Presseerklärung
vom 12.10.2009Windkraft nutzen und Bürger schützen Greenpeace
informiertAachen, 12. Oktober 2009 - Die Greenpeace-Gruppe
Aachen informiert in einem neuen Faltblatt "Windkraft und Anwohnerschutz"
über die Regelungen zum Schutz der Anwohner bei der Planung und Genehmigung
von Windrädern. In Aachen wurde und wird heftig über eine mögliche
Belastung der Anwohner durch Windräder diskutiert. Greenpeace will die sehr
emotional geführte Debatte versachlichen und stellt dazu einen Flyer vor,
der die wichtigsten Regelungen und Grenzwerte zum Anwohnerschutz zusammenfasst
und erläutert. Gleichzeitig plädiert Greenpeace Aachen für einen
Ausbau der Windenergie-Kapazitäten in und um Aachen unter Beachtung der berechtigten
Anwohnerinteressen. Der Klimawandel erfordert rasche und
entschlossene Maßnahmen. Bis Mitte des Jahrhunderts müssen die Industriestaaten
ihre CO2-Emissionen um 90 Prozent reduzieren! Das kann nur durch Änderungen
auf allen Sektoren erfolgen. Dazu gehören bei uns Energiesparen, Wärmedämmung,
andere Mobilitätskonzepte, neue Technologien und vor allem eine klimafreundliche
Energiegewinnung. Der Umstieg auf eine Energiegewinnung ohne
Treibhausgase muss schnell weitergehen. Es ist nötig und möglich, die
Stromerzeugung auf hundert Prozent regenerative Energien umzustellen. Ein wichtiger
und unverzichtbarer Bestandteil der erneuerbaren Energien ist die Windkraft auch
im Binnenland. Aachen hat sich als Mitglied des Klimabündnisses
in besonderer Weise zum Klimaschutz verpflichtet. Deshalb muss Aachen auch im
Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen seine Kapazitäten für Windkraftanlagen
ausbauen. Natürlich sind dabei berechtigte Anliegen der Anwohner zu berücksichtigen.
Florian Pithan von der Greenpeace-Gruppe Aachen macht aber auch klar: "In
Anbetracht der sich anbahnenden Klimakatastrophe müssen regenerative Energien
eine Priorität haben. Sich für Klimaschutz auszusprechen, Windanlagen
in der Umgebung aber ohne wirkliche gewichtige Gründe abzulehnen - das ist
nicht akzeptabel." Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Aachen
haben am 30. September am Besucher-Windrad des Windparks Vetschau in etwa 12m
Höhe ein großes Banner mit der Aufschrift "Braunkohle? Atomenergie?"
angebracht. Damit wird symbolisiert, dass die Nutzung von regenerativen Energien
wie der Windkraft zwingend notwendig ist, um die Stromproduktion durch die extrem
klimaschädliche Kohle und durch die riskante Atomtechnik endlich zurückzufahren
und schließlich beenden zu können.
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