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Umweltzerstörung durch Uranabbau und Anreicherung
Hauptlieferländer für Uran sind Kanada, Australien, Russland, Südafrika und Niger. Dabei liegen drei viertel der weltweiten Uranvorkommen in den Gebieten indigener Völker. Oft kommt es zu Vertreibungen und Menschenrechtsverletzungen. Da nur das Isotop U-235 gut spaltbar ist, 99,3 % des Natururans aber aus U-238 besteht, muss das Uran noch angereichert werden. Das bedeutet dass der Anteil von U-235 von 0,7 % auf 3,5 bis 6 Prozent erhöht wird. Dieses Verfahren ist je nach Technologie sehr energieintensiv. Außerdem entstehen riesige Mengen an abgereichertem Uran. Dieses wird zur „Bearbeitung“ nach Russland verfrachtet. Im russischen Sewersk rosten tausende Fässer mit abgereichertem Uranhexafluorid unter freiem Himmel vor sich hin. Die Abfälle kommen von der Urenco, auch aus der deutschen Anreicherungsanlage in Gronau. Anschließend wird das angereicherte Uranhexafluorid in eine Brennelementfabrik gebracht. Dort wird das Uranhexafluorid in Urandioxid (UO2) umgewandelt und zu Pellets (Tabletten) gepresst. Diese werden in die ca. vier Meter langen Brennstäbe gefüllt. Der bisher schwersten Unfall ereignete sich 1999 in einer japanischen Brennelementfabrik in Tokaimura. Bei einer unkontrollierten Kettenreaktion starben zwei Menschen. Mehrere hundert Arbeiter, Sanitäter und Anwohner wurden verstrahlt.
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