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Atomarer Notstand in Japan nach schwerem Erdbeben
Japan ist vom schlimmsten Erdbeben seiner Geschichte heimgesucht worden. Eine nach neuen Meldungen bis zu 23 Meter hohe Flutwelle überrollte die nordostjapanische Küste. In dieser Not sind die Menschen einer weiteren Gefahr ausgesetzt: Im Katastrophengebiet liegen mehrere große Nuklearanlagen. In Japan herrscht der atomare Notstand. Wir informieren, der Nachrichtenlage entsprechend, über den Stand der Dinge. |
Das Gründungsthema von Greenpeace ist die Atomkraft. 1971 macht sich eine kanadische Gruppe von Friedensaktivisten mit dem Fischkutter Phyllis Cormack auf den Weg um vor der Küste Alaskas amerikanische Atombombentests zu verhindern. Dies war ein Protest gegen die militärische Nutzung der Atomkraft. Mit der Zeit wurde dieser Themenbereich um die zivile Nutzung erweitert, die auch zahlreiche Gefahren für Menschen und Umwelt birgt. Nicht nur der Supergau von Tschernobyl ist dabei ein trauriges Beispiel, auch westliche und auch deutsche Atomkraftwerke sind fehleranfällig und die Störfälle nehmen mit steigendem Alter der Anlagen zu.
Aber der Betrieb der Kernreaktoren ist nicht das einzige Problem. Bereits beim Abbau des Uranerzes kommt es zu massiven Umweltschäden. Besonders, wenn das Uran im Tagebau gefördert wird, entstehen riesige radioaktive Abraumhalden.
Die Wiederaufarbeitung verursacht eine schleichende Verseuchung von Luft und Wasser da leichtradioaktive Abfälle ins Meer gasförmige Abfälle in die Atmosphäre geleitet werden.
Bis heute gibt es in Deutschland kein sicheres Endlager für hochradioaktive Abfälle. Der Müll muss für mehrere 100.000 Jahre sicher von der Biosphäre ferngehalten werden. Das „Versuchs“-Endlager Asse II wurde aber schon nach wenigen Jahrzehnten undicht.
Die Atomlobby behauptet zwar seit Jahren, dass ihre alten Meiler als Klimaschützer benötigt würden, die Greenpeace-Studie „Klimaschutz: Plan B 2050“ zeigt aber, dass sogar ein beschleunigter Atomausstieg bis 2015 möglich ist ohne Abstriche beim Klimaschutz machen zu müssen.

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