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Presseerklärung vom 12. September 2011

Greenpeace Aachen begrüßt Pläne für Windkraftwerke
Ökologie und Anwohnerinteressen müssen beachtet werden

Aachen, 12. September 2011 – Greenpeace Aachen begrüßt ausdrücklich die Absicht des Aachener Stadtrates, mit dem Bau von weiteren Windanlagen einen weiteren Schritt in Richtung auf eine klimafreundliche Energieversorgung zu tun. Die Koalition hatte für Windanlagen das Gewerbegebiet Avantis, den Schneeberg und den Münsterwald ins Gespräch gebracht. Die nun vorliegenden Gutachten stützen das Vorhaben. Soweit alle drei Standorte windreich genug sind, sollten sie auch alle für Windkraftwerke genutzt werden.

Voraussetzung für den Bau der vorgesehenen Windräder ist natürlich – wie überall - die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zum Schutz von Mensch und Natur. Da nun gemäß den aktuellen Gutachten gravierende Beeinträchtigungen für die Ökologie – so für Vögel und Fledermäuse – ausgeschlossen werden können und die Windparks auch aus Sicht des Landschaftsschutzes vertretbar sind, ist vor dem Hintergrund des Klimawandels den Erneuerbaren Energien Priorität vor anderen Interessen einzuräumen. Allerdings sind noch weitere Untersuchungen zum Themenfeld Abstand zur Wohnbebauung, Schlagschatten und Lärm abzuwarten.

Der Klimawandel ist eine große Bedrohung für die bestehenden Ökosysteme und erfordert daher rasche und entschlossene Maßnahmen. Bis Mitte des Jahrhunderts müssen die Industriestaaten ihre CO2-Emissionen um 90 Prozent reduzieren! Das kann nur durch Änderungen auf allen Sektoren erfolgen. Dazu gehören Energiesparen, Wärmedämmung, andere Mobilitätskonzepte, neue Technologien und vor allem eine klimafreundliche Energiegewinnung.

Der Umstieg auf eine Energiegewinnung ohne Treibhausgase muss schnell weitergehen. Es ist nötig und möglich, die Stromerzeugung auf hundert Prozent regenerative Energien umzustellen. Ein zügiger Ausbau der regenerativen Energien ist zwingend notwendig, um die Stromproduktion durch die extrem klimaschädliche Kohle und durch die riskante Atomtechnik endlich zurückzufahren und schließlich beenden zu können. Ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil der erneuerbaren Energien ist die Windkraft auch im Binnenland.
Natürlich haben auch Windkraftanlagen genau wie alle anderen Bauwerke einen Einfluss auf ihre Umgebung. Und natürlich sind dabei berechtigte Anliegen der Anwohner zu berücksichtigen. Es gibt aber in Deutschland strenge Regeln zum Schutz der Anwohner vor Geräuschentwicklung und Schattenwurf. Dies wird derzeit in Aachen noch geprüft. Greenpeace Aachen informiert in einem Faltblatt „Windkraft und Anwohnerschutz“ über die Regelungen zum Schutz der Anwohner bei der Planung und Genehmigung von Windrädern.

Simon Siemering von Greenpeace Aachen macht klar: „In Anbetracht der sich stetig verschärfenden Klimaerwärmung müssen regenerative Energien eine Priorität haben. Sich für Klimaschutz auszusprechen, Windanlagen in der Umgebung aber ohne wirkliche gewichtige Gründe abzulehnen – das ist nicht akzeptabel.“

 

Rückfragen bitte an Simon Siemering.

 

Letzte Änderung: 13. September 2011