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Jugend AG (JAG)

Nein, keine Yak's (Rinder aus dem Himalaya),
sondern Jags, Jugendliche von Greenpeace,
im Alter von 14 bis ca. 19 Jahren!

Im Mai 2001 haben sich ein paar engagierte Greenpeace-Jugendliche von der Aachener Erwachsenengruppe abgespalten, um etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Wir haben meist ausgeflippte und unkonventionelle Ideen, außerdem haben wir 'ne Menge Spaß.

Dezember 2005: Verheizt nicht unsere Zukunft

In der entscheidenden Phase der UN-Klimaschutzkonferenz in Montreal haben sich 2 Jugendliche vom Greenpeace-Projekt Solar Generation mit dem neuen Umweltminister Sigmar Gabriel getroffen. Während des 20-minütigen Gesprächs haben sie von ihm ein klares Bekenntnis zu wirkungsvollem Klimaschutz gefordert und dem Minister über 17.000 Unterschriften sowie eine Flasche mit Gletscherschmelzwasser von der Zugspitze überreicht.


 

Florian Pithan aus Aachen in Montreal

 
  Jag aus Aachen in Montreal  
 

© Greenpeace Deutschland

 


März 2005: Aktion gegen RWE am Elisenbrunnen
 

 

 
  Aktion gegen RWE am Elisenbrunnen  
 

© Greenpeace Aachen

 

 

"Denn in 50 Jahren gibt es eh keinen Winter mehr...."
Frei nach diesem Motto protestierte die SolarGeneration in Aachen am 5. März 2005 gegen den geplanten Neubau des Kohlekraftwerks Neurath bei Köln. "Uns stinkt´s! Wir wollen keinen Klimawandel und deshalb auch keine Braunkohle!"

Badeanzug und Schnorchel können schon in wenigen Jahrzehnten die angemessene Kleidung in unseren Breitengraden im Winter sein, wenn wir den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen nicht schnell und drastisch reduzieren.

30 junge Klimaaktivisten zogen durch dichtes Schneetreiben los und bauten am Elisenbrunnen in Aachen ein Planschbecken und ein Transparent auf, um diese drohende Gefahr zu veranschaulichen.



Februar 2004: Rede der "Kids for Forests" auf UN-Konferenz:

Clara Buer (Deutschland) und Omanie Sakespeso (Papua-Neuguinea) halten im großen Saal des Putra World Trade Centre in Kuala Lumpur am 10.2.2004 auf der UN-Konferenz zum Schutz von Urwäldern und Meeren (CBD) die Antrittssrede für die Greenpeace-"Kids for Forests".

An der Konferenz nehmen mehr als 1500 Delegierte teil.


 

 

 
  Kids for Forests halten Rede auf UN Konferenz (CBD)  
 

© Greenpeace Deutschland

 

Meine Damen und Herren,

Clara:
Omanie und ich stehen vor Ihnen als Repräsentanten Tausender junger Menschen aus der ganzen Welt, die sich im Greenpeace-Jugendprojekt "Kids for Forests" engagieren.

Seit mehr als drei Jahren schreiben wir Briefe an unsere Regierungen, malen Bilder, überreichen Petitionen an Minister und wenden uns mit Aktionen an die Öffentlichkeit, um Aufmerksamkeit auf unsere Anliegen zu lenken.

Ganz egal, was wir gemacht haben: Wir forderten Sie damit auf, endlich Maßnahmen zum Schutz der Urwälder und Meere zu ergreifen.

Omanie:
Ich heiße Omanie und bin 18 Jahre alt. Ich komme aus Werio - einem Dorf in den Urwäldern von Papua-Neuguinea. Als ich sechs Jahre alt war, rückte eine Holzfirma an und übernahm unser Land. Seit diesem Tag plündert sie unseren Wald auf eine Art und Weise, die ihn für immer zerstören wird.

Der Wald ist mein Leben - Holzfirmen nehmen es mir weg. Der Wald, aus dem wir unsere Arzneien gewinnen, ist verseucht, unsere Begräbnisstätten sind von Bulldozern zerstört.

Die Dorfgemeinschaften profitieren nicht vom Holzeinschlag. Zum Beispiel kümmerten sich die ausländischen Investoren nie um den Bau von Schulen oder die Gesundheitsversorgung - wie sie es uns versprochen hatten.

Unsere Lebensgewohnheiten änderten sich: Die Kinder lernen nicht mehr, wie sie sich mit traditionellen Lebensmitteln aus dem Urwald ernähren können. Nie brauchten wir Geld - jetzt zerstört es das Leben unserer Gemeinschaft.

Sie müssen Ihre Pflicht tun und die Reste unseres tropischen Regenwaldes schützen. Ich habe das erste Mal in meinem Leben mein Land verlassen und einen weiten Weg zurückgelegt, um Ihnen eines zu sagen: Sie müssen endlich handeln.

Clara:
Ich heiße Clara, bin 21 Jahre alt und komme aus Deutschland. Einem der Länder also, die jedes Jahr gewaltige Mengen an Papier und Holzprodukten verbrauchen, die aus den letzten existierenden Urwäldern der Erde stammen.

Ich bin mir sicher: Dies ist der falsche Umgang mit dem einzigartigen Leben auf unserem Planeten.

Vor zwei Jahren stand ich Ihnen in Den Haag schon einmal gegenüber. Damals versprachen Sie, die Vernichtung von Leben auf der Erde zu stoppen. Aber nichts hat sich in diesen zwei Jahren geändert.

Ich bin tief enttäuscht - und doch wieder da, weil junge Menschen niemals aufhören werden, für ihre Zukunft zu kämpfen, und weil ich immer noch glaube, dass dies der richtige Platz ist, um diese Welt zu verändern.

Ihr Versprechen ist wertlos, wenn Sie es möglich machen, dass Urwälder zu Papier oder Möbeln verarbeitet werden. Ihr Versprechen ist wertlos, solange es keinen Schrei der Entrüstung in Ihren Reihen gibt, wenn riesige Schiffsflotten die Meere leer fischen - unkontrolliert, undokumentiert und illegal.

Das Artensterben ist unumkehrbar, und die Einrichtung von Schutzgebieten der einzige Weg, Arten vor dem Aussterben zu bewahren.

Dieses Bild ist aus den Schatzkisten, die wir Kinder und Jugendlichen auf der ganzen Welt gefüllt haben. Sie sind ein Symbol für das, was geschützt werden muss: Die letzten Schätze dieser Erde - Urwälder und Ozeane.

30 Kids for Forests aus 12 Ländern werden sich nächste Woche mit uns zusammen tun, um Sie daran zu erinnern, sich für den Schutz des Lebens auf der Erde einzusetzen. Wir leisten unseren Beitrag. Jetzt liegt es in Ihrer Verantwortung, die Weichen für ein globales Netzwerk von Schutzgebieten zu stellen. Lassen Sie die betroffenen Menschen - besonders Indigene wie Omanie - an diesen Entscheidungen mitwirken. Und das Wichtigste überhaupt: Die Industrieländer müssen Geld auf den Tisch legen, um all dies möglich zu machen.

Aber bitte: Reden Sie nicht nur! Halten Sie Ihre Versprechen und machen Sie diese wahr.



April 2004: Jags in Indien

JAGs aus Europa (darunter 5 aus Deutschland) bauen im SOS-Kinderdorf in Dharamsala gemeinsam mit Jugendlichen von dort eine Solaranlage. In dem Kinderdorf leben über 2.000 tibetische Flüchtlingskinder und Jugendliche. Die Solaranlage soll Strom für die Schule ihres Dorfes erzeugen. Das Geld für die Solaranlage haben die Jugendlichen aus Indien, Deutschland und der Schweiz zur Hälfte selbst gesammelt. Den Rest finanzieren die beiden europäischen Greenpeace-Büros.


Aktion Solar Generation am 29.7.2003 in Aachen

SolarGeneration ist das neue Projekt der Jugendgruppen von Greenpeace:


 

Solar-Generation Stand auf dem Aachener Markt

 
  Solar Generation Stand in Aachen  
 

© Greenpeace Aachen

 


 

 

 
  Solar Generation Sprechblase  
 

© Greenpeace Aachen

 

Erneuerbare Energien

Wir, die Generation der jetzt 16-25-jährigen werden mit den Konsequenzen der Entscheidungen leben müssen, die Politiker jetzt treffen.
Gerade im Energiebereich kommt da jetzt viel auf uns zu: in den nächsten 10 bis 20 Jahren muss die Hälfte der deutschen Kraftwerke ausgetauscht werden - zum einen wegen des Atomausstiegs, zum anderen sind viele Kraftwerke einfach überaltert.

Es liegt nun an der Politik, den Weg freizumachen für die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energien: denn nur durch diese kann es uns gelingen, den CO2-Ausstoß zu verringern und so dem Klimawandel zu entgehen.

Außerdem haben regenerative Energien den Vorteil, dass sie dezentral sind (das heißt, dass es viele kleine Kraftwerke gibt statt einiger großer) Stromausfälle wie im August 2003 in den USA und Kanada sind generell nur möglich, wenn wenige riesige Kraftwerke den Strom für Millionen Haushalte produzieren: nur dann kann der Ausfall eines einzigen Kraftwerks zu einem Totalausfall werden.

Bei der Umstellung von Kohle-Atom zu erneuerbaren Energien würden 70.000 neue Arbeitsplätze entstehen. (zusätzlich zu den 130.000 die es schon gibt)

Deshalb fordern wir konkret, den Anteil der regenerativen Energien an der Strom- und Wärmeversorgung der BRD von jetzt bis 2010 auf 10% zu verdoppeln - und dann noch mal bis 2020 auf 20%.

Diese Forderung richtet sich insbesondere an den Wirtschaftsminister Wolfgang Clement, der der umweltschädlichen und teuren Steinkohle auch in Zukunft den Weg ebnen will.

Um andere Jugendliche auf die Problematik aufmerksam zu machen, ist die SolarGeneration von Juli bis September 2003 mit dem SolarTruck in Deutschland auf Tour - überall da, wo viele Jugendliche sind: auf Festivals wie dem HipHopOpen in Stuttgart, dem Splash in Chemnitz sowie auf der Popkomm in Köln und Prora03 auf Rügen - aber auch in Innenstädten und an Baggerseen.

Aachen

Am 29.7.2003 war der Truck in Aachen auf dem Marktplatz.
Wir Aachener JAGs haben den ganzen Dienstag nachmittag auf dem Markt für erneuerbare Energien geworben.
Die Solarzellen auf dem Dach des Trucks erzeugten dabei den Strom, den die angeschlossenen Geräte verbrauchten: die Musikanlage und das "SolArbeitsamt", an dem man sich bei Herrn Clement für ungewöhnliche Jobs bewerben konnte wie: Kohlegruben-Versiegler oder Förderschacht-zu-Disko-Umbauer.

Gut lief auch die Sprechblasenaktion, bei der sich viele Aachener Jugendliche mit einer Sprechblase haben fotografieren lassen.

 
 

 

 
  Solar Generation Sprechblase  
 

© Greenpeace Aachen

 

 

 

 
  Solar Generation Sprechblase  
 

© Greenpeace Aachen