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Presseerklärung vom 2. August 2014

Walblut an deutschen Fischprodukten?
Infoaktion Greenpeace Aachen

Am Samstag, 2. August, informieren Greenpeace-Ehrenamtliche in über 20 deutschen Städten, darunter auch in Aachen, zum Thema isländischer Walfang. Die Aktivisten zeigen vor dem Hirsch-Center in der Elsassstraße die Verbindung der Fischmanufaktur „Deutsche See“ zur Walfangindustrie in Island auf. Die Fischprodukte von Deutsche See landen über diese Märkte, Gastronomie, Fischhändler und Caterer-Service auf den Tellern deutscher Verbraucher. „Deutsche See darf nicht länger ignorieren, dass sein isländischer Zulieferer personell und über Kapitalanteile eng mit der Walfangindustrie verbandelt ist. Umweltbewusste Verbraucher möchten sicher nicht, dass an ihrem Fischgericht Walblut klebt“, sagt Martine Hardy, Ansprechpartnerin für Meere bei Greenpeace Aachen.

Die Verbindung: Deutsche See – HB Grandi hf – Walfangfirma Hvalur hf

Deutsche See bezieht Rotbarsch und anderen Fisch von dem isländischen Fischereiunternehmen „HB Grandi hf“. Dieses stellt seine Werkhallen der Walfangfirma „Hvalur hf“ zur Verfügung, die darin das Fleisch der erlegten Finnwale verarbeitet. Chefwalfänger Kristján Loftsson lenkt gleichzeitig als Vorstandsvorsitzender die Geschicke von HB Grandi hf, zu dessen Hauptkunden Deutsche See gehört. Er und seine Familie halten über die Walfangfirma Hvalur hf und weitere Zwischenfirmen einen Hauptanteil an dem Fischereiunternehmen. (http://gpurl.de/UEoQD)

„Deutsche See hat vor vier Jahren den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten – und hat dennoch keine Skrupel, mit einer Firma zu handeln, die vom isländischen Walfangclan beherrscht wird“, sagt Hardy. „Wir klären deshalb darüber auf, was wirklich hinter der Fassade steckt.“

Hintergrund isländische Finnwaljagd

Island jagt zu kommerziellen Zwecken Minke- und Finnwale. In der laufenden Fang www.greenpeace.de/musterhausen saison stehen 154 bedrohte Finnwale auf der Abschussliste, die ausschließlich nach Japan exportiert werden. Weder in Island noch in Japan gibt es überhaupt einen Markt für Finnwalfleisch; es lagert unverkauft in Hallen – und wurde in Japan laut Medienberichten deshalb schon zu Hundefutter verarbeitet. Der Export verstößt gegen das internationale Handelsverbot für Walprodukte durch das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES. Lediglich durch ein Schlupfloch sieht sich Island formaljuristisch nicht an das Walfangverbot der Internationalen Walfangkommission gebunden. Die Mehrheit der isländischen Bevölkerung missbilligt den Walfang. Greenpeace fordert ein Ende der grausamen und unnötigen Jagd auf die bedrohten Wale im Nordost-Atlantik.

Rückfragen bitte an Martine Hardy.

 

Letzte Änderung: 4. August 2014