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Kohle

RWE-Kommunen: Divestment-Recherche

Kommunen und RWE:
Ein unübersichtliches, schmutziges Netzwerk
Deutlich mehr als 60 Kommunen in und um NRW verfügen über Aktien des schmutzigsten Kohlestromkonzerns Europas


Jährlich 766 Todesfälle durch Kohlekraftwerke des Rheinischen Braunkohlenreviers

Klimaschutz statt Kohleschmutz - Kein Neubau im Niederaußem!

Klimaschutz statt Kohleschmutz - Kein Neubau im Niederaußem!RWE plant ein neues Braunkohlekraftwerk in Niederaußem. Das würde einen traurigen Spitzenplatz einnehmen: Denn mit 27 Mio. Tonnen C02-Ausstoß jährlich wäre es die größte C02-Schleuder Deutschlands.

Fünf Greenpeace-Gruppen in NRW weisen auf eine Studie zu den Gesundheitsbelastungen, die für die Bevölkerung von Kohlekraftwerken ausgehen, hin. Eine besondere Gefahr geht von dem Braunkohlekraftwerk Niederaußem aus, welches nur 20 km westlich von Köln steht. Das Kraftwerk würde laut der Studie 93 Todesfälle pro Jahr verursachen. Die insgesamt vier Kraftwerkskomplexe des Rheinischen Braunkohlereviers wären zusammen für 766 Todesfälle verantwortlich. RWE kann dieses Kraftwerk mit dem Namen  BoAplus nur dann errichten, wenn der Regionalrat einer Änderung des Regionalplans zustimmt. Die Entscheidung über eine mögliche Änderung findet voraussichtlich am 5. Juli statt.

„Bei Kohlekraftwerken kommt der Tod aus dem Schlot“, sagt Alex Oslislo, Energieexperte von Greenpeace Köln. „Wir fordern Herrn Deppe als Vorsitzender und alle Regionalratsmitglieder auf, gegen den Bau von BoAplus zu stimmen und die Bevölkerung nicht diesen zusätzlichen Gesundheitsbelastungen auszusetzen.“ Für die Übergangszeit müssen alle Kohlekraftwerke mit der besten verfügbaren Filtertechnik ausgerüstet werden um Schadstoffemissionen zu verringern.

Allein für die vier Kraftwerkskomplexe des Rheinischen Braunkohlenreviers wurden für 2010 folgende Zahlen errechnet: 766 vorzeitige Todesfälle, 8.191 verlorene Lebensjahre und 173.639 verlorene Arbeitstage. Auch für das geplante Braunkohlekraftwerk BoAplus in Niederaußem wurde eine Prognose erstellt. Es wäre verantwortlich für jährlich 93 zusätzliche Todesfälle, 996 verlorene Lebensjahre und 21.100 verlorene Arbeitstage infolge schadstoffbedingter Erkrankungen. Würde dieses neue Kraftwerk in Niederaußem gebaut, müssten diese Werte wegen seiner Laufzeit von 40 Jahren entsprechend multipliziert werden.

Die am 3.4. veröffentlichte Studie von Greenpeace Deutschland untersuchte die Ausbreitung der Schadstoffe in der Atmosphäre und zeigt erstmals auf, für welche Gesundheitsschäden die insgesamt 67 schädlichsten deutschen Kohlekraftwerke verantwortlich sind. Durchgeführt wurde die Analyse durch das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart.

Die Freisetzungen im Jahr 2010 führten danach zum vorzeitigen Tod von rund 3.100 Menschen, was einem Verlust von insgesamt 33.000 Lebensjahren entspricht. Hinzu kommt der Ausfall von etwa 700.000 Arbeitstagen durch feinstaubbedingte Atemwegserkrankungen, Herzinfarkte, Lungenkrebs und Asthmaanfälle. Verantwortlich hierfür sind die giftigen Emissionen aus Kohleschloten wie Schwefeldioxid, Stickoxide, Ruß und Feinstaub. Die mikroskopisch kleinen Teilchen dringen beim Einatmen tief in die Lunge und in die Blutgefäße ein und können dann zu Organschäden führen.

Greenpeace fordert einen vollständigen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis zum Jahr 2040. Die besonders schädliche Braunkohle muss bis spätestens 2030 auslaufen.

Weitere Informationen bei Greenpeace Deutschland:
3.100 Todesfälle durch Deutschlands schädlichste Kohlekraftwerke

Die Studie steht für Sie zum herunterladen als PDF bereit:
Tod aus dem Schlot
Wie Kohlekraftwerke unsere Gesundheit ruinieren

Kohlekraftwerke sind die klimaschädlichste Form der Stromerzeugung

Sie stoßen enorme Mengen des Traubhausgases CO2 aus, das bei der Verbrennung der Kohle entsteht, und sind damit einer der Hauptverursacher des Klimawandels.

Neben dem globalen Klima belasten Kohlekraftwerke auch die lokale Umwelt:
Feinstaub und Gifte wie Quecksilber, Arsen und Cadmium schaden den Menschen und der Natur.

 

Mehr zum Energieträger Kohle und den Auswirkungen auf Mensch und Umwelt finden Sie hier:
Die wahren Kosten der Kohle

Mehr zum Thema Braunkohle finden Sie hier:
Braunkohle - das braune Gift

Die gute Nachricht:
Wir brauchen Sie nicht. Es muss kein einziges neues Kohlekraftwerk gebaut werden. Es ist möglich, Stück für Stück jedes alte abgeschaltete Kohlekraftwerk durch Erneuerbare Energien zu ersetzen, und bis 2040 endgültig von dem Energieträger Kohle wegzukommen.
Und das bei einem frühzeitigen Atomausstieg, wie Greenpeace ihn fordert.

 

Mehr zu der Stromversorgung Deutschlands in Zukunft, und wie wir es schaffen können, bis 2050 unseren Strom zu 100% aus Regenerativen Energien zu erzeugen:
Plan B 2050

Alles weit weg von Aachen?

Von wegen!
Die STAWAG (Stadtwerke Aachen AG) ist am Bau eines Kohlekraftwerks in Lünen beteiligt. Und zwar über die Trianel, einem Unternehmen, das ebenfalls in Aachen seinen Hauptsitz hat.

Auch ein weiteres Kohlekraftwerk plante die Trianel in Krefeld-Uerdingen, unter anderem die STAWAG und die enwor waren an der Planung beteiligt. Greenpeace-Aachen hat sich intensiv seit Anfang 2009 dafür eingesetzt, dass dieses Kraftwerk nicht gebaut wird. Mit Erfolg: Die Gesellschafter der Trianel schwenkten schließlich um, und haben sich für die Planung eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks (GuD) statt des bisher geplanten Kohlekraftwerks ausgesprochen. Mehr zu Hintergründen und Aktionen der erfolgreichen Kampagne erfahren sie hier.

 

Mehr zum Kohlekraftwerk Krefeld-Uerdingen

 

Mehr zum geplanten Braunkohlekraftwerk in Niederaußem

Archiv:

 

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Letzte Änderung: 2. März 2017