 1983 

 Castillo de  Beliver 

 Saldanha Bay, Südafrika 

 257.000

 1983 

 Assimi 

 Muscat, Oman 

  53.000 

 1985 

 Nova 

 Iran 

  70.000 

 1988 

 Odyssey 

 700 sm östlich von Novia Scotia,  Kanada 

 132.000 

 1989 

 Khark 5 

 120 sm westlich von Marokko 

  80.000 

 1989 

 Exxon Valdez 

 Prince William Sound, Alaska 

  42.000 

 1991 

 ABT Summer 

 700 sm westlich von Angola 

 260.000 

 1991 

 Haven 

 Genua, Italien 

 140.000 

 1992 

 Aegean Sea 

 La Coruña, Spanien 

  72.000 

 1992 

 Katina P 

 Maputo, Mozambique 

  72.000 

 1993 

 Braer 

 Shetland Inseln, Großbritannien 

 85.000 

 1996 

 Sea Empress 

 Milford Haven, Großbritannien 

  70.000 

 1997 

 Nachodka 

 Japanisches Meer / Ostmeer, Japan 

  20.000 

 1999 

 Erika 

 Golf von Biskaya, Atlantik 

 17.000 

 2001 

 Jessica 

 San Cristobal, Galapagos Inseln 

 ca. 800 t Diesel/Heizöl 

 2002 

 Prestige 

 La Coruña, Spanien 

  70.000 

 

Ölverseuchter Meeresboden, keine Lebewesen vorhanden

Meeresverschmutzung ölverseuchter Meeresboden

© Greenpeace Deutschland

 

Im Umfeld von Ölplattformen wird das Meereswasser und der Boden über große Flächen verseucht, der Lebensraum zerstört. Bereits im Normalbetrieb sind Öl Plattformen eine ständige Quelle der Ölverseuchung.

2005: Der Hurrikan Katrina beschädigt mehrere Öl-Plattformen im Golf von Mexiko. Es sind 13 Millionen Liter Öl ausgelaufen. Satellitenbilder zeigen kilometerlange Ölteppiche über eine Fläche von mehr als 18.000 Quadratkilometern. Außerdem verschmutzen durch den Sturm beschädigte Raffinerien den Mississippi und New Orleans. Die Ölmengen, die dort das Meer vergiften, sind gigantisch: insgesamt sind 58 Förderplattformen schwer geschädigt, 22 sind durch die Wucht des Hurrikans nur noch Schrott.

 

Plattformen in der Nordsee

Plattformen in der Nordsee

© Greenpeace Deutschland

 

Ölplattformen dürfen nach der erfolgreichen Brent Spar-Kampagne von Greenpeace nicht im Nordost-Atlantik versenkt werden, aber ihr Betrieb ist noch immer eine große Belastung für das Meer. Von etwa 500 Plattformen fließen jährlich 14.000 Tonnen Öl in die Nordsee - das entspricht einem Tankerunfall pro Jahr.

2002 leiteten die Plattformen nach Angaben der zuständigen Ospar- Kommission täglich 1,3 Millionen Kubikmeter ölhaltiges Produktionswasser ein. Luftbilder zeigen riesige Ölteppiche, die von den Plattformen ausgehen. Bei 4 von 17 überprüften Plattformen im Brent-Feld vor Großbritannien hat Greenpeace erhebliche Öleinleitungen dokumentiert.

Nun will die Ölindustrie noch in neue, unberührte Gebiete vordringen. Inzwischen gerät die ökologisch wertvolle Inselregion der Lofoten vor Norwegen ins Visier. Bedroht sind Seeadler, Kormorane und Papageientaucher, die auf den Fischreichtum angewiesen sind.

Greenpeace fordert großflächige Schutzgebiete, in denen die Ölförderung untersagt ist.

 

Ölverseuchter Strand, Spanien Nov 2002 (nach Sinken der Prestige)

Meeresverschmutzung ölverseuchter Strand

© Greenpeace Deutschland

 

Eine PKW Haftpflicht Versicherung deckt Schäden bis 2,5 Mio Euro ab. Die Haftung der Reeder für einen Öltanker Unfall beschränkt sich auf 1,7 Mio Euro.

Neben Tanker Unfällen werden die Meere (und Strände) auch durch das Ausspülen der Schiffstanks verschmutzt. Die Schiffe fahren mit Rohöl, das nur 3 Cent pro Liter kostet, aber dafür eine so miserable Qualität hat, dass es nicht vollständig verbrannt wird. Die Reste werden ins Meer gespült.

Aktuell

Die Prestige, die vor Spanien gesunken ist, liegt 3600 Meter tief auf dem Meeresgrund. Es tritt ständig Öl aus, das an der Meeresoberfläche neue Ölteppiche bildet. 10.000 freiwillige Helfer und 7.000 Soldaten versuchen die Strände zu reinigen.

Der Tanker war hoffnungslos unterversichert: Die spanischen Steuerzahler werden tief in die Tasche greifen müssen! Greenpeace fordert, dass die Industrie im vollen Umfang für Unfallschäden zu haften hat. Zur Verantwortung gezogen werden müssen die Besitzer, Manager und Betreiber des Schiffes sowie die Schiffs-Charterfirmen und der Eigentümer der Ladung.

 

Shell Plattform Brent Spar, Nordsee, von Greenpeace besetzt

Meeresverschmutzung Brent Spar Bohrplattform von Greenpeace besetzt

© Greenpeace Deutschland

 

Die Greenpeace-Kampagne gegen die geplante Versenkung der Shell-Ölplattform "Brent-Spar" 1995 führte zu einem weitgehenden Verbot der Versenkung der Ölplattformen im Nordost-Atlantik und Nordsee. Dadurch müssen in den nächsten Jahren hunderte Ölplattformen an Land zerlegt werden und landen nicht als Sondermüll im Meer.

 

verölter Vogel

Meeresverschmutzung ölverseuchte Vögel am Strand

© Greenpeace Deutschland

Anfang 1999 liefen 11.000 Tonnen Schweröl aus der gesunkenen ERIKA aus und
verseuchten 500 km bretonische Küste,   300.000 Seevögel verendeten.

 

 

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