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Presseerklärung vom 31.5.2014

La Ola um die Welt: Zeichen gegen gefährliche Chemikalien im Schuh

Aachen,31.5.2014 - Unter dem Motto „Entgiftet unsere Schuhe“ („Detox our shoes“) spielt Greenpeace Aachen heute, am 31.05.2014, genau zwei Wochen vor der WM lieber barfuß als mit Schuhen des Herstellers Adidas vor einem großen Logo der Marke in der Adalbertsteinstraße. Anschließend wird sie zusammen mit besorgten Konsumenten Teil einer weltweiten digitalen La Ola für bessere Kleidung. Adidas wird dazu aufgefordert, endlich glaubhaft daran zu arbeiten, giftige Chemikalien aus seinen Produktionsprozessen zu verbannen, wie es bereits 2011 versprochen wurde.

Hintergrund

Kurz vor der Weltmeisterschaft zeigt eine neue Untersuchung, dass Fußballschuhe, Handschuhe und der offizielle WM-Ball "Brazuca" aus den WM-Kollektionen von Adidas, Nike und Puma mit gefährlichen Chemikalien verunreinigt sind. Diese Substanzen entweichen in unsere Umwelt, dringen in die Nahrungskette ein und stellen langfristig ein großes Risiko für unsere Gesundheit dar.

Adidas muss endlich auf eine giftfreie Zukunft setzen.

Egal, ob billig oder teuer: Kleidung geht während der Produktion mit vielen gefährlichen Chemikalien auf Tuchfühlung. Diese Stoffe landen nicht nur in der Kleidung, sondern vor allem im Wasser. Die Abwässer der Textilfabriken vergiften vor allem Flüsse und Trinkwasser. Etwa zwei Drittel der chinesischen Gewässer sind bereits mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien kontaminiert, vor allem aus der Textilindustrie. Allein in China haben 320 Millionen Menschen keinen Zugang mehr zu sauberem Trinkwasser.

Mit der Detox-Kampagne macht Greenpeace das schmutzige Geheimnis der Modefirmen öffentlich und fordert sie zum Entgiften auf. Seit 2011 testet Greenpeace die Abwässer der Textilfabriken, die fertigen Textilien und das Wasser, das nach der Wäsche aus den Waschmaschinen läuft. Das Ergebnis zeigt: Eine breite Palette gefährlicher Chemikalien kommt in Wasser und Kleidung vor. Die Umweltschutzorganisation fordert die Modemarken auf, den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien auf null zu fahren. Gefährliche Chemikalien müssen durch unschädliche Substanzen in der Produktion von Kleidung, Schuhen und anderen Konsumgütern ersetzt werden.

Durch die Unterstützung von Millionen Menschen weltweit ist es Greenpeace gelungen, 20 internationale Modemarken von Zara über H&M bis Puma zu verpflichten, bis 2020 giftfrei zu produzieren. Jüngst unterzeichneten die Luxusmarke Burberry und der Fast-Fashion Retailer Primark die Detox-Verpflichtung. Denn auch teure Kleidung ist nicht automatisch gut.

Wie genau Greenpeace hinsieht, ob Zusagen auch Taten folgen, zeigt sich am Beispiel der Sportartikelmarke Adidas: Weil seit ihrer Detox-Verpflichtung im Jahr 2011 zu wenig passiert ist, hat Greenpeace Bade- und Kinderkleidung von Adidas nachgetestet, erneut bedenkliche Schadstoffe nachgewiesen und die Ergebnisse veröffentlicht. Zudem protestierten Anfang 2014 Greenpeace-Aktivisten vor Adidas-Läden in Asien und Europa, darunter in 35 deutschen Städten. Dass es anders geht, zeigen Firmen wie Mango, H&M, Zara oder Puma, die glaubwürdig mit der Entgiftung ihrer Kleidung begonnen haben.

Rückfragen bitte an Thomas Poschen.

 

 

Letzte Änderung: 13. Juni 2014