22.12.2011: Energiewende als faule Ausrede
Die großen Energieversorger E.ON, RWE und Vattenfall kündigen einen massiven Stellenabbau an. Tausende Menschen sind vom Jobverlust bedroht. Aber ist wirklich die Energiewende schuld, wie über die Medien verbreitet wird? Energieexperte Andree Böhling erklärt im Interview, wo die Probleme der Konzerne liegen.
16.12.2011: Probleme ohne Ende in der Atomruine von Fukushima
In der Atomruine Fukushima Daiichi soll der cold shutdown gelungen sein, die kontrollierte Abschaltung. Doch der Begriff trügt: Die Situation ist nicht unter Kontrolle. Eine Untersuchungskommission fordert, dem Betreiber TEPCO die Aufsicht über die Ruine zu entziehen.
Einsprüche gegen neues AKW in Holland möglich
Im niederländischen Borssele soll ein neues Atomkraftwerk gebaut werden. Um den genauen Standort festzulegen, wird im Vorfeld eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt, im Rahmen dieser Prüfung kann jeder Bürger und jede Bürgerin in Nordrhein-Westfalen bis zum 12. Januar 2012 gegen die Reakorpläne Stellung nehmen. Atomkraftgegner rufen dazu auf, Mustereinwendungen zu senden.
15.12.2011: Vom Suchen vor der Suche: McAllisters Kompromiss für Gorleben
Vor der Atommüll-Endlagersuche steht die Suche nach dem Verfahren für die Endlagersuche. Diese droht an der Frage zu scheitern, ob auch der umstrittene Salzstock Gorleben noch im Rennen ist. Auf der Suche nach einem Kompromiss ist Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister eine Idee gekommen.
05.12.2011: Nichts einfacher als das: Besuch auf dem AKW-Dach
Nogent-sur-Seine, rund 95 Kilometer südöstlich von Paris. Benachbart zur kleinen Gemeinde: das AKW Nogent. Greenpeace-Aktivisten haben in der Morgendämmerung einen der zwei Reaktoren erklettert und auf dem Dach ein Banner entrollt: "Sichere Atomkraft gibt es nicht."
05.12.2011: Durban: Greenpeace-Aktivisten steigen mächtigen Konzernen aufs Dach
Während in Durban darüber debattiert wird, wie das Weltklima gerettet werden kann, tagt in Brüssel der Automobilverband ACEA. Greenpeace-Aktivisten haben dieses Treffen zum Anlass genommen, VW noch einmal an seine Verantwortung in Sachen Klimaschutz zu erinnern.
02.12.2011: ACEA: Klimaschutz jetzt!
Während in Durban darüber debattiert wird, wie das Weltklima gerettet werden kann, tagt in Brüssel der Automobilverband ACEA. Greenpeace-Aktivisten haben dieses Treffen zum Anlass genommen, VW noch einmal an seine Verantwortung in Sachen Klimaschutz zu erinnern.
23.11.2011: Dem Castor auf den Fersen
Er ist unterwegs. Über Twitter, über Facebook, über unsere Website und später auch mit einem aktuellen Online-Paper halten wir Sie auf dem Laufenden. Wie im vergangenen Jahr ist unsere Homepage für ein paar Tage nur auf den Castor eingestellt - und sieht entsprechend anders aus.
20.11.2011: Strahlung am Zwischenlager Gorleben - eine Chronologie
In Frankreich werden gerade die Castoren für den Transport von Valognes Richtung Gorleben verladen. In Deutschland sind die Ungereimtheiten um die Strahlenwerte am Zwischenlager nach wie vor ungeklärt.
18.11.2011: Klimakapriolen: Sonderbericht zu Extremwetter
Stürme, Hitzewellen und sintflutartige Regenfälle werden an Heftigkeit und Häufigkeit zunehmen. Ursache dieser extremen Wetterlagen ist der Klimawandel. Dies ist das Ergebnis eines Sonderberichtes zu Extremwetter. (Managing the Risks of Extreme Events and Disasters to Advance Climate Change Adaptation - SREX) des UNO-Klimarats IPCC.
12.11.2011: Aachen: Protest gegen geplanten Castortransport aus La Hague nach Gorleben
Er ist unterwegs. Über Twitter, über Facebook, über unsere Website und später auch mit einem aktuellen Online-Paper halten wir Sie auf dem Laufenden. Wie im vergangenen Jahr ist unsere Homepage für ein paar Tage nur auf den Castor eingestellt - und sieht entsprechend anders aus.
11.11.2011: Klimazeuginnen: Von weither nach Jänschwalde
Trinkwassermangel in Südafrika, Dürre in Nigeria und Meeresspiegelanstieg in Papua-Neuguinea - am Freitag bekommt der Klimawandel mehr als ein Gesicht: Drei Klimazeuginnen protestieren vor dem Kohlekraftwerk Jänschwalde. Sie fordern vom Betreiber Vattenfall, die Planung neuer Braunkohletagebaue zu stoppen, statt dem Klimawandel weiter einzuheizen.
10.11.2011: Stromkonzern EDF wegen Spionage verurteilt
Im Verfahren gegen den französischen Stromkonzern EDF (Electricité de France) ist heute das Urteil verkündet worden. Das Gericht sprach EDF schuldig, Greenpeace ausspioniert zu haben. Das Unternehmen muss 1,5 Millionen Euro Strafe zahlen und 500.000 Euro Schadenersatz an Greenpeace leisten.
09.11.2011: Weltenergieausblick 2011 erschienen
Die Internationale Energie Agentur (World Energy Agency, IEA) hat ihre Prognose zu Energie und Klima veröffentlicht. Die Rolle der Atomkraft zur globalen Energiegewinnung bewertet sie weiterhin hoch, zurückhaltend ist hingegen ihre Erwartungshaltung an die Entwicklung Erneuerbarer Energien.
07.11.2011: Südafrika: Keine Zukunft mit Kohle
Südafrika bereitet sich derzeit darauf vor, Gastgeber für die UN-Klimaverhandlungen zu sein. Gleichzeitig investiert die südafrikanische Regierung in einen der größten Klimakiller weltweit: das Kohlekraftwerk Kusile. Gegen diesen Irrsinn haben am Montagmorgen Greenpeace-Aktivisten protestiert.
04.11.2011: Leuchtende X gegen strahlenden Atommüll
Das gelbe X ist das Symbol der Castorgegner. Es steht für den Ausstieg aus Gorleben. Am Samstag werden Greenpeace-Aktivisten in 46 Städten einen leuchtenden Protest starten und das X bei Einbruch der Dämmerung auf verschiedenste Weise in Szene setzen. Außerdem informieren sie darüber, wie auch Sie Ende November an der Großdemonstration im Wendland teilnehmen können.
04.11.2011: Kohlendioxidausstoß so hoch wie nie zuvor
Der weltweite Kohlendioxidausstoß hat im Jahr 2010 ein Rekordniveau erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des US-amerikanischen Energieministeriums. Die Werte übertreffen selbst die düstersten Prognosen des Weltklimarats 2007.
02.11.2011: Neue Probleme in Fukushima
In Reaktor 2 des japanischen AKW Fukushima Daichii gibt es Anzeichen von erneuter Kernspaltung. Das gab die Betreiberfirma der Atomruine, Tepco heute in Tokio bekannt. Die Firma leitet Borsäure in den Reaktor, um eine mögliche Kettenreaktion unter Kontrolle zu bringen.
01.11.2011: Gorleben: Greenpeace erstattet Anzeige gegen Umweltminister Sander
Der Castor soll rollen. Die Ankunft in Gorleben ist für den 27. November geplant. Dies obwohl Greenpeace nachgewiesen hat, dass die Strahlung am Zwischenlager auch ohne weitere Einlagerung am Limit ist. Greenpeace hat bei der Staatsanwaltschaft Lüneburg Strafanzeige gegen den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander gestellt.
25.10.2011: No Go Gorleben: Greenpeace entlarvt Rechenfehler
Wer sich in der Schule verrechnet, bekommt Punktabzug. Sonst passiert wenig. Wenn sich das Niedersächsische Umweltministerium (NMU) verrechnet, hat das bedeutendere Auswirkungen. Am Mittwoch weist Greenpeace mit einer aktuellen Analyse nach, dass dem NMU erhebliche Fehler bei der Berechnung der Strahlenmessungen am Atommüll-Zwischenlager Gorleben unterlaufen sind. Fatal: Diese Berechnungen bilden die Grundlage für die Entscheidung, ob der Castor rollt oder nicht.
19.10.2011: Studie: Zwischenlager in Philippsburg sicherer als Gorleben
Ab Freitag wissen Verbraucher mehr. Dann erfahren sie, welche Mehrkosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf sie zukommen. Vielleicht mehr als nötig: Die Regierung hat neue Schlupflöcher für die Industrie geschaffen.
12.10.2011: EEG-Umlage könnte steigen - und mit ihr der Strompreis
Ab Freitag wissen Verbraucher mehr. Dann erfahren sie, welche Mehrkosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien auf sie zukommen. Vielleicht mehr als nötig: Die Regierung hat neue Schlupflöcher für die Industrie geschaffen.
10.10.2011: Importverbot für Atomstrom ist rechtlich möglich
Auf dem Weg zum Importverbot für Atomstrom geht es in Österreich voran. Zwei Rechtsgutachten bestätigen, dass ein Verbot nach internationalem Recht möglich ist. Gut zu wissen für die Nachbarländer, auch für Deutschland.
07.10.2011: Greenpeace will Akten zu Strahlenmessungen in Gorleben einsehen
"Der Verdacht besteht, dass die Strahlenwerte schön gerechnet wurden, um weiterhin unbeirrt an dem diesjährigen Castortransport festzuhalten", sagt Greenpeace-Atomexperte Tobias Riedl. Deswegen fordert Greenpeace die Offenlegung aller Strahlenmessungen am Castor-Zwischenlager in Gorleben und des damit verbundenen Schriftverkehrs der zuständigen Behörden.
30.09.2011: Windgas soll Ökostromverlust aufhalten
Weil die Leitungen in Deutschland nicht genügend ausgebaut sind, passt ein zunehmender Teil von Ökostrom nicht mehr ins Stromnetz. Wie Greenpeace Energy heute bekannt gab, gingen nach neuesten Zahlen der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr rund 127 Gigawattstunden Strom verloren. Die Lösung dafür: Windgas.
29.09.2011: VW von Umweltzielen weit entfernt
Fiat, Toyota und PSA - das sind die Autohersteller, die die sauberste Autoflotte aufweisen können. Das zeigt eine neue Analyse von Transport & Environment (T&E). Der größte deutsche Autobauer Volkswagen hingegen muss sich mit Platz neun zufrieden geben - und ist damit noch weit von seinen eigenen Umweltzielen entfernt.
26.09.2011: Sichtbares Strahlenproblem in Gorleben
Thermographieaufnahmen von der Castorhalle in Gorleben verdeutlichen, wie groß das Strahlenproblem im Zwischenlager ist. Greenpeace-Aktivisten haben in der Nacht zum Samstag mit einer Wärmebildkamera die Castorhalle fotografiert. Das Ergebnis: Deutlich zu erkennen ist die durch den hochradioaktiven Atommüll aufgeheizte Luft im Inneren der Zwischenlagerhalle, die aus den Lüftungsschlitzen des Lagers ungefiltert austritt.
23.09.2011: Bundesrat stimmt CCS-Gesetz nicht zu
Der Bundesrat hat heute das Gesetz zur Abscheidung und unterirdischen Lagerung von CO2 gekippt. Der Protest der letzten Wochen gegen das CCS-Gesetz hat sich gelohnt und eine Gefahr für Umwelt und Menschen wurde - fürs erste - abgewendet.
16.09.2011: Kommt Bewegung in die Endlagerfrage?
Wohin mit dem Atommüll - diese Frage treibt die Bundesrepublik seit Jahrzehnten um. Jetzt liegen neue Vorschläge für die Endlagersuche auf dem Tisch. Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer nimmt Stellung zur aktuellen Entwicklung.
15.09.2011: Stadtwerke investieren in Energiewende
Nach dem Beschluss der Bundesregierung über die Energiewende und den vorzeitigen Atomausstieg wollen die Stadtwerke in Deutschland ihre Investitionen in eine zukunftsweisende Energieversorgung verstärken. Die kommunalen Unternehmen wollen 6,7 Milliarden Euro in neue, vorwiegend umweltfreundliche Kraftwerke wie Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung mit Gas lenken.
13.09.2011: Atompanik in Frankreich: Erster Zwischenfall nach Fukushima
Paris (dpa) - Panik kam auf und ebbte dann wieder ab: Frankreich erlebte einen größeren Unfall in einer Atomanlage. Ein Mensch starb, aber die Umwelt blieb verschont. Das Thema Atom ist seit Fukushima auch in Frankreich heikel.
13.09.2011: Mit der CO2-Zeitbombe vor dem Landtag
Greenpeace-Aktivisten protestieren heute vor dem niedersächsischen Landtag. Der Grund: Die angekündigte Zustimmung von Niedersachens Ministerpräsident David McAllister zum CCS-Gesetz im Bundesrat. Mit dem Modell einer zwei Meter hohen CO2-Bombe fordern die Aktivisten McAllister auf, gegen das CCS-Gesetz zu votieren.
12.09.2011: Explosion in französischer Atomanlage
Die Nachricht verbreitete sich rasant: In der Atomanlage Marcoule in Südfrankreich ist es heute zu einer Explosion gekommen. Ein Mensch ist laut französischer Atomaufsicht (ASN) ums Leben gekommen, vier weitere seien verletzt. Radioaktivität soll nicht ausgetreten sein, doch auch dieser Vorfall zeigt, wie wenig die Atomkraft beherrschbar ist.
10.09.2011: Protest gegen den dreckigsten Golf
Zahlreiche Volkswagen-Händler in 40 deutschen Städten haben heute Besuch von Greenpeace-Aktivisten bekommen. Vor den Autohäusern haben die Aktivisten einen Golf mit einer schwarzen Plane mit dem Spruch "VW - Das Problem" verhüllt. Sie protestieren damit gegen den Golf 1.4 Benziner, den mit Abstand klimaschädlichsten Golftyp.
06.09.2011: Rechtsgutachten: Länderklausel kann CO2-Endlager nicht verhindern
Die Bundesländer werden CO2-Endlager nicht zuverlässig verhindern können. Wie ein vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und Greenpeace in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten zeigt, bietet die Länderklausel im CCS-Gesetz keine ausreichende Rechtssicherheit für ein Veto einzelner Länder.
05.08.2011: Der langsame Abschied der Glühlampen
Jedes Jahr wird sie geringer, die Auswahl an Glühbirnen. Während in den vergangenen Jahren die 100- und 75-Watt-Birnen abgeschafft wurden, musste die 60-Watt Glühbirne am 1. September 2011 weichen. Auch die Energiesparlampe ist keine ideale Alternative. Doch inzwischen gibt es einen neuen Star für umweltfreundliches und energieeffizientes Licht: die LED-Lampen.
26.08.2011: Gorleben: Grenzwerte am Limit
Aktuelle Radioaktivitäts-Messungen am Zwischenlager Gorleben stellen den diesjährigen Castortransport erneut zur Debatte. Am Zaun des Geländes wurde im Vergleich zum Vorjahr ein höherer Strahlenwert gemessen. Hochrechnungen ergeben, dass der genehmigte Jahresgrenzwert überschritten werden könnte - obwohl aktuell erst rund ein Viertel der geplanten Castorbehälter dort gelagert werden.
26.08.2011: Japan startet in die Energiewende
Fünf Monate nach dem GAU von Fukushima hat das japanische Unterhaus am Freitag den Weg in eine Zukunft mit Erneuerbaren Energien geebnet. Die Abgeordneten sprachen sich einstimmig für den Gesetzentwurf des bisherigen japanischen Regierungschefs Kan aus.
25.08.2011: Den Haag stoppt RWE-Kohlekraftwerk
"Das Kohlekraftwerk wird nicht kommen!" Rolf Schipper, Klimaexperte bei Greenpeace Niederlande ist sich sicher. Gemeint ist der milliardenschwere RWE-Kohlekraftwerksbau in Eemshaven an der Nordseeküste. Das größte niederländische Kohlekraftwerk ist etwa zur Hälfte fertiggestellt. Jetzt hat der Haager Staatsrat die Bau- und Betriebgenehmigungen für nichtig erklärt.
08.08.2011: Mit Windgas: Unabhängige Energieversorgung möglich
Die eigene Wärme und Stromversorgung selbst steuern - das wünschen sich fast zwei Drittel der Deutschen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Greenpeace Energy zeigt. Möglich machen das sogenannte Mikro-Blockheizkraftwerke (BHKW) im eigenen Keller, die gleichzeitig Wärme und Elektrizität produzieren.
05.08.2011: Aus für Brennelementefabrik in Sellafield
Das Geschäft mit den hochgefährlichen MOX-Brennlementen lief für Sellafield schon immer schlecht – seit der zweiten Eröffnung 2011 schrieb die Anlage rote Zahlen. Nun wird sie geschlossen. Die offizielle Begründung: Die Nachfrage aus Japan sei nach der Atomkatastrophe eingebrochen. Dabei war der Mythos um das angeblich lukrative Geschäft mit der Wiederaufbereitung von jeher aufgesetzt.
03.08.2011: Campen für den Klimaschutz
Vernetzung, Wissensaustausch, Diskussion, Praxis und direkte Aktion - das Klima- und Energiecamp 2011 vom 7. bis 14 August in Jänschwalde dient als Experimentierfeld für ein anderes Leben. Gemeinsam soll ein Ressourcen schonendes Leben umgesetzt und basisdemokratische Selbstorganisation erprobt werden.
22.07.2011: Solarstrom rund um die Uhr
Im Oktober geht in Südspanien das Sonnenkraftwerk Andasol 3 ans Netz. Entwickelt von der Erlanger Solar Millennium AG liefert es klimaschonenden Solarstrom - selbst wenn die Sonne nicht scheint. Das haben erste Tests bewiesen. Nach Angaben der Betreiberfirma hat das spanische Solarprojekt jetzt zum ersten Mal durch Sonnenenergie gewonnenen Dampf produziert. Das ist ein weiterer erfolgreicher Schritt zur Energiewende.
19.07.2011: Pflanzenöle in europäischem Diesel bedrohen letzte Urwälder
Greenpeace hat Diesel in neun europäischen Ländern getestet. Das Ergebnis: Bis zu einem Drittel Palmöl aus Urwaldzerstörung steckt in der sogenannten Biodieselbeimischung. An deutschen Tanken enthält die gesetzlich vorgeschriebene Beimischungsquote im Schnitt jeweils acht Prozent Palm- und Sojaöl.
19.07.2011: Energiewende falsch gedacht: Klimakiller Kohle
Mit einem ganzen Paket frischer Gesetze läutet Deutschland die angebliche Energiewende ein. Weg von Atom und Kohle - her mit Sonne und Wind? Mitnichten: Die Regierung setzt auf den Ausbau klimaschädlicher Kohlekraftwerke und ersetzt damit ein Übel durch das andere.
14.07.2011: Staatsgelder für Klimakiller Kohle
Die Kohlelobby reibt sich die Hände. Grund ist ein staatlicher Geldsegen für den Neubau fossiler Gas- und Kohlekraftwerke. Den Betrag im dreistelligen Millionenbereich greift sich die schwarz-gelbe Regierung ausgerechnet aus den Töpfen für umweltschonende Energien.
01.07.2011: Mehr Selbstversorgung mit Solar
Private Photovoltaik-Betreiber nutzen nur 20 Prozent ihres Stroms selbst. Es könnten 90 Prozent sein - wenn intelligente Speicher für den Solarstrom gezielter gefördert würden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Greenpeace Energy.
08.07.2011: Simmerath: Windpark und Wasserspeicherkraftwerk geplant
Bei Simmerath werden zwei Großprojekte zur erneuerbaren Energieversorgung geplant:
ein Windpark mit ca. 17 Windrädern durch die Gemeinde Simmerath, eventuell zusammen mit STAWAG und enercon
ein Wasserspeicherkraftwerk durch die in Aachen ansässige Trianel.
01.07.2011: Österreich will Atomstromimporte verbieten
Die Österreicher haben frühzeitig nein zur Atomkraft gesagt. Das einzige AKW, das dort je gebaut wurde, ging nie in Betrieb: Zwentendorf, abgelehnt per Volksentscheid 1978. Es gibt nur einen wunden Punkt, den Stromimport. Heute wurden die Weichen für ein Verbot gestellt - ein wichtiges Signal für ganz Europa.
01.07.2011: Greenpeace-Chefin: Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel!
Am 30. Juni ist im Bundestag die Entscheidung für den Atomausstieg bis 2020 gefallen. Greenpeace-Aktivisten kommentierten sie mit einem Banner vor dem Kanzleramt: Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel! An der Aktion nahm auch die Energie- und Klimaexpertin Hisayo Takada vom japanischen Greenpeace-Büro teil.
29.06.2011: Ein Briefkasten mit 260.000 Unterschriften für einen schnelleren Atomausstieg
Greenpeace-Aktivisten haben einen 2,50 Meter hohen Briefkasten vor dem Bundeskanzleramt in Berlin aufgestellt. Im Laufe des Tages werden sie ihn mit den Unterschriften von mehr als 260.000 Menschen füllen, die einen Atomausstieg bis 2015 und eine schnelle Energiewende fordern. Die Postkarten und Unterschriften werden morgen während der zweiten und dritten Lesung der Energiegesetze im Kanzleramt übergeben.
24.06.2011: Über 260.000 Stimmen für die Energiewende - Greenpeace sagt Danke!
Über eine Viertelmillion Unterstützer haben die Petition Deutschland ist erneuerbar unterzeichnet - offline sowie online. Diese Stimmen darf die Bundesregierung nicht ignorieren. Deswegen werden wir die Unterschriften in den kommenden Tagen an Frau Merkel übergeben.
23.06.2011: Weltweit auf dem Vormarsch: Sonnen- und Windernergie
Kein anderer Energiesektor wächst seit Ende der 1990er Jahre so stark wie die Erneuerbaren Energien. Greenpeace International hat sich die Entwicklung der globalen Energieversorgung seit 1970 angeschaut und in einer Studie veröffentlicht. Den größten Schub an neuen Wind- und Solaranlagen gab es 2010, während neue AKW seit 2000 nur einen Marktanteil von zwei Prozent haben.
20.06.2011: AKW-Rückbau: Ende gut, alles gut?
Wenn in Deutschland das letzte AKW vom Netz geht, wird die Masse der atomaren Altlasten um 17 Reaktoren gewachsen sein. Der Rückbau der kontaminierten Anlagen wird Jahrzehnte dauern - mindestens 10 bis 15 Jahre pro AKW. Ein Endlager für den strahlenden Schrott gibt es nicht.
20.06.2011: Rückschlag in Fukushima
Wohin mit dem hochgradig radioaktiven Wasser aus der Atomruine? Die Frage bleibt ungeklärt: Nach nur fünf Stunden zeigte sich, dass die Anlage, die in Fukushima radioaktive Partikel aus dem Wasser filtern soll, nicht funktioniert. Derweil beginnt heute in Wien die Fukushima-Konferenz bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien. Greenpeace-Strahlenexperte von Lieven fordert die IAEO auf, endlich die Wahrheit zu sagen.
20.06.2011: Update: Zweites US-AKW von Flut betroffen
Von dem ständig steigenden Hochwasser am Missouri-River ist nun auch das Atomkraftwerk Cooper bei Brownville betroffen. Arbeiter versuchen das noch im Leistungsbetrieb befindliche Kraftwerk mit Sandsäcken zu schützen. Laut Betreiberangaben soll das AKW heruntergefahren werden, wenn der Flusspegel um weitere 90 Zentimeter steigt.
17.06.2011: AKW in Kaltreserve - teuer, gefährlich, überflüssig
Die Bundesregierung hat vorgeschlagen, ein AKW als Reservekraftwerk für ein Jahr am Netz zu lassen. Aus energiewirtschaftlicher Sicht ist dies wenig nachvollziehbar, teuer und gefährlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzstudie des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) in Saarbrücken, die von Greenpeace in Auftrag gegeben wurde.
14.06.2011: Schlimmer als angenommen - die Folgen der Atomkatastrophe
Radioaktive Strahlung macht nicht halt - und ist längst in weiter entfernten Gebieten zu messen: Grüner Tee aus einem großen Teeanbaugebiet - 370 Kilometer von der havarierten Atomanlage entfernt - war über Grenzwert mit Cäsium belastet. Erstmals wurde jetzt auch radioaktives Strontium im Grundwasser entdeckt. Immerhin soll eine Dekontaminierungsanlage das Problem mit den verstrahlten Wassermassen aus der Atomruine lösen. Doch die Arbeit vor Ort bleibt katastrophal.
14.06.2011: Italiener sagen nein zu Atomkraft
Das Ergebnis der Volksabstimmung könnte nicht eindeutiger sein: Über 90 Prozent sind laut Hochrechnungen von Montagabend gegen Atomkraft in Italien. Jeden zweiten italienischen Bürger hatte es an diesen Pfingsttagen an die Wahlurne gezogen - eine Wahlbeteiligung so hoch wie selten zuvor.
07.06.2011: Japan: Ein Schrecken ohne Ende
Die Hiobsbotschaften kommen in kürzeren Abständen: Anfang Juni hat die Strahlung im Reaktorgebäude 1 eine Rekordhöhe von 4000 Millisievert (mSv) pro Stunde in der Luft erreicht. Gestern wurde bekannt, dass es bereits kurz nach dem Erdbeben in drei Reaktoren zu Kernschmelzen gekommen sei. Wohin überall das radioaktiv verseuchte Wasser läuft, ist niemandem so richtig klar - und ebensowenig ist geklärt, wie die inzwischen mehr als hunderttausend Tonnen kontaminiertes Wasser gespeichert werden sollen.
06.06.2011: Geplante Tagebaue gefährden die Heimat tausender Menschen
Vattenfall plant neue Braunkohlekraftwerke in der Lausitz. Diese bedrohen jedoch nicht nur die Umwelt - auf dem Spiel steht auch die Heimat von 3.500 Anwohnern. Greenpeace-Aktivisten demonstrierten daher heute vor der Vattenfall-Zentrale in Cottbus gegen das klimaschädliche Vorhaben des Konzerns.
06.06.2011: Projektion an den letzten Atomkraftwerken
Heute ist der Tag der - falschen - Entscheidung: Die Bundesregierung plant den Atomausstieg 2022. Alle Hinweise auf einen realistischen früheren Ausstiegstermin hat Frau Merkel ignoriert. Greenpeace-Aktivisten haben deshalb in der Nacht an alle neun verbliebenen Reaktoren ihre Forderung projiziert: Abschalten bis spätestens 2015!
31.05.2011: Warnungen vor Stromausfällen bei Atomausstieg sind ungeprüft und durchschaubar
Die Regierung befindet sich in einer wichtigen Entscheidungsphase was den deutschen Atomausstieg angeht. Steht uns bei einem zügigen Atomausstieg ein Blackout bevor? – Davor hatte die Bundesnetzagentur gewarnt. Diese Einschätzung beruht jedoch auf völlig ungeprüften und intransparenten Daten.
31.05.2011: Ein wirklicher Atomausstieg sieht anders aus
"Ausstieg so schnell wie möglich" – das hatte Bundeskanzlerin Merkel kurz nach der Katastrophe von Fukushima versprochen. Doch der Beschluss der schwarz-gelben Koalition ist kein "Ausstieg so schnell wie möglich", sondern ein Spiel mit vielen Hintertürchen für die Atomkonzerne.
29.05.2011: Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel
Die Regierungskoalition trifft sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um über den Atomausstieg zu beraten. Das haben Greenpeace-Aktivisten zum Anlass genommen, um auf das Brandenburger Tor zu klettern. Sie haben dort ein drei Meter hohes und 18 Meter breites Transparent mit den Worten "Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel" befestigt. Darunter mahnt ein großes zum Totenkopf umstilisiertes Atomzeichen. Die Aktivisten demonstrieren für eine zügige Energiewende und einen Atomausstieg bis spätestens 2015.
27.05.2011: Update Fukushima: Die Lage bleibt ernst
Lecks in den Reaktoren, Kernschmelze, tausende Tonnen radioaktives Wasser: Zwei Monate lang hat Tepco verschwiegen, wie ernst die Lage im japanischen AKW Fukushima 1 (Daiichi) wirklich ist. Jetzt hat der Betreiber seinen Krisenplan überarbeitet – doch auch der ist zumindest aufgrund der öffentlich bekannt gewordenen Informationen nicht nachvollziehbar. Dazu kommt eine weitere Schreckensmeldung: Am heutigen Freitag wurde bekannt, dass es im AKW Fukushima 2 (Daini) gebrannt hat.
24.05.2011: BDI betreibt Strompreis-Panikmache
Nur ganz wenige Unternehmen in Deutschland wären durch die Energiewende von einer eventuellen Erhöhung der Strompreise betroffen. Das zeigt ein neues Greenpeace-Gutachten. Es widerlegt damit auch Warnungen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) vor hohen Belastungen der Industrie.
23.05.2011: Greenpeace erstellt Ranking der deutschen AKW aus RSK-Bericht
Aus dem Bericht der Reaktorsicherheitskommission hat Greenpeace nach genauer Prüfung ein Ranking der deutschen Atomkraftwerke erstellt. Am schlechtesten schneidet das AKW Isar 1 ab, relativ am besten das AKW Emsland mit 14 von 24 Punkten. Die Bewertung stellt Greenpeace heute der Bundesregierung und der Ethik-Kommission zur Verfügung.
21.05.2011: Größte deutsche Online-Demo: Deutschland ist #erneuerbar
„100% Erneuerbare bis 2050 - Wir können, wenn Sie wollen, Frau Merkel!“ (Friederike)- eine klare Ansage, wie sie tausende Teilnehmer in den vergangenen 24 Stunden an die Bundeskanzlerin gerichtet haben. Das Besondere: Die Demonstration zog nicht durch die Straßen, sondern breitete sich über das Internet aus – zur bisher größten deutschen Online-Demo.
18.05.2011: Update Fukushima: Die Lage wird immer ernster
Lecks in den Reaktoren, Kernschmelze und tausende Tonnen radioaktives Wasser: Zwei Monate lang hat Tepco verschwiegen, wie ernst die Lage im japanischen AKW Fukushima 1 (Daiichi) wirklich ist. Jetzt hat der Betreiber seinen Krisenplan überarbeitet - doch auch der verspricht keine Wende zum Guten.
17.05.2011: RSK-Bericht besiegelt Abschaltung der Alt-Reaktoren
Nach Ansicht von Greenpeace rechtfertigt der heute vorgelegte Bericht der Reaktorsicherheitskommission (RSK) die sofortige Stilllegung der sieben ältesten Atomkraftwerke und des Pannenreaktors Krümmel. Diese Meiler sind nach den Ergebnissen der RSK nicht gegen Flugzeugabstürze geschützt, denn die dünnen Hüllen der Alt-Reaktoren würden einem Absturz nicht standhalten.
12.05.2011: Fukushima: Algen stark radioaktiv belastet
Von Bord des Greenpeace-Schiffes Rainbow Warrior und vom Ufer aus haben Greenpeace-Mitarbeiter in den letzten zwei Wochen Algen-Proben gesammelt und untersucht. Die ersten Ergebnisse der Radioaktivitätsmessungen belegen, dass die Algen vor Japans Ostküste hoch radioaktiv kontaminiert sind. Zehn von 22 Proben wiesen Werte von mehr als 10.000 Becquerel pro Kilogramm auf.
11.05.2011: Ethikkommission: Ausstieg erst 2021?
Aus einem Greenpeace vorliegenden Entwurf des Berichts der Ethik-Kommission geht hervor, dass die Kommission der Bundesregierung einen Atomausstieg bis 2021 vorschlagen wird. Zudem wirbt sie für ein sofortiges Aus der sieben Uraltmeiler, die mit dem so genannten Moratorium vorübergehend herunter gefahren wurden. Greenpeace-Energieexperte Tobias Münchmeyer kommentiert den Entwurf.
10.05.2011: Störfall im AKW Biblis A vertuscht
Aus dem hessischen Atomkraftwerk Biblis A belegen interne Dokumente einen gefährlichen Störfall, der nicht gemeldet wurde. Die Dokumente wurden Greenpeace von einem Mitarbeiter des Kraftwerkes zugespielt. Das vorliegende Protokoll beschreibt, wie die innere Reaktordruckbehälter-Dichtung beim Anfahren des Reaktors am 20. Oktober 2010 undicht wurde und zu hohem Druck in der Reaktordruckbehälter-Doppelringdichtung führte.
09.05.2011: Naturkatastrophen fordern jährlich hunderte Millionen Menschleben
Über 200 Millionen Menschen sind jedes Jahr von schwersten Naturkatastrophen betroffen. Mindestens die Hälfte der Opfer sind Kinder - das besagt der aktuelle UNICEF-Bericht Zur Lage der Kinder in Krisengebieten 2011. Schuld daran: der Klimawandel.
05.05.2011: Zur aktuellen Situation in Fukushima
Im zerstörten AKW Fukushima 1 bleibt die Lage hochgefährlich. Die Region ist radioaktiv verseucht und wahrscheinlich auf unabsehbare Zeit nicht mehr bewohnbar. Die Gefahr einer noch größeren Kontaminierung besteht weiter. Greenpeace hat in einem offenen Brief an die japanische Regierung appelliert, dem Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior II Strahlenmessungen in den Küstengewässern vor dem AKW zu erlauben.
05.05.2011: Energiekonzern E.ON weder nachhaltig noch zukunftsfähig
Den unverantwortlichen Unternehmenskurs von E.ON hat Greenpeace heute auf der Jahreshauptversammlung des Energiekonzerns scharf kritisiert. Vor dem Eingang der Grugahalle in Essen standen Greenpeace-Aktivisten mit einem Transparent mit der Aufschrift "Herr Teyssen, übernehmen Sie Verantwortung: Atomausstieg jetzt."
02.05.2011: Greenpeace legt AKW-Baustelle lahm
Auf der Baustelle des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) in Flamanville/Frankreich stand heute für ein paar Stunden die Arbeit still. Rund 50 Greenpeace-Aktivisten hatten am frühen Morgen vor dem Eingang zwei LKW fest im Boden verankert. Drei Baukräne waren komplett lahmgelegt.
28.04.2011: Gravierende Sicherheitsdefizite in deutschen AKW
Deutsche Atomkraftwerke sind die sichersten der Welt? Fehlanzeige. Deutsche Atomkraftwerke verfügen teilweise über weit geringere Sicherheitsstandards als das Katastrophen-AKW Fukushima 1.
28.04.2011: Gravierende Sicherheitsdefizite in deutschen AKW
Deutsche Atomkraftwerke sind die sichersten der Welt? Fehlanzeige. Deutsche Atomkraftwerke verfügen teilweise über weit geringere Sicherheitsstandards als das Katastrophen-AKW Fukushima 1.
24.04.2011: Strahlendes Erbe für Generationen -
Aus dem GPM 3/2011
25 Jahre vor Fukushima ereignete sich in Tschernobyl der Super-GAU: Millionen Hektar Land sind bis heute verstrahlt, mit Milliardenaufwand wird eine neue Hülle um den Unglücksreaktor gebaut. Und um die Zahl der Todesopfer tobt weiter ein Streit zwischen Befürwortern und Gegnern der Atomkraft.
20.04.2011: Typisch RWE - wie Energiekonzerne Deutschland blockieren Greenpeace fordert anlässlich der heutigen Hauptversammlung von RWE-Vorstand Jürgen Großmann einen konsequenten Richtungswechsel. Eine gestern veröffentlichte Greenpeace-Studie zeigt, dass der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien bei RWE im Jahr 2009 bei nur 2,6 Prozent lag. Deutschland will nach Fukushima schnellstmöglich die Energiewende einleiten. RWE stellt sich dagegen.
18.04.2011: Rückblick: Greenpeace-Messungen in Japan
Wie stark ist die Strahlung nach der Atomkatastrophe von Fukushima wirklich? Und welche Konsequenzen muss die japanische Regierung ziehen? Thomas Breuer, Leiter des Energie-Bereichs bei Greenpeace, war selbst mit einem internationalen Team vor Ort. Zwei Tage nach seiner Rückkehr in Deutschland zieht er ein Resümee.
15.04.2011: Atomkraft abschalten - Deutschland ist erneuerbar
Freitagmorgen, vier Uhr früh. Wenige Stunden bevor sich Regierung und Opposition zum Energiegipfel treffen, durchbricht ein heller Strahl das Dunkel. Auf der Wand des Kanzleramts erscheint der Schriftzug "Deutschland ist erneuerbar". Die Projektion der Greenpeace-Aktivisten ist Fakt und Forderung zugleich: Ein Atomausstieg bis 2015 ist möglich - und die Teilnehmer des Energiegipfels müssen jetzt den Aufbruch in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien wagen.
15.04.2011: Atomarer Notstand in Japan (Teil 4)
Japan ist vom schlimmsten Erdbeben seiner Geschichte heimgesucht worden. Eine nach neuen Meldungen bis zu 23 Meter hohe Flutwelle überrollte die nordostjapanische Küste. In dieser Not sind die Menschen einer weiteren Gefahr ausgesetzt: Im Katastrophengebiet liegen mehrere große Nuklearanlagen. In Japan herrscht der atomare Notstand. Wir informieren, der Nachrichtenlage entsprechend, über den Stand der Dinge.
12.04.2011: Energiewende mit Plan
Raus aus der Atomkraft, rein in den Klimaschutz. Deutschland wird erneuert. Mitte des Jahrhunderts bestreiten Wind, Sonne, Erdwärme, Wasserkraft und Biogas fast die komplette Energieversorgung. Mit schwindender Abhängigkeit von ausländischen Energieressourcen sinken die Energiepreise - und Deutschlands Wirtschaft freut sich. Unvorstellbar? Greenpeace hat am Dienstag mit dem Plan ein Energiekonzept vorgestellt, das genau diese Vision wahr werden lässt.
12.04.2011: Risiko-Frachter aus Japan?
In Deutschland wird am Dienstag die Ankunft des ersten Schiffes erwartet, das Japan nach dem Tsunami am 11. März verlassen hat. Nachdem in China schon vor Wochen ein Schiff wegen überhöhter Strahlenwerte zurückgeschickt wurde, besteht nun auch bei uns Verunsicherung. Ist die MOL Majesty möglicherweise verstrahlt?
11.04.2011: 60 Kilometer von Fukushima 1: Cäsium in Bodenproben
Radioaktives Cäsium auf Spielplätzen, in Gärten, im Supermarktgemüse – das Leben im weiteren Umkreis um die Atomruine Fukushima Daiichi wird immer gefährlicher. Noch 60 Kilometer entfernt hat das Greenpeace-Messteam deutlich erhöhte Werte in Bodenproben festgestellt. Die Bevölkerung braucht dringend mehr Schutz.
08.04.2011: EU macht kleinen Rückzieher bei Strahlengrenzwerten
Nach der umstrittenen Fukushima-Eilverordnung vom 25. März will die EU-Kommission nun doch die Strahlengrenzwerte für Lebensmittel aus Japan verschärfen. Allerdings nicht zu sehr - und auch das nur unter Vorbehalt.
07.04.2011: WHO spielt Gesundheitsgefährdung durch Fukushima herunter
Anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages fordert Greenpeace die UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf, zuverlässige Informationen über die gesundheitlichen Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Fukushima vorzulegen und den Maulkorberlass der Internationalen Atomenergiebehörde abzustreifen.
07.04.2011: Strahlendes Erbe von Tschernobyl: Verseuchte Lebensmittel 25 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl sind Lebensmittel in der Ukraine immer noch radioaktiv verseucht. Die Strahlung findet sich in wichtigen Bestandteilen der Nahrung wie Milch, Beeren, Pilzen, Karotten und Kartoffeln.
06.04.2011: Greenpeace findet kontaminierte Lebensmittel 25 Kilometer von Fukushima
Spinat und andere Gemüsesorten aus Minamisoma und Umgebung sind hochradioaktiv verseucht. Ein Greenpeace-Team fand Belastungen, die die offiziellen Grenzwerte weit übersteigen. Die Bevölkerung ist kaum über die Folgen informiert. Die Stadt Minamisoma liegt außerhalb der 20-Kilometer-Zone in der Präfektur Fukushima.
30.03.2011: CO2-Endlager auch im Landkreis Dahme-Spreewald?
"Zeitbombe CO2-Endlager" - unter diesem Motto haben Greenpeace-Aktivisten heute im brandenburgischen Falkenberg gegen die Energiepolitik der Linkspartei protestiert. Die Partei hält dort ihre Regionalkonferenz ab. Wirtschaftsminister Ralf Christoffers fördert in Brandenburg die CCS-Technologie und will CO2-Endlager zulassen.
30.03.2011: Greenpeace: Verseuchung erfordert weitere Evakuierungen
Die Greenpeace-Strahlenexperten haben in Tokio erste Ergebnisse präsentiert und angekündigt, ihre Messungen in Fukushima zu vertiefen. Sie fordern die japanische Regierung auf, die Evakuierungszone auf 40 Kilometer auszuweiten. Vor allem Kinder und Schwangere seien gefährdet.
29.03.2011: (dpa) Plutonium aus Fukushima darf nicht in die Nahrung
Berlin (dpa) - Geben Plutoniumspuren im Boden von Fukushima der Reaktorkatastrophe in Japan eine neue Dimension? Der österreichische Physiker Helmut Hirsch (61) hält die gemessenen Plutonium-Werte im Moment für weniger gefährlich als den massiven Anstieg von Jod- und Cäsiumverbindungen. Fukushima sei schon jetzt so schlimm wie Tschernobyl vor 25 Jahren, meint Hirsch im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.
27.03.2011: Verwirrspiel um Messungen im AKW Fukushima
AKW-Betreiber Tepco zieht seine eigenen Berechnungen zur Strahlenbelastung im kritischen Atomkraftwerk Fukushima 1 in Zweifel. Zuvor hatte Tepco gemeldet, die Strahlung in Reaktor 2 sei zehn Millionen Mal höher als normal. Richtig sei eine Erhöhung um das 100.000fache, so der aktuelle Stand.
27.03.2011: Gesundheitsrisiko außerhalb der Evakuierungszone um Fukushima
Werte bis zu 10 Mikrosievert/Stunde – da kommt in nur wenigen Tagen eine maximale Jahresdosis zusammen. Gemessen haben sie Strahlenexperten von Greenpeace an verschiedenen Stellen im japanischen Iitate. Das Dorf liegt zwanzig Kilometer außerhalb der Evakuierungszone. Offensichtlich kein Grund für die Behörden, die Schutzzone zu vergrößern.
26.03.2011: Starkes Zeichen gegen Atomkraft
Berlin: 100.000; Hamburg: 50.000; München: 40.000; Köln: 40.000 - mindestens so viele Menschen haben am Sonnabend an den Großdemos gegen Atomkraft teilgenommen. In manchen Medien sind weit höhere Zahlen genannt. Motto der Veranstaltungen: "Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten".
26.03.2011: Greenpeace-Strahlenexperten bei Fukushima
Strahlenexperten von Greenpeace haben heute begonnen, die Radioaktivität außerhalb der Evakuierungszone um Fukushima zu messen. Sie wollen wissen, wie groß die Gefahr für die Bevölkerung wirklich ist.
25.03.2011: Trinkwasserspeicher Bodensee: Bei einem GAU hochgefährdet
Der Bodensee ist Europas größter Trinkwasserspeicher. Rund 4,5 Millionen Menschen hängen von ihm ab. Im Umkreis von 180 Kilometern stehen 13 Reaktoren. Was, wenn ein schwerer Unfall mit massiver radioaktiver Freisetzung sein Wasser verseuchen würde?
24.03.2011: Auf zur Demo
Anti-Atomkraft-Aufkleber sind vergriffen, die montäglichen Mahnwachen gegen Atomkraft haben enormen Zulauf und die Mobilisierung für die großen bundesweiten Demos am kommenden Samstag läuft auf Hochtouren. Und was macht die Politik? Sie demaskiert sich selbst: Wirtschaftsminister Brüderle hat vor Spitzenmanagern der Industrie laut Süddeutsche erklärt, dass die Bundesregierung die Atommeiler aus wahlkampftaktischen Gründen vom Netz nimmt.
23.03.2011: Windenergie lässt Wohlstand wachsen
Baden-Württemberg ist bundesweit das Schlusslicht im Ausbau der Windkraft. Dabei verfügt das Land über viele geeignete Flächen. Diese zu nutzen, würde die Wirtschaft erheblich voranbringen, Arbeitsplätze schaffen und der Umwelt zugute kommen. Eine neue Untersuchung zeigt, dass der Bestand an Windkraftanlagen bis 2020 verfünffacht werden kann.
21.03.2011: Ausschalten!!!
Man sieht vor lauter Fahnen die Karte nicht mehr - und das ist gut. Denn jede Fahne steht für einen Ort, an dem heute Menschen für einen Ausstieg aus der Atomkraft demonstrieren. In mehr als 670 Orten finden Mahnwachen statt - vielleicht auch in Ihrer Nähe: Schauen Sie auf www.ausgestrahlt.de nach.
21.03.2011: Projektionen an acht AKWs: "Das Lügen geht weiter"
Greenpeace-Aktivisten protestieren seit heute Morgen gegen die Täuschungsmanöver der Bundesregierung und der Atomkonzerne: Sie haben an sieben der ältesten AKW und dem Pannenreaktor Krümmel den Spruch projiziert: "Das Lügen geht weiter". Ob Sicherheit, Stromlücke, Preis oder Arbeitsplatzgarantie - Greenpeace deckt auf, was hinter den Scheinargumenten von Bundeskanzlerin Merkel steckt.
21.01.2011: Rumänisches AKW-Projekt vor dem Aus?
Nachdem die Investoren RWE, Iberdrola (Spanien) und GDF Suez (Frankreich) aus dem AKW-Projekt Cernavoda in Rumänien aussgestiegen sind, steht der Neubau zweier weiterer Reaktoren möglicherweise vor dem Aus. Es ist gut möglich, dass der Windkraft-Boom in Rumänien ein entscheidender Faktor für die Entscheidung der Konzerne ist.
20.01.2011: Greenpeace-Studie: Endspiel um Ölreserven hat begonnen
Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie zeigt: Da sich die bisher erschließbaren Erdölreserven langsam erschöpfen, ist die Ölindustrie immer öfter gezwungen, auf schmutzige und riskante Technologien zu setzen. Die neue Greenpeace-Studie belegt neben den Tiefseebohrungen zudem eine dramatische Zunahme von schmutzigen und riskanten Fördertechnologien, wie Teersandabbau und Bohrungen in den Polarregionen.
19.01.2011: Greenpeace-Studie: 99 Prozent Erneuerbare Energien für Europa möglich!
Die neue Greenpeace-Studie "Battle of the Grids" - zu deutsch "Die Schlacht ums Stromnetz" zeigt, dass bis zum Jahr 2050 in Europa über 95 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Ein Schlüssel dazu ist ein Umbau des Stromnetzes.