Lebensmittel
/ Pestizide / BioPestizide - vom Acker frisch auf den TischJedes
Jahr werden allein in Deutschland 35.000 Tonnen Pestizide verkauft. Deren
Reste tauchen immer wieder in unseren Lebensmitteln auf. Grenzwertüberschreitungen
sind an der Tagesordnung. Besonders schlecht sieht es bei Importware
aus. Die Kontrolleure kapitulieren vor der schieren Menge überwachungsbedürftiger
Produkte. Die spärlichen Stichproben enthüllen nur den Gipfel des
Problemberges.
Geiz
ist giftig!Greenpeace hat im März bis August 2003 über
100 Lebensmittel-Proben bei einem anerkannten Fachlabor untersuchen lassen.
Eingekauft wurde bei: - Lidl
- Aldi
- Tengelmann
(Plus)
- Spar
- Metro (Kaufhof, Real,
Extra)
- Rewe (Penny, Minimal, HL)
- Edeka
- Karstadt-Quelle
- Wal Mart
| |
| Ergebnis:Jede dritte Paprika
und jede vierte Weintraube überschreitet die Grenzwerte. So manche
Probe enthielt 8 verschiedene Gifte gleichzeitig. Im extremsten Fall
wurde ein Grenzwert um das 63-fache überschritten! Die
Insektizide Dimethoat, Ethofenprox und Buprofezin sind krebserregend.
Das Pilzbekämpfungsmittel Myclobutanil ist Embryo-schädigend.
Und Chlorpyriphos und Fenitrothion sind schon in kleinsten Mengen hormonell
wirksam und können die Fortpflanzung stören. Importierte
Lebensmittel sind häufig stärker belastet als in Deutschland produzierte.
Zur Zeit können auch Lebensmittel importiert werden, die Rückstände
von Pflanzenschutzmitteln enthalten, welche in Deutschland nicht zugelassen
sind. (sogar DDT!) Und es drohen noch
höhere Belastungen: Zur Zeit werden Grenzwerte für viele Pestizide
auf Wunsch des Handels angehoben. Seehofers Ministerium ignoriert VerbraucherschutzBei
jedem fünften Pestizid, das zum Spritzen von Obst, Gemüse und Getreide
zugelassen ist, hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz (BMELV) keinen Grenzwert festgelegt. Wegen der fehlenden
Grenzwerte können Lebensmittelkontrolleure nicht gegen den Verkauf von Waren
mit hohen Giftbelastungen vorgehen. Greenpeace wies nach, dass in 208 der insgesamt
1005 in Deutschland zugelassenen Spritzmittel 51 zum Teil hochgiftige Pestizidwirkstoffe
enthalten sind. So dürfen z.B. Beeren unbegrenzt mit dem Krebs
erregenden Thiacloprid von Bayer gespritzt werden. Eine von Greenpeace-Anwälten
im August 2006 erbetene Stellungnahme zu dieser Problematik hat das Ministerium
bis heute nicht beantwortet. Das Ministerium hat der Chemie-Industrie mit
dieser Genehmigungspraxis zu beträchtlichen Gewinnen verholfen. Seehofer
muss erklären, warum sein Ministerium die Interessen der Industrie
vor den Schutz der Verbraucher stellt. Dezember 2006: Die Merkel
Regierung will Pestizid-Grenzwerte heraufsetzen, statt Maßnahmen gegen Grenzwertüberschreitungen
zu ergreifen. Alternativ: Kaufen Sie im Bioladen (Liste
von Bioläden in Aachen) Juli 2004:Ein Jahr
später führte Greenpeace eine weitere Untersuchung von Paprika
durch: Ergebnis: Die Pestizidbelastung hat auf fast das
Doppelte zugenommen! Auch bei Trauben haben sich die Ergebnisse verschlechtert:
2003 übertrafen 25% der Trauben die Grenzwerte, in 2004 sind es 35%. Sept
2005:Grenpeace untersucht wieder u.a. Weintrauben mit erschreckend
hohen Pestizidwerten. Die Bundesbehörde bestätigt die Greenpeace Untersuchungen:
Sie geht davon aus, dass der Verzehr der fraglichen Ware eine "akute
Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit" darstellen kann. Nov
2005Greenpeace verleiht Lidl und Real den
Pestizid Preis, da diese am schlechtesten bei den Greenpeace
Untersuchungen abschnitten. In 37 Fällen erstattete Greenpeace Anzeige
wegen Überschreitungen der gesetzlichen Höchstmengen. Auf die Veröffentlichung
von Greenpeace hin sind bei Lidl die Umsätze eingebrochen. Daraufhin
versuchte Lidl mit einer bundesweiten ganzseitigen Zeitungsanzeige, das
angeschlagene Image aufzupolieren. Dort hieß es, Obst und Gemüse würden
in über 4500 Gutachten jährlich kontrolliert. Das Labor, das Lidl hier
zitiert, erstattete auf diese falsche Behauptung hin Anzeige. Die Kanzlei
fordert von Lidl einen Widerruf in gleicher Größe und Aufmachung
wie die ursprüngliche Anzeige. Februar 2006 - Umdenken bei Lidl:Lidl
kündigt an, zukünftig nur noch zertifiziertes Obst und Gemüse zu
verkaufen und sein Bio Sortiment auszubauen. Außerdem sollen auch FairTrade
Produkte ins Programm aufgenommen werden. August 2006: Lidl will
seine Obst- und Gemüselieferanten zu einer drastischen Verringerung der Pestizidmengen
zwingen. Januar 2007:Greenpeace findet in 576 Obst-
und Gemüseproben von Edeka, Rewe, Kaufhof, Aldi und Karstadt extreme Belastungen
mit akut giftigen Pestiziden. Für Kinder besteht schon beim einmaligem
Verzehr die Gefahr von Gesundheitsschäden. An erster Stelle liegen
Weintrauben und Salat aus Spanien, Italien und der Türkei.
Greenpeace erstattet Strafanzeige gegen die verantwortlichen Vorstände
wegen wiederholter Vermarktung gesundheitsgefährdender Lebensmittel.
Denn Sie wissen nicht, was sie essen...Eine Reihe von Lebensmitteln aus
dem Supermarkt fallen bei Rückstandsprüfungen seit Jahren unangenehm
auf: PaprikaGemüsepaprika
- vor allem spanische und türkische - sind ebenfalls extrem belastet:
durchschnittlich war jede Probe mit sieben Pestiziden belastet. Zwei Überschreitungen
des gesetzlichen Grenzwertes für Pyridaben waren zu verzeichnen. Gefährlich
sind v.a. die Belastungen mit den Insektiziden Chlorpyrifos und Endosulfan.
Im Jahr davor fanden Öko-Test und Behörden in bis
zu über 90% aller Proben Grenzwertüberschreitungen, meist für
das Insektizid Metamidophos. Laut umfassender Marktstudien der EU sind regelmäßig
20% aller konventionell erzeugter Paprika aus Südeuropa unzulässig
kontaminiert, damit ist es das höchstbelastete Gemüse. Alternative
: Paprika aus Holland ist dagegen deutlich geringer belastet und
Biopaprika gar nicht. ErdbeerenJedes
Frühjahr sind auf - meist billigen - Importerdbeeren zahlreiche Reste
von Pflanzenschutzmitteln zu finden. In mehr als 10% aller Fälle werden die
Grenzwerte überschritten. Im März 2003 landeten bei einer Greenpeace-Untersuchung
die Fraise du Maroc" des REWE-Unternehmens Minimal auf Platz
eins der giftigen Früchtchen: Bifethrin überschritt mit einer Konzentration
von 0,35 mg/kg den Grenzwert um das 7-fache, dazu gesellte sich noch das
Fungizid Procymidon. Insgesamt fand Greenpeace 13 verschiedene Wirkstoffe,
sechs davon sind in Deutschland verboten. Im März
2005 hebt das deutsche Verbraucherministerium auf Antrag von Spanien (dem Hauptimporteur
für Früherdbeeren) die Grenzwerte auf das 20-fache an! Jetzt
gibt es weniger Grenzwert Überschreitungen trotz höherer Gift Werte! Alternative:
Erdbeeren aus Deutschland und Bio-Ware schneiden bei den Tests deutlich
besser ab. TafeltraubenIn
23 von 26 Traubenproben befinden sich Reste von Pestiziden, in rund der Hälfte
lassen sich vier oder mehr Spritzmittel nachweisen. Sehr schlecht schnitten
türkische Sultanas-Trauben ab, auf denen bis zu sieben Pestizide
nachgewiesen wurden, die teils über den Grenzwerten lagen. Im Juni wurden
sogar Früchte mit einem Abbauprodukt des verbotenen DDT
gefunden! Alternative: Da in Deutschland vorrangig Kelter- und kaum Tafeltrauben
produziert werden, ist die einzige Alternative, auf Bio-Ware umzusteigen. TomatenSpanische
Tomaten fielen in den vergangenen Monaten durch Rückstände des Fungizids
Nuarimol 8-fach über dem Grenzwert auf. Auch alle anderen Tomatenproben
enthielten Pestizidrückstände. Salat Salate,
z.B. Kopf- oder Eichblattsalat, bringen häufig Insektizide und Fungizide
mit in die Küche. Gerade letztere werden meist von der Pflanze aufgenommen
und können daher nicht abgewaschen werden. HonigOft
vergessen bei der Frage nach Pestizidrückständen wird der Honig. Natürlich
werden Wiesen nicht gespritzt, doch in Regionen, in denen Obstbäume
mit dem Antibiotikum Streptomycin gegen die bakteriellen Erreger des Feuerbrands"
gespritzt werden, finden sich immer wieder mehr als die zulässigen 2
mg/kg. GewürzeReste besonders giftiger und bei
uns verbotener Pestizide wie Lindan oder DDT wurden
mehrfach nachgewiesen. Das Baseler Kantonslabor fand im März 2003 in einem
Drittel der getesteten Frischkräuter Grenzwertüberschreitungen, im schlimmsten
Fall um das 160-fache. ÄpfelDie
hochgezüchteten Apfelsorten aus dem Supermarkt sind wenig resistent gegen
Krankheiten und Schädlinge und brauchen deshalb mehr Spritzmittel
gegen Krankheiten wie Apfelschorf oder -mehltau, Spinnmilben oder Apfelwickler.
Knapp ein Drittel der Äpfel fällt mit "mangelhaft" oder
"ungenügend" durch. In 21 Apfelsorten wurden 17 verschiedene Pestizide
gefunden, von denen 12 in Deutschland nicht zugelassen sind. Nur in 4 von 25 der
getesteten Äpfel steckten gar keine Pestizide. Alte und robuste
Sorten wie Berlepsch, Boskop oder Finkenwerder Herbstprinz trotzen den natürlichen
Schädlingen auch ohne Spritzgifte wesentlich besser und werden deshalb von
Bio-Bauern bevorzugt. Natürliche Schädlingsbekämpfung durch
Nützlinge wie Vögel sollte immer Vorrang haben. Johannis-
und StachelbeereGrenpeace Tests im Juli 2005 ergaben einen
Giftcocktail von bis zu 7 verschiedenen Pestiziden über dem Grenzwert in
Beeren aus Deutschland, sogar nicht zugelassene Gifte! Und und und...Auch
in einigen Proben von Mango, Kiwi und Zucchini wurden Pestizide gefunden. Ein
Pestizid kommt selten alleinIm Jahr 2001 enthielten 18%
von 45.000 EU-Proben Rückstände von mehr als einem Pestizid. Gemische
wirken in der Regel toxischer als Einzelstoffe. Auch die krebserzeugender Eigenschaften
der Einzelsubstanzen können dadurch verstärkt werden.
Im Lebensmittelrecht gibt es bisher aber keinen Summengrenzwert für Pestizidrückstände.
Die Gesamtmenge an Pestiziden je Produkt kann also theoretisch beliebig hoch sein,
sofern die einzelnen Wirkstoffe ihren Grenzwert nicht überschreiten. Mangelhafte
KontrollenNach geltendem Recht dürfen Lebensmittel
nicht verkauft werden, die Pestizid-Grenzwerte überschreiten oder Rückstände
nicht zugelassener Wirkstoffen enthalten. (§ 14 Absatz 1 LMBG) Die Bundesländer
scheitern aber bei den Lebensmittelkontrollen. Es werden
maximal 1% aller Obst und Gemüse kontrolliert. (jährlich nur
5.000 Lebensmittelproben) In der EU sind über 800 Wirkstoffe zugelassen.
Die deutschen Behörden prüfen nur auf 90 Wirkstoffe. Die Greenpeace
Studie "Pestizide außer Kontrolle" untersuchte 2003 die
deutsche Lebensmittelüberwachung: Baden-Württemberg: befriedigend
Berlin, Brandenburg, NRW, Sachsen-Anhalt: ausreichend
Bremen und das Saarland: ungenügend Alle restlichen
Bundesländer: mangelhaft Der Standard
der Lebensmittelüberwachung in Deutschland liegt deutlich unter dem EU-Durchschnitt.
Die Untersuchungen sind zu langsam und dauern in der Regel Wochen bis Monate.
In Schweden benötigt das Procedere von Untersuchung bis "aus dem Verkehr
ziehen" nur 4 Tage! Ergebnisse der Kontrolluntersuchungen
werden zudem großenteils nicht veröffentlicht. Im Gegensatz
zu England hat der deutsche Verbraucher keine Chance, schwarze Schafe unter
den Händlern zu vermeiden. Dringend nötig ist daher ein Verbraucherinformationsgesetz,
das Greenpeace mehrfach gefordert hat, das aber bisher am Widerstand der CDU/CSU
gescheitert ist. Greenpeace deckt kriminelles Gifthändlernetz aufNov
2006: Während sechsmonatiger Recherchen von Greenpeace verkauften 11 Händler
an die Greenpeace-Ermittler insgesamt ca. 100 Kilogramm illegaler Pestizide
wie Bifenthrin, Malathion und Diethion, die entweder in Deutschland nie zugelassen
waren oder seit vielen Jahren verboten sind. 4 der 11 Händler gehören
zum Raiffeisen-Verband. Eine Filiale im Elsass verkaufte sogar zehn Liter
des hoch gefährlichen Gifts E605 - gegen Barzahlung und ohne Rechnung.
Greenpeace erstattete Anzeige wegen Verstoßes gegen das Pflanzenschutzgesetz
und des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Die Kunden der illegalen Gifthändler
sind skrupellose Bauern, die die illegalen Pestizide auf Obst oder Gemüse
verspritzen. Rückstände solcher Mittel werden immer wieder in deutschen
Lebensmitteln nachgewiesen. Greenpeace wandte sich an das Landwirtschaftsministerium
von Baden-Württemberg, um gemeinsam mit den Kontrollbehörden einen Händler
auf frischer Tat zu fassen, der die illegale Ware sogar per Türzustellung
ausliefert. Das Ministerium lehnte jedoch ab und weigerte sich, Ermittlungsbehörden
vor Ort zu benennen. Einen ausführlichen Bericht gab es bei Frontal
21 im ZDF. Es geht auch anders: BabynahrungDass
bessere Kontrollen und konsequentes Handeln möglich sind, zeigen die
überdurchschnittlich guten Testergebnisse bei Babynahrung, für
die der niedrige Grenzwert von 0,01 mg/kg nur selten erreicht wird. Bio
Produkte schneiden sehr gut abDas Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt
Baden-Württemberg stellt im Juni 2005 Untersuchungsergbnisse vor: Bei
konventionellen Produkten liegt die Belastung mit Pestiziden im Mittel 60 Mal
höher als bei Bio-Produkten. Die von Greenpeace untersuchten Bio
Produkte waren (bis auf einen Fall) frei von Rückständen. Eine
Untersuchung der Universität Washington ergab, dass im Urin von Kindern
mit 75% biologischer Ernährung nur ein Sechstel der Pestizidrückstände
nachzuweisen war, wie bei Kindern mit 75% herkömmlicher Ernährung. Dies
ist bei Kindern besonders von Bedeutung, da sie im Vergleich zu ihrem Körpergewicht
mehr Nahrung umsetzen als Erwachsene. Eine Auwertung von 170
internationalen Studien zum Thema biologische Ernährung ergab:
(hier nur eine ultra-kurze Zusammenfassung) - Die Pestizidbelastung der
Muttermilch sinkt mit dem prozentuellen Anstieg an biologisch erzeugten
Lebensmitteln in der Nahrung der Frau.
- Biologisch ernährte Männer
weisen eine um 30% höhere Spermien-Konzentration auf.
- Im Blut
findet sich eine signifikante Erhöhung "Natürlicher Killerzellen",
die zur Abwehr von Viren beitragen.
- weniger Totgeburten im Tierexperiment
bei biologischer Ernährung
Bio Nahrungsmittel haben
- deutlich mehr Vitamine.
- mehr Mineralstoffe
- weniger
Schwermetalle
- weniger Nitrat
- mehr essenziellen Aminosäuren
- deutlich
geringere Pestizid- und Antibiotika Rückstände
- kaum Lebensmittel-Zusatzstoffe
- werden
nicht bestrahlt
- keine Gentechnik
- sie schmecken
besser
- geringere Aflatoxin-Belastung (Pilzgift) bei Bio-Milch
- Eier
biologisch gefütterter Hühner sind schwerer und die ernährungsphysiologische
Qualität ist höher.
Das sechseckige EU Biolabel legt europaweit einheitliche Standards
fest, die aber nicht so streng sind wie die Vorschriften bei demeter und Bioland.
Weitere Gründe, warum Sie BIO kaufen sollten:- Biobauernverbände
garantieren artgerechte Tierhaltung.
- Bioanbau bewahrt Südamerikas
Urwälder vor der Zerstörung, denn Biobauern dürfen keine
importierten Futtermittel verwenden, für deren Anbau der Regenwald abgebrannt
wird. (z.B. Soja aus Brasilien oder Argentinien)
- Bioanbau schont das Klima,
denn der Transport von Futtermitteln aus Übersee und die energieaufwändige
Herstellung von Düngern und Pestiziden fällt weg.
- Bioanbau schützt
die Gewässer und das Grundwasser, denn von Biohöfen fließen
keine Nitrate und Phosphate aus Düngemitteln in den Boden.
- Bioanbau
versperrt der Gentechnik den Weg nach Europa.
- Bioanbau schafft
Arbeitsplätze, denn es fällt doppelt so viel Arbeit an.
- Bioanbau
verbessert den Hochwasserschutz, denn in ökologisch bewirtschafteten
Böden leben 7 mal mehr Regenwürmer, wodurch das Wasser doppelt so schnell
versickert.
Studie über TierfütterungEine
Greenpeace Studie beweist, dass sich die Fütterung der Kühe auf die
Qualität der Milch auswirkt. Mit steigendem Anteil an Mais und Kraftfutter
sind immer weniger gesunde Omega 3 Fettsäuren in der Milch enthalten.
Diese beugen Herzinfarkten und Krebserkrankungen vor und helfen auch bei Rheuma
und Schuppenflechte. Einige Bio-Bauernhöfe haben dennoch
inzwischen wieder auf konventionelle Landwirtschaft umgestellt, da die
Konkurrenz von (meist importierten) billig Bio-Produkten aus den Supermärkten
steigt. Liste von Bioläden in und um AachenWir
haben eine Liste zusammengestellt, wo sie in Aachen biologisch einkaufen können.
Diese finden Sie auf unserer Einkaufsführer
Seite. Greenpeace Umfrage in der Aachener Mensa2006
hat Greenpeace eine Umfrage zum Angebot in den Aachener Mensen gemacht. Hierbei
wurde gefragt, ob Interesse besteht an ökologischen Produkten und an Säften
und Milchprodukten ohne Einsatz von Genpflanzen. 447 Personen haben
an der Umfrage teilgenommen (davon 36% online) - 77% wünschen,
dass täglich in jeder Mensa ein ökologisches Tellergericht angeboten
wird.
Davon würden 41% einen Aufpreis von 20 Cent und 41% einen Aufpreis
von 40 Cent zahlen. - 67% möchten die Möglichkeit haben,
Säfte und Milchprodukte zu kaufen, die ohne den Einsatz von Genpflanzen
- auch im Tierfutter - produziert worden sind.
Diese
Ergebnisse wurden dem Studentenwerk präsentiert und dort positiv aufgenommen.
Weitere Diskussionen werden vermutlich in Kürze stattfinden, nachdem anstehende
Umstrukturierungen abgeschlossen sind. Frosta - positives Engagement wird
bestraft!Das Unternehmen Frosta hat seine Tiefkühlkost
umgestellt: Butter und Eier kommen nur noch ohne Farbstoffe in die Gerichte,
Fische stammen aus nachhaltiger Fischerei, der Käse ist tatsächlich
Käse. Sämtliche Aroma- und Zusatzstoffe wurden verbannt. Alle
Inhaltsstoffe sind auf der Verpackung angegeben. Obwohl den
deutschen Verbrauchern laut Umfragen gesunde, saubere Lebensmittel über alles
gehen: In den ersten neun Monaten des Jahres 2003 hat das Unternehmen 6,6 Millionen
Euro Verlust gemacht, nachdem es 2002 noch 1,7 Millionen Gewinn erwirtschaftet
hatte. 30 bis 60 Cent zusätzlich pro Packung sind dem deutschen Verbraucher
offenbar zu viel. GentechnikGreenpeace machte 2003
eine Umfrage bei 450 Firmen in Deutschland. Fast alle bekannten Lebensmittelhersteller
haben gegenüber Greenpeace versichert, auch nach Einführung der neuen
Kennzeichnungsverordnung im April 2004 nur Lebensmittel ohne Gentechnik
anzubieten bzw. im Tierfutter zu verfüttern. Weiteres siehe unsere Gentechnik
Seite Bei einem Landwirt in Hessen, der gentechnisch
veränderten Mais an seine Kühe verfüttert hatte, sind 12 Kühe
gestorben. Die Firma Syngenta, die den Mais in Verkehr gebracht hatte, schiebt
jetzt dem Landwirt den schwarzen Peter zu. Krebskranke Kinder durch GiftcocktailIn
den USA ist die Zahl der krebskranken Kinder von 1975 bis 2000 um ein
Drittel gestiegen. 9000 Kinder unter 15 Jahren leidern an Leukämie, Hirntumoren,
Nieren- oder Knochenkrebs. Die amerikanische Gesellschaft für Krebsvorbeugung
macht dafür den Cocktail aus Schadstoffen in Luft und Wasser, Shampoos,
Haushaltsreinigern und vor allem Pestizide in der Nahrung verantwortlich. In Deutschland
gibt es jedes Jahr 1850 Krebsfälle bei Kindern, die Zahlen sind aber seit
1980 nicht gestiegen! Dauergifte in Fischen, Muscheln, Pommes und im Blut
von ProminentenAuch die Bewohner der Meere sind stark mit
Industriechemikalien belastet. Im Fleisch von Fischen, Muscheln, Robbeln,
Walen finden sich hohe Konzentrationen von PCBs (Polychlorierten Biphenylen)
Diese stehen im Verdacht, bei Kindern zu Lernschwierigkeiten und Verhaltensstörungen
zu führen und das Nervensystem sowie die Schilddrüse zu schädigen.
Außerdem wirken sie wie Hormone. Das gefährliche
an den sogenannten Dauergiften ist, dass sie einmal aufgenommen
sich im Körper ablagern und für immer dort bleiben. Sie reichern
sich in der Nahrungskette an: im Fisch findet man sie in höherer Konzentration
als im Krill des Meeres. In Robben, die Fisch fressen, findet man wesentlich höhere
Konzentrationen und noch höhere in Eisbären, die sich von Robben ernähren.
Die höchsten Konzentrationen in der Muttermilch und im Blut von Menschen
findet man bei den Inuit, die Eisbär- und Walfleisch essen. Der Mensch steht
sehr weit oben in der Nahrungskette und ist damit der schleichenden Vergiftung
sehr stark ausgesetzt. Weitere Details zu Dauergiften u.a siehe unsere
Chemie Seite.
Greenpeace
fordert:Gesunde Lebensmittel aus naturnaher Landwirtschaft. Dabei gilt
vor allem: - Essen ohne Pestizidrückstände:
- Gültige Grenzwerte müssen verbindlich eingehalten und überwacht
werden.
- Lebensmittel, die Pestizide enthalten, die z.B. krebserregend,
erbgutschädigend oder hormonell wirksam sind, dürfen nicht
verkauft werden.
- Vermeiden von Mehrfachbelastungen durch Einhaltung
eines Summengrenzwertes.
- mittelfristig Einhaltung des Pestizid-Vorsorgewerts
von 0,01 mg/kg in allen Lebensmittel.
- Keine Gentechnik
in Lebensmitteln.
- Keine Gentechnik im Tierfutter.
- Der Handel muss die
Standards erhöhen und die Herkunft der Waren transparent gestalten.
- Ein Verbraucherinformationsgesetz, das es den Behörden ermöglichen,
die schwarzen Schafe beim Namen zu nennen.
Greenpeace Putenkampagne
"Du darfst"Ende 2001 hat Greenpeace schwerwiegende
Missstände in der Putenmast aufgedeckt. In den Ställen des Mästers
Heidemark (Zulieferer der Unilever-Marke "Du darfst")
werden auf engstem Raum viel zu viele Tiere unter erbärmlichen Bedingungen
gehalten. Die massive Verabreichung von Antibiotika ist Standard. Die Tetracycline
ließen sich in den Knochen der Puten nachweisen. Der massenhafte Einsatz
von Antibiotika in den Ställen gefährdet auch den Menschen, denn so
können sich schneller resistente Krankheitserreger bilden. Puten
KZ HeidemarkVier bis sechs Puten pro Quadratmeter, 5.000
bis 20.000 Tiere in einem "Stall". Die Enge und der Lärm machen
die Tiere aggressiv, sie behacken sich gegenseitig. Die Puten werden über
20 kg gemästet, ihre Beine brechen unter dem eigenen Gewicht zusammen.
Obwohl
Unilever nicht nur die Vorwürfe abstritt, sondern auch versuchte,
Greenpeace der Falschaussage zu bezichtigen und eine Strafanzeige stellte,
ließ sich Greenpeace nicht einschüchtern und informierte weiter die
Verbraucher z.B. direkt in Supermärkten in vielen Städten in Deutschland. Erfolg
der Kampagne:Vier Monate später gab Heidemark dem Druck
nach: Zunächst sollten für mindestens 50.000 Tiere die Haltungsbedingungen
wesentlich verbessert werden: Die Puten sollen mehr als doppelt soviel Platz erhalten.
Außerdem sollen keine Antibiotika und keine genmanipulierte Soja
mehr ins Futter gemischt werden. Dennoch sind Bio-Puten vorzuziehen,
da hier strengere Vorschriften bei der Fütterung gelten und die Tiere auch
ins Freie dürfen. Greenpeace AktionenIm August 2003 hängten
Greenpeace Aktivisten am Berliner Nobelkaufhaus KaDeWe ein 6 x 11 Meter
großes Banner auf.
Greenpeace hatte zuvor in den Proben des KaDeWe extrem hohe Pestizidwerte
gefunden. Außerdem verkauft das KaDeWe auch Produkte,
die Gentechnik enthalten: Die Firma Kattus mit seinen Marken
Fuego, Bamboo Garden und Lacroix konnte Greenpeace nicht versichern, dass sie
keine gentechnischen Zutaten verwenden. Der Fleischhersteller Herta weigert
sich zu versichern, dass die Tiere, deren Fleisch er verarbeitet, Gentechnik-freies
Futter erhalten. Die Aktion war sehr erfolgreich: Die
von Greenpeace beanstandeten Frischprodukte wurden unverzüglich aus den Regalen
genommen und es wurde zugesagt, die Kontrollen zu verstärken. Wie diese Kontrollen
aussehen werden, wird Greenpeace noch mitgeteilt. Zu den Firmen Herta und Kattus
will das KaDeWe Kontakt aufnehmen, um die Verwendung genmanipulierter Zutaten
in Lebensmitteln bzw. im Tierfutter in Erfahrung zu bringen. Greenpeace
verklagt Bundesamt für VerbraucherschutzAm 2.9.2003
hat Greenpeace das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
(BVL) vor dem Verwaltungsgericht in Köln verklagt. Das BVL weigert sich seit
April 2002 die Namen der von ihm zugelassenen Pestizide zu nennen, in denen das
Spritzmittel Nonylphenol (NP) oder Nonylphenolethoxylate (NPE) enthalten
ist. Das BVL in Braunschweig weigert sich seitdem, das Dauergift zu verbieten.
NPEs werden in der Landwirtschaft direkt auf Obst, Gemüse und Getreidepflanzen
gespritzt. Es kann das Immunsystem schädigen, das Hormonsystem
stören, sich in der Muttermilch anreichern und ist schwer abbaubar.
Besonders gefährdet sind Schwangere, Babys und Kleinkinder. Jährlich
produziert die chemische Industrie weltweit 700.000 Tonnen Nonylphenol,
in Deutschland 500 Tonnen. Nonylphenolethoxylate können heute schon ersetzt
werden. Nonylphenol ist kein Einzelfall. Greenpeace fordert
eine Zulassungspflicht für gefährliche Chemikalien. Die EU-Kommission
sieht dies auch vor. Bundeskanzler Schröder allerdings torpediert
die Reformziele der EU- Kommission immer wieder und vertritt in Brüssel die
Interessen der Chemielobby. Greenpeace Aktion vor "Extra" (Metro)Mit
einem schwarzen Vorhang haben 20 Greenpeace Aktivisten am 12.9.2003 den
Eingang zum "Future Store" der Extra-Kette in Rheinberg (NRW) verdunkelt. Die
Umweltschützer hielten mit verbundenen Augen ein Banner mit der Aufschrift:
"Augen auf! Extra lässt Verbraucher im Dunkeln."
Der Mutterkonzern Metro weigerte sich 2003 mehrere Monate, eine Garantie
dafür zu geben, dass die für "Extra", "Kaufhof" und "Real"
produzierten Lebensmittel keine Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen
enthalten. Greenpeace hat zudem bei Recherchen immer wieder hohe Pestizidkonzentrationen
in Obst und Gemüse entdeckt. Richtigstellung der Behauptungen von
Metro:Auf die Greenpeace Vorwürfe erdreistete sich Metro, Greenpeace
die "Verbrauchertäuschung" vorzuwerfen! Metro
behauptete 2003, heute seien bereits 70% der Lebensmittel mit Gentechnik verunreinigt
und deshalb sei eine Garantie für Gentechnikfreiheit nicht möglich.
Dabei berief sich Metro auf Zahlen aus dem Bundesministerium für Verbraucherschutz
(BMVEL). Richtig ist: Das BMVEL hat nie eigene Schätzungen
veröffentlicht. Die Zahlen von bis zu 70% sind maßlos übertrieben.
So haben große Markenhersteller, wie Unilever, Kraft und Coca-Cola,
wie rund 170 weitere Lebensmittelfirmen Greenpeace schriftlich versichert, keine
Zutaten aus Gen-Pflanzen zu verwenden. Metro behauptete 2003
ferner, die Verbraucher 'wahrheitsgemäß' zu informieren. Richtig
ist:Metro wollte eine Informationskampagne pro Gentechnik
starten, die von der Genfood Industrie bezahlt werden sollte. Metro wollte sich
mit Plakaten und Handzetteln in den Filialen aktiv als Türöffner
für Genfood einsetzen. 2003 wurde Greenpeace ein internes
Papier zugespielt über ein Treffen zwischen Metro und den Gentechnik-Konzernen
Monsanto und Bayer. Greenpeace hatte bereits
für 2004 mehrere Aktionen gegen den Metro Konzern geplant, als kurz vor Weihnachten
2003 ein überraschendes Fax bei Greenpeace eintraf: "Wir
stellen fest, dass wir sämtlichen rechtlichen Anforderungen in Sachen Gentechnik
in Lebensmitteln in vollem Umfang Rechnung tragen und dass wir auch die von
Ihrer Organisation definierten Standards für eine Aufnahme in die "Grüne
Liste" erfüllen. Nicht nur für Greenpeace, sondern auch für
die METRO Group hat das Verbraucherinteresse oberste Priorität." Greenpeace
verklagt BundesländerSeit Juni 2005 verweigern die
Länder gegenüber Greenpeace Angaben über die staatliche Lebensmittelüberwachung.
Greenpeace wollte wissen: 1.) bei welchen Lebensmitteln
die zulässigen Höchstmengen an Pestiziden überschritten
wurden, 2.) in welchen Fällen die Behörden rechtlich gegen
die Verkäufer vorgegangen sind, 3.) wie es um die Leistungsfähigkeit
der staatlichen Untersuchungslabors bestellt ist. Es
ist davon auszugehen, dass die Verweigerung von Informationen die Defizite bei
der Lebensmittelüberwachung vertuschen soll. Im Dez 2005 hat Greenpeace beim
Verwaltungsgericht Mainz Klage gegen das Land Rheinland-Pfalz erhoben.
Daraufhin fordert auch die SPD, die Geheimniskrämerei um Lebensmittelüberwachung
zu stoppen. Greenpeace Aktion in AachenAm 4.10.2003 führte
die Greenpeace Gruppe Aachen das Märchen "Schneewittchen und die 7 Zwerge"
vor dem Kaufhof auf und informierte die Passanten über die Pestizid-Belastung
der Waren.
| | "Schöne Ware feil!" Die böse
Alte hat Schneewittchen mit einem Pestizid-vergifteten Apfel (von Kaufhof)
vergiftet. | | | |  | |
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Greenpeace Deutschland | |
Weitere detaillierte Informationengibt es beim Greenpeace
Einkaufsnetz. Dort
können Sie den Greenpeace Ratgeber "Essen ohne Pestizide"
herunterladen. Außerdem gibt es dort den Ratgeber "Essen ohne Gentechnik",
den Greenpeace bereits 2,1 Millionen mal verteilt hat. 
Pestizid Aktions NetzwerkDas PAN
Germany bietet Hintergründe für eine Reduktion des Pestizideinsatzes
in Deutschland. Dort kann eine Broschüre mit detaillierten Infos heruntergeladen
werden. Erfolg der KampagneIm Dez 2004 beschließt das EU
Parlament die neue Regelung von Pestizidhöchstmengen: - Es wird einen
Summengrenzwert für Pestizide mit ähnlicher Wirkung (additiv
/ synergistisch) geben.
- Unternehmen, die nicht gesetzeskonforme
Ware verkaufen, können von den Mitgliedsstaaten öffentlich benannt werden.
-
Die besondere Empfindlichkeit von Kindern und ungeborenem Leben
muss bei der Höchstmengen-Festlegung berücksichtigt werden.
-
Bisher kaum oder gar nicht berücksichtigte toxische Wirkungen wie Immuntoxizität
und endokrine Wirkungen müssen einbezogen werden
Die
Umsetzung wird jedoch noch mehrere Jahre dauern. Greenpeace wird hier weiterhin
ein wachsames Auge haben müssen, da es im verabschiedeten Gesetzestext auch
Lücken für wichtige Regelungen gibt. Ein weiterer Erfolg unserer
Kampagne ist, dass Lidl 2006 ankündigt, nur noch zertifiziertes Obst
und Gemüse zu verkaufen. Rückfragen bitte an Jorinde
Witte |