Greenpeace Gruppe Aachen


Unsere Gruppe

Über uns / Mitmachen
Aktionen in Aachen
Presse
Greenteams
JAGs (Jugendgruppe)
Team 50+
Einkaufsratgeber
Aachen
E-Mail / Newsletter

Unsere Themen

Klima / Energie
Wälder / Papier
Meere
Landwirtschaft / Chemie / Veggietag
Archiv
Links
Spenden

Presseerklärung vom 3. September 2012

Jetzt können die Bürger den Bau von BoAplus verhindern
Greenpeace NRW veröffentlicht Mustereinwendungen gegen das Braunkohlekraftwerk

Aachen, 3.9.2012, – Im langjährigen Genehmigungsverfahren zum umstrittenen RWE-Braunkohlekraftwerk in Niederaußem haben ab heute nun erstmals Bürger die Möglichkeit, offiziell Einwendungen gegen das extrem klimaschädliche Kraftwerk zu äußern. Greenpeace NRW hat dazu Mustereinwendungen formuliert und auf seinen Internetseiten veröffentlicht: www.greenpeace-aachen.de. Greenpeace will so den Betroffenen ihren schriftlichen Einspruch gegen  die gesundheits- und klimagefährdenden Pläne des Stromkonzerns erleichtern.  „Braunkohle ist der dreckigste Energieträger der noch zur Stromerzeugung genutzt wird.“, sagt Fabian Lippmann  von Greenpeace Aachen. „Zukünftig sollen mit dem neuen Kraftwerk allein in Niederaußem jährlich 27 Mio. Tonnen CO2 ausgestoßen werden. Vermutlich für die nächsten 40 bis 60 Jahre!“

Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist bei einem folgenreichen Bauvorhaben wie dem BoAplus-Kraftwerk gesetzlich vorgeschrieben. Doch in diesem Fall wird sie auf ein Mindestmaß reduziert. So werden die mehr als 1000 Seiten umfassenden Antragsunterlagen nur in Köln und Bergheim ausgelegt, nicht etwa in Orten wie Pulheim, Stommeln und Rommerskirchen, die von schädlichen Immissionen besonders stark betroffen sind. Zudem bleiben den Bürgern nur fünf Wochen Zeit, um ihre Einwendungen vorzubringen. Die Erörterung der Kritikpunkte erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. „Es ist verantwortungslos, dass der Klimakiller so schnell und leise wie möglich durchgewunken werden soll“, so Lippmann. „Wir fordern vielmehr ein Kohleausstiegsgesetz um die Planungssicherheit für die Energiewende zu schaffen.“ Dass ein Kohleausstieg möglich ist, zeigt der von Greenpeace bereits veröffentlichte Abschaltplan für Kohlekraftwerke.

Bislang sah es so aus, als würden die Mitglieder des Regionalrats in Köln im Interesse der Energiewende und der Gesundheit der Bürger entscheiden. Bereits 2004 und 2007 stimmten sie gegen die Pläne von RWE. Unter Anderem weil der Konzern seinen verbindlichen Zusagen, alte Kraftwerksanlagen abzuschalten, nicht nachgekommen ist. Doch nun hat sich die hartnäckige Lobbyarbeit des Energieversorgers ausgezahlt. Im Juni dieses Jahres fasste der Regionalrat unter Protest von Greenpeace und zahlreicher Bürgerinitiativen einen Erarbeitungsbeschluss zugunsten des geplanten Kraftwerks BoAplus. Jetzt liegt es an den Argumenten der breiten Öffentlichkeit, die Verantwortlichen von der Gefahr des Kraftwerks zu überzeugen und den Bau noch abzuwenden.

Greenpeace fordert, bis zum Jahr 2030 schrittweise aus der Nutzung von Braunkohle auszusteigen und bis zur Mitte des Jahrhunderts auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umzusteigen. Ein entsprechendes Szenario dafür hat Greenpeace mit der Studie „Der Plan“ vorgelegt.

 

 

 

Letzte Änderung: 6. September 2012