WaldsterbenDas
Waldsterben, seit den 80er Jahren offiziell als Tatsache anerkannt, wird kaum
noch thematisiert. Das hat mehrere Gründe: - Der größte
Anteil an der "Gesundung"des Waldes ist den Statistiken zu verdanken: Kranke
Bäume werden gefällt und tauchen dann im nächsten Waldschadensbericht
nicht mehr auf.
- Aufgrund dieser Manipulation der Statistik wird seit ca
10 Jahren nicht mehr nach den Ursachen des Baumsterbens geforscht,
da das Problem offiziell nicht mehr besteht.
- Waldböden werden oft
gekalkt, um die durch Niederschläge eingebrachten Säuren (z.B.von
NOx -Belastung aus dem Kraftfahrzeugverkehr) zu neutralisieren. Langfristig führt
dies natürlich zu einer Veränderung der gesamten Bodenchemie.
Dez
2006: Seehofer will den jährlichen Waldschadensbericht abschaffen. Die Verlängerung
des 1-jährigen auf einen 4-jährigen Berichtszeitraum darf nicht erfolgen,
weil statistisch abgesicherte Daten so nicht mehr vorlägen. Gerade die Waldschadensberichte
und die breite Diskussion in der Öffentlichkeit haben damals bewirkt, dass
die Bundespolitik massive Reduktionen von Schwefeldioxid durchsetzte. Heute
werden unsere Wälder nicht mehr durch zu hohe Schwefeleinträge,
sondern durch zu hohe Stickstoffeinträge, durch zunehmende Trockenheit
und Hitzestress massiv belastet. Hinzu kommen die Folgen eines rasanten
Klimawandels (Dürre, Starkregen, Sturm). Der Wald ist als wichtigster
Bioindikator auf der gesamten Landesfläche hervorragend geeignet, die Gesamtstressbelastungen
aufzuzeigen. Dies wird durch die jährlichen Waldzustandsberichte gut dokumentiert. Aachen:Am
Parkplatz am Karlshöher Hochweg (z.B.von der Lütticher Straße
aus zu erreichen mit dem Fahrrad) finden Sie Lehrtafeln zum Thema Waldsterben
und Kennzeichnung von kranken Bäumen. Waldzustandsbericht
2002: Ein Viertel der untersuchten Baumkronen waren 2001 geschädigt. Die
seit langem erhöhten Stickstoffeinträge haben außerdem zum Rückgang
der Artenvielfalt beigetragen. Auf 58% der untersuchten Flächen ist die
Vielfalt der Pflanzenarten gefährdet. Auf 45% der Flächen ist mit
einer Destabilisierung der Waldbäume zu rechnen. Auf 30% der Flächen
ist die Funktionsfähigkeit der Baumwurzeln durch Säureeintrag beeinträchtigt. Waldzustandsbericht
2004:- Der Anteil der gesunden Bäume ist auf 28%
zurückgegangen. Damit ist der tiefste Stand seit Beginn der Auswertung
im Jahre 1984 erreicht.
- 41% der Bäume haben leichte Schäden.
- 31
% ist schwer krank.
Betroffen sind vor allem Laubbäume
wie Buche und Eiche und die Forste in Süddeutschland und Berlin. Der
heiße und trockene Sommer 2003 (Trockenstress und erhöhte Ozonwerte)
hat zusammen mit der bestehenden Bodenversauerung und den vorhandenen Luftschadstoffen
den Prozess beschleunigt. Die Besserung des Waldzustandes in den letzten Jahren
durch Einführung des Katalysators wird nun durch die Zunahme des Autoverkehrs
zunichte gemacht. Auch Einsatz von Stickstoff in der Landwirtschaft
und der weltweit steigende Kohlendioxid Ausstoß (Treibhauseffekt)
schädigen den Wald.
Kranke
Bäume werden gefällt und schon sieht alles wieder gesund aus: | | | |
NaturkatastrophenVor 8000 Jahren war Europa von Spanien bis
Norwegen durchgängig bewaldet. Durch die großflächige Rodung
ging mit den Wäldern auch die Fähigkeit verloren, Regenwasser zu speichern.
Überschwemmungen
und Bergrutsche sind die Folge:
Rückfragen bitte an Karl
Wehrens
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