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Recyclingpapier in Aachen

Dicke Bretter bohren:
Die Umstellung von (Groß-) Betrieben auf Recyclingpapier

Als Greenpeace Aachen im Jahr 2001 ein neues Team50plus gründete, wählten die zwei Gründerinnen als Anfangsprojekt die Erstellung eines Papierratgebers.

Seitdem wird der Papierratgeber ständig aktualisiert und neu herausgegeben, und jeder kann dort nachlesen, wo in Aachen welche Recyclingpapierprodukte zu erhalten sind und wo man auf Recyclingpapier fotokopieren kann. Sowohl in Kopierläden als auch in Druckereien muss man nach Recyclingpapier fragen, es ist aber meistens vorrätig.

Sodann gingen wir im Rahmen des bundesweiten Greenpeace-Projektes „Schule für den Urwald“ in die Schulen und interessierten Schüler, Lehrer und Schulleitungen für den Urwaldschutz. Durch ihr Verbrauchsverhalten können sie erheblich dazu beitragen, besonders auch durch die Umstellung auf Recyclingpapier.
Wir erfuhren, dass die Aachener Schulen ihre Papierbestellungen an die der Stadt binden können und auf diese Weise Geld sparen. Damit war die Stadtverwaltung unser nächster Adressat, und es war eine besondere Freude und Genugtuung, als diese Ende 2003 die Umstellung auf Recyclingpapier bekannt gab.

Nach diesem Erfolg beschlossen wir, weitere Betriebe zur Umstellung auf Recyclingpapier zu bewegen. Damals wussten wir noch nicht, wie weit es in so großen Gebilden von einem generellen Beschluss bis zur gelungenen Verwirklichung ist. Der Teufel sitzt eben im Detail und nicht nur da, sondern besonders in den Köpfen der Menschen, die einen solchen Beschluss in ihrer Abteilung durchsetzen sollen. In den Folgejahren hatten wir es damit zu tun, dass eine Verhaltensumstellung viel Zeit und Hartnäckigkeit braucht, auch dann, wenn die verbreiteten Vorurteile widerlegt sind.

Vorurteile gegenüber Recyclingpapier (vielleicht auch inzwischen überholte Vorerfahrungen) sind in allen Bevölkerungsteilen vorhanden. Das reicht vom „grauen“ Papier über die angeblich vermehrte Stauberzeugung bis zur erhöhten Papierstau-Verursachung in Kopieren. Dabei ist durch zahllose seriöse Tests längst nachgewiesen, dass das moderne Recyclingpapier technisch den Erzeugnissen aus Frischfaserproduktion gleichwertig ist. Es kann auch genauso weiß sein, wenngleich nicht so helles RC-Papier das Ergebnis der umweltschonendsten Variante der Papierherstellung ist. In jedem Fall gilt es im Kontakt mit Firmen und Behörden, für die Umstellung sehr viel Geduld aufzubringen.

Mittlerweile haben wir folgende Firmen und Institutionen zur Umstellung auf Recyclingpapier bewegen können:
Großverbraucher wie die Sparkasse Aachen, die AOK Rheinland und Hamburg, die RWTH, die Caritas Aachen und auch kleinere Verbraucher wie die „Öcher Frönnde“. Das sind Veränderungen, die viele Bäume verschonen und viel CO2-Ausstoß, Chemikalien und Wasser einsparen. Und dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn große und kleine Firmen sowie private Haushalte auch ihr Hygienepapier auf den Blauen Engel umstellen.
Bei Druckereiprodukten ist es wichtig und sinnvoll, andere mit einem Hinweis „gedruckt auf Recyclingpapier“ für das Problem zu sensibilisieren.

Manchmal fällt es angesichts der wachsenden Informiertheit über den Klimawandel schwer zu verstehen, dass diese effektive Art des Umweltschutzes nicht sofort einleuchtet und von jedem in die Tat umgesetzt wird.
Manchmal fragen wir uns: Wann fängt es endlich an, dass wir alle begreifen - jeder kann etwas tun, und nicht mal so wenig!

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Sabine Rosenbrock (Team50Plus)

Letzte Änderung: 4. November 2015