Greenpeace Gruppe Aachen


Unsere Gruppe

Über uns / Mitmachen
Aktionen in Aachen
Presse
Greenteams
JAGs (Jugendgruppe)
Team 50+
Einkaufsratgeber
Aachen
E-Mail / Newsletter

Unsere Themen

Klima / Energie
Wälder / Papier
Meere
Landwirtschaft / Chemie / Veggietag
Archiv
Links
Spenden


Presseerklärung vom 20. August 2015

Greenpeace Aachen gibt Tipps für Kleiderkauf
Ratgeber für Öko-faire Mode in Aachen

Aachen, 20.8.2015 - Greenpeace Aachen hat einen Kleider-Ratgeber herausgegeben, in dem Interessierte erfahren können, wo in Aachen ökologisch hergestellte oder fair gehandelte Textilien verkauft werden. Außerdem werden die Probleme der Textilherstellung für Mensch und Umwelt angerissen und wichtige Textilsiegel vorgestellt.

Ein Großteil unserer Textilien wird inzwischen im Auftrag der großen Textilkonzerne in Billiglohnländern wie China oder Bangladesh hergestellt - ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt. Ingrid Krümmel-Seltier von der Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Chemie bei Greenpeace Aachen: „Im gesamten Produktionsprozess werden die Textilien rücksichtslos mit einer Vielzahl gefährlicher Chemikalien behandelt. Diese Chemikalien sind hochgiftig für Wasserorganismen, stören Organfunktionen bei Menschen, fördern Krebsentstehung und wirken hormonell bis zur Schädigung der Fortpflanzung. In den Herstellerländern werden vor allem die Gewässer massiv geschädigt und Anwohner und Textilarbeiter vergiftet“. Einige Schadstoffe sind sogar noch in unseren gekauften Textilien vorhanden und gelangen über den Waschvorgang ins Abwasser.

Krümmel-Seltier: „Wir Konsumenten tragen eine Mitverantwortung für die katastrophalen Zustände in den Textilproduktionsländern. Aber wir haben durch unser Verhalten auch die Möglichkeit einer Einflussnahme“. So kann man am einfachsten durch den Verzicht auf den Kauf völlig überflüssiger Textilien die Umwelt entlasten. In Deutschland kaufen wir pro Kopf durchschnittlich mehr als 60 neue Textilien im Jahr. Krümmel Seltier hat wenig Verständnis dafür, dass viele dieser Kleidungstücke nach einmaligem Tragen oder sogar ganz ohne Gebrauch im Müll landen.

Es gibt viele Möglichkeiten für nachhaltigen Kleiderkonsum, zum Beispiel über Second-Hand-Läden, private Tauschringe oder Flohmärkte sowie über das Recycling von Textilien.

Wir können aber auch neue Kleidung kaufen, die umwelt- und sozialverträglich produziert und fair gehandelt wurde. Dafür stehen bestimmte Qualitätssiegel. Neben dem Internethandel gibt es inzwischen vor allem kleine Einzelhändler, die solche Kleidung anbieten. Diese Geschäfte sind für Aachen im neuen Greenpeace-Ratgeber aufgeführt. Die Greenpeacer sind einerseits enttäuscht darüber, dass nur wenige Händler - meist auch nur in einem kleinen Teil des Sortiments - zertifizierte Textilien führen. Aber, so Krümmel-Seltier: „Wir freuen uns über jedes umweltfreundlich oder sozialverträglich produzierte Kleidungsstück, das wir finden“. Der Ratgeber erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Greenpeace Aachen würde sich über weitere Informationen zu Händlern mit ökofairen Produkten im Aachener Raum freuen. Kontakt

Den Kleider-Ratgeber findet man vor dem Greenpeace-Büro im Welthaus, in einigen Geschäften in Aachen und digital als PDF-Datei auf der Website von Greenpeace-Aachen.

Greenpeace kämpft weltweit durch die Detox-Kampagne für eine umweltfreundlichere und sozialverträgliche Textilproduktion.

 

Letzte Änderung: 20. August 2015