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Klima - Das fordert Greenpeace

Der Klimawandel beschleunigt sich, Wissenschaftler fordern schärfere Klimaschutzziele. Noch vor kurzem hieß das Ziel bis zur Jahrhundertmitte: 50 Prozent weniger Emissionen weltweit, 80 Prozent weniger in den Industriestaaten. Das reicht jetzt nicht mehr aus. Bis 2050 muss der CO2-Ausstoß in den Industrieländern so weit wie möglich auf Null zusteuern.

Die Industriel änder als Hauptverursacher verbrauchen zu viel fossile Energieträger - vorrangig Kohle und Erdöl. Auch die Urwaldzerstörung trägt zum Klimawandel bei. Sie verursacht ungefähr ein Fünftel der globalen Treibhausgasemissionen. Allein in Deutschland ist rund ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten durch den Klimawandel bedroht.

Greenpeace fordert:

  • ein verbindliches, scharfes Klimaschutzabkommen, das den Ausstieg aus fossilen Energien und den Erhalt der Wälder sicherstellt;
  • Führungsverantwortung der Industrieländer und verbindliche finanzielle Zusagen: Die Industrieländer müssen Geld bereit stellen, um den weltweiten CO2-Ausstoß zu verringern, Technologien bereitzustellen und die Folgen des Klimawandels zu bewältigen;
  • Treibhausgasreduktion (bezogen auf 1990) in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent; bis 2050 dürfen wir kaum noch CO2 ausstoßen.
  • Einrichtung eines Finanzierungsmechanismus' für den Urwaldschutz.

Erneuerbare Energien

Vision und Ziel: 100% Erneuerbare Energien

Windräder   GO SOLAR © Paul Langrock/Zenit / Greenpeace

Erneuerbare Energien sind die einzig sinnvolle Alternative zu fossilen Energieträgern und Atomkraft: Bioenergie, Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft und Geothermie (Erdwärme). Bei ihrer Nutzung entsteht weder Kohlendioxid noch jahrtausendelang strahlender Atommüll. Die Wende ins solare Zeitalter geht uns alle an. Wir setzen auf die Sonne!

Unsere Vision ist die komplette Energieversorgung durch Erneuerbare Energien. Für Deutschland ist das bis 2050 fast komplett möglich und könnte ganz nebenbei noch eine Menge Arbeitsplätze schaffen. Notwendig ist dafür allerdings, dass nicht weiter Milliarden in die alten, fossilen Energieträger gesteckt werden und wir endlich aus der gefährlichen Atomenergie aussteigen. Die Energiewende ist nur zu schaffen, wenn die Politik sie durchsetzt - notfalls auch gegen die Interessen der Energiekonzerne.

Ein klimaneutrales Deutschland - einige Eckpfeiler

Raus aus der Atomkraft: Die Kernenergie wird von ihren Befürwortern gern als klimafreundlich gepriesen. Tatsächlich blockiert sie den Klimaschutz an entscheidender Stelle. Großkraftwerke stehen einem hohen Anteil von Wind und Sonne wie ein Bremsklotz im Weg, so Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace. Erneuerbare Energien können zukünftig nur dann den Löwenanteil der Stromversorgung decken, wenn die Laufzeiten der Atomkraftwerke verkürzt und nicht verlängert werden.
Raus aus der Kohleverbrennung: Mit Kohle sind die Klimaziele nicht zu erreichen. Zwar wird der Ausstieg etwas mehr Zeit benötigen als der Verzicht auf Atomkraft. Doch 2040 ist das letzte alte Kohlekraftwerk vom Netz. Erdgas und Kraft-Wärme-Kopplung dienen als Brückentechnologien, bis die Erneuerbaren Energien die Versorgung komplett abdecken können. Neue Kohlekraftwerke zu bauen, ist uneffizient, überflüssig und klimaschädlich.
Energie-Effizienz: Wohnhäuser dämmen, Nachtspeicherheizungen verbieten, Effizienzklassen für elektrische Geräte und Anlagen einführen nach dem Top-Runner-Prinzip: Die sparsamsten Modelle bestimmen, welche Geräte nach einer Frist noch erlaubt sind.

Das gilt auch im Verkehr. Voluminöse Spritfresser gehören heute nicht mehr auf die Straßen.

Energiewende jetzt!

Mit dem Greenpeace-Konzept Plan B 2050 verringert sich die Abhängigkeit von Energieimporten bis 2050 um 95 Prozent. Dabei bleibt eine sichere Stromversorgung durch inländische Produktion gewährleistet. Für Privathaushalte und Wirtschaft rechnet sich der Umbau der Energieversorgung mit rund zehn Prozent geringeren Stromkosten und gesamtwirtschaftlichen Einsparungen von 35 Milliarden Euro bis 2020.

Auch weltweit brauchen wir eine Revolution in der Energiebereitstellung.

Windräder © Xuan Canxion / Greenpeace

Lesen Sie hier mehr dazu den Masterplan für das Weltklima: Die Energie (R)Evolution

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Rückfragen bitte an Simon Siemering.

Letzte Änderung: 24. März 2011