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Presseerklärung vom 29. März 2014

Greenpeace gegen Gentechnik in der Geflügelindustrie

Aachen, 29.3.2014  -  Greenpeace protestiert heute am und im Lidl-Markt an der Henricistraße gegen den Einsatz gentechnisch veränderten Futters in der Geflügelindustrie. Bei Lidl weisen die Aktivisten mit Aufklebern den Weg zu den Kühlregalen und versehen dort die Frischgeflügelprodukte der Hausmarke Landjunker mit dem Hinweis, dass diese Artikel bald mit Hilfe von Gen-Soja produziert werden könnten.

Deutschlandweit protestiert Greenpeace gleichzeitig in vielen Städten gegen Gentechnik im Tierfutter.
Die Discounter Aldi und Lidl haben eine neue Runde im Kampf um das billigste Fleisch eingeleitet. Frischgeflügelfleisch ist jetzt 7 Prozent billiger zu haben, auch die Eierpreise wurden kürzlich gesenkt. Gleichzeitig erklären Geflügel- und Eierbranche, wieder gentechnisch verändertes Tierfutter massenhaft einzusetzen, weil es billiger ist.

Das steht widerspricht diametral den Verbraucherwünschen:

  • 95 Prozent der Verbraucher und Verbraucherinnen erwarten, dass Lebensmittel qualitativ hochwertig produziert werden.
  • 90 Prozent sagen, dass der Tierschutz besonders beachtet werden muss.
  • 88 Prozent ist zudem wichtig, dass im Einklang mit der Umwelt gewirtschaftet wird.
  • 83 Prozent wollen, dass dabei keine Gentechnik in der Landwirtschaft eingesetzt wird.
  • 75 Prozent wollen, dass Produkte mit dem Label „Ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden.

Diese Zahlen stammen aus einer aktuellen Umfrage, die vom Bundesministerium für Landwirtschaft im Januar 2014 veröffentlicht wurde. Den Großteil des deutschen Lebensmitteleinzelhandels interessiert die Meinung der Verbraucher nicht.

Statt dessen setzen die Supermärkte allein auf die Billigpreisschiene. Dafür nehmen sie billigend in Kauf, dass Geflügelprodukte wieder mit gentechnisch veränderter Soja erzeugt werden. Mit hoher Lebensmittelqualität, Tier- oder Umweltschutz hat ihre Massenware rein gar nichts zu tun. Dabei ist gentechnikfreie Soja  auf dem Markt erhältlich. Wer etwas anderes behauptet, wie es Wiesenhof, Rothkötter und Co derzeit tun, betreibt Irreführung. Die Handelsketten beugen sich der skrupellosen Geflügelbranche und machen das dreckige Spiel um das billige Huhn mit. Dabei könnten sie aufgrund ihrer Marktmacht jetzt langfristig dafür sorgen, dass gentechnikfreie Soja im Futter in allen Ställen Normalität wird und zugleich die Tiere besser gehalten werden.

Ein weiteres Problem: Eier, Fleisch und Milch müssen nach wie vor nicht gekennzeichnet werden, wenn Gen-Pflanzen im Tierfutter landen. Damit der Verbraucher dennoch erkennen kann, wer bei konventionell erzeugten Produkten auf Gen-Futter verzichtet, gibt es das Siegel „Ohne Gentechnik“, das viele Markenhersteller für Milchprodukte bereits nutzen. Doch der Handel hat sich bisher geweigert, seine eigenen Marken mit dem Logo zu bewerben. Damit nimmt er dem Verbraucher die Wahl.

Rückfragen bitte an Thomas Poschen.

 

Letzte Änderung: 29. März 2014