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Presseerklärung vom 12. April 2014

Greenpeace gegen Gentechnik in der Geflügelindustrie

Aachen, 12.4.2014  -  Greenpeace protestiert heute wieder vor dem Lidl-Markt an der Henricistraße  gegen den Einsatz gentechnisch veränderten Futters in der Geflügelindustrie und informiert die Kunden über die Problematik. Die erneute Aktion soll den Druck auf Lidl und Co. aufrecht erhalten und erhöhen, da bisher kein Einlenken in Sicht ist.

Denn die Discounter Aldi und Lidl haben eine neue Runde im Kampf um das billigste Fleisch eingeleitet. Frischgeflügelfleisch ist jetzt 7 Prozent billiger zu haben, auch die Eierpreise wurden kürzlich gesenkt. Gleichzeitig erklären Geflügel- und Eierbranche, wieder gentechnisch verändertes Tierfutter massenhaft einzusetzen, weil es billiger ist.

Das widerspricht diametral den Verbraucherwünschen

  • 95 Prozent der Verbraucher und Verbraucherinnen erwarten, dass Lebensmittel qualitativ hochwertig produziert werden.
  • 90 Prozent sagen, dass der Tierschutz besonders beachtet werden muss.
  • 88 Prozent ist zudem wichtig, dass im Einklang mit der Umwelt gewirtschaftet wird.
  • 83 Prozent wollen, dass dabei keine Gentechnik in der Landwirtschaft eingesetzt wird.
  • 75 Prozent wollen, dass Produkte mit dem Label „Ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden.

Diese Zahlen stammen aus einer aktuellen Umfrage, die vom Bundesministerium für Landwirtschaft im Januar 2014 veröffentlicht wurde. Weder vor noch nach unserem Protest reagiert Lidl auf unsere Vorwürfe/Einwände, geschweige dem Wunsch des Verbrauchers.
Statt dessen wird die eingeleitete neue Runde im Kampf um das billigste Fleisch und Hühnerei weiter geführt. Dabei wird der Wille des Verbrauchers bewusst ignoriert.

Man beugt sich  der skrupellosen Geflügelbranche und macht das dreckige Spiel um das billige Huhn mit. Dabei könnten sie aufgrund ihrer Marktmacht jetzt langfristig dafür sorgen, dass gentechnikfreie Soja im Futter in allen Ställen Normalität wird und zugleich die Tiere besser gehalten werden.

Ein weiteres Problem: Eier, Fleisch und Milch müssen nach wie vor nicht gekennzeichnet werden, wenn Gen-Pflanzen im Tierfutter landen. Damit der Verbraucher dennoch erkennen kann, wer bei konventionell erzeugten Produkten auf Gen-Futter verzichtet, gibt es das Siegel „Ohne Gentechnik“, das viele Markenhersteller für Milchprodukte bereits nutzen. Doch der Handel hat sich bisher geweigert, seine eigenen Marken mit dem Logo zu bewerben. Damit nimmt er dem Verbraucher die Wahl.

 

Rückfragen bitte an Thomas Poschen.

 

Letzte Änderung: 23. April 2014