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Wälder Fotosammlung

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Wälder Fotosammlung

Amazonas Indianer

Die große Artenvielfalt des Regenwaldes findet ihr Abbild auch in der kulturellen Verschiedenheit seiner Menschen. In ihren Riten, Sprachen, Körperbemalungen und Schmuck unterscheiden sich die einst ca. 300 Indianerstämme des Amazonasgebietes sehr stark.

Aber alle diese Indianer leben mit ihrer Umwelt in Harmonie. Sie haben sich dem Urwald hundertprozentig angepasst, sich seinen Gesetzen unterworfen. Sie leben vom und mit dem Wald und haben mehr Kenntnisse über die Pflanzen und Tiere als alle Wissenschaftler zusammen, weil sie selbst ein Teil davon sind. Der Wald ist für sie Nahrungsquelle, Diesseits und Jenseits, Vater und Mutter.

Auch für die Menschen des Urwaldes gilt der Existenzkampf des Überlebens. Die Nahrungsbeschaffung ist alles andere als einfach, sie ist eine Mischung aus Jagen und Sammeln, Fischen und Ackerbau. Mit Blasrohren können sie Vögel und Affen in 30 Meter Höhe schießen. Um Früchte zu pflücken, müssen die Männer oft 50 Meter hoch klettern. Trotz Überfülle an Leben im tropischen Regenwald zwingt Nahrungsknappheit die Menschen aber zu halbnomadischer Lebensweise: Ist ein Areal abgejagt und abgesammelt, verlassen sie ihren Siedlungsplatz und ziehen weiter.

Auch die Bevölkerungsdichte müssen die Indianer genau dem Nahrungsangebot anpassen: durch empfängnis-verhütende Mittel und Abtreibungen. Auch können Kriege mit anderen Sippen bei Nahrungsknappheit entstehen. Das Leben im Urwald ist keinesfalls paradisisch: es herrscht ständig Angst vor Überfall, Mord, Raub und Verschleppung. In Notzeiten können sogar Stämme zu verfeindeten Sippen auseinanderfallen, dann werden auch die eigenen Alten und Kranken umgebracht um das Überleben zu sichern.

Eins konnte dennoch nicht passieren: Die Art als Ganzes oder der Lebensraum als Ganzes war niemals gefährdet.

 

Waipi Indianer auf der Roca

Urwald Fotos Roca der Waipi Indianer

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Meist reichen die Einträge von Jagd und Sammeln zum Überleben nicht aus. Der Boden des Urwaldes ist aber unfruchtbar. Im Laufe der Evolution hat der Regenwald dem Grund, auf dem er steht, alle Nährstoffe entzogen und sie in sein System einverleibt (siehe Fotosammlung, Oxisol Boden)

Deshalb leben die meisten Indianer als Halbnomaden und betreiben Wanderfeldbau:
Kleine Flächen werden gerodet, und später wird das getrocknete Material in Brand gesetzt. Die Asche düngt den Boden. Dann werden Mais, Bohnen und Süßkartoffeln gepflanzt. Nach deren Ernte werden mehrjährige Knollen- und Fruchtgewächse wie Bananen, Maniok, Yams und Papaya gepflanzt. Viel Zeit muss aufgewendet werden, um diese Pflanzungen von "Unkräutern" frei zu halten.

Nach etwa 3 Jahren ist die Fruchtbarkeit des Bodens erschöpft, die Ernteerträge gehen rapide zurück. Jetzt darf der Wald die Fläche zurückerobern. Die Indianer steuern das aber noch, indem sie einige Früchte-tragende Bäume pflanzen. Nach einigen Jahren kehren sie dann hierhin zurück um sie zu ernten. An verschiedenen Stellen im Urwald - weit auseinander - haben sie solche Flächen.

Wenn sie dann z.B. von einem feindlichen Stamm überfallen werden, können sie an einen Ort ausweichen, der für das Überleben bereits vorbereitet ist.

 

Deni Kind

Urwald Fotos Deni Kind

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

2002 hat Greenpeace den Deni Indianern dabei geholfen, die Grenze ihres 1,5 Millionen Hektar großen Stammesgebietes zu markieren.

Nur dadurch können sie sich gegen illegale Holzfirmen wehren, denn auf Indianergebiet ist die kommerzielle Holznutzung verboten.

Siehe auch unsere Seite über Die tropischen Urwälder

 

Demonstration der Kayapo gegen Staudammbau am Xingu Fluss

Urwald Fotos Xingu Demonstration gegen Staudamm

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Immer wieder werden Staudämme gebaut die Tausende Quadratkilometer Urwald unter Wasser setzen.
Auf die hier lebenden Indianer wird keine Rücksicht genommen. Sie müssen ihre Heimat verlassen.

 

Festlich bemalter Kayapo Junge

Urwald Fotos Festlich bemalter Kayapo Junge

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Arawete Frau beim Spinnen

Urwald Fotos Arawete Frau beim Spinnen

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Matis Indianer beim Fischen

Urwald Fotos Matis Indianer beim Fischen

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Körperbemalung bei den Kayapo

Urwald Fotos Körperbemalung bei den Kayapo

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Kayapo Indianer beim Tanz

Urwald Fotos Kayapo Indianer beim Tanz

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Matis Indianer

Urwald Fotos Matis Indianer

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Kautschuk Zapfer

Urwald Fotos Kautschuk Zapfer

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Kautschuk und Paranüsse sind die am meisten direkt aus dem Urwald exportierten Produkte.

1839 entdeckte ein amerikanischer Chemiker die Vulkanisation von Gummi. Im beginnenden Industriezeitalter wuchs Manaus in Brasilien zur Kautschuk-Metropole heran, die die ganze Welt mit Kautschuk belieferte. Der Kautschukbaum wuchs nur in Brasilien. Der Export dieses Gewächses war unter Todesstrafe verboten. Den Engländern war dieses Kautschuk Monopol ein Dorn im Auge. Sie entsandten eine als botanische Expedition getarnte Delegation, die neben anderen Pflanzen auch 70.000 Kautschuk Samen sammelte. Nur 3000 dieser nur kurze Zeit keimfähigen Samen überlebten die Seereise auf dem extra für diesen Zweck gebauten Schnelldampfer "Amazonas". Sie wurden in den englischen Kolonien in Burma und Malaya gepflanzt. 6 Jahre später war das brasilianische Monopol gebrochen.

 

Gepresster Kautschuk

Urwald Fotos Gepresster Kautschuk

© Gesellschaft für ökologische Forschung

 

 

Der Saft des Kautschuk Baumes wird gekocht zu einem Klumpen um ihn besser transportieren zu können.

 

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Seit Mai 2007 inhaltlich nicht geändert