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Presseerklärung vom 7. Dezember 2016

Die Katholische Hochschule steigt auf Recyclingpapier um
KatHO schließt sich Greenpeace-Initiative zum Umwelt- und Klimaschutz an

Aachen, 7.12.2016 - Die Katholische Hochschule Aachen hat ab sofort die zentrale Papierbeschaffung vollständig auf Recyclingpapier umgestellt. Im Einvernehmen mit der Dekanin Ute Lammel, hat der Verwaltungsleiter Frank Martin, nun ausschließlich Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ausgeschrieben. Mit diesem Schritt folgt die KatHO einem Vorschlag von Greenpeace Aachen und einer Reihe anderer Großverbraucher, darunter der Stadt Aachen und der RWTH.

Greenpeace Aachen arbeitet seit vielen Jahren zum Thema „Papier“ und hat im Jahr 2004 die Stadtverwaltung Aachen zum Umstieg auf Recyclingpapier bewegen können. Der damalige Oberbürgermeister Jürgen Linden hat, ebenso wie der jetzige OB Marcel Philipp, die Greenpeace-Initiative schriftlich unterstützt und Verwaltungen und Firmen gebeten, sich der Initiative anzuschließen. Dem sind seither verschiedene andere Großverbraucher gefolgt, darunter auch 2010 die RWTH. Julius Vogt-Keller von Greenpeace Aachen freut sich über den Umstieg der KatHO: „Dies ist ein großer Erfolg für die Umwelt. Wir hoffen, dass dem nun noch andere Aachener Großverbraucher wie die FH Aachen folgen werden, dann hätten alle drei Aachener Hochschulen – RWTH, KatHo und FH umgestellt. Und wir hoffen, dass sich das gute Beispiel der Großverbraucher auch auf das Einkaufsverhalten der einzelnen Menschen auswirkt.“

Hintergrund: Bei der Herstellung von Recyclingpapierpapier werden einerseits wesentlich weniger Energie, Wasser und Chemikalien verbraucht, als bei der Produktion von Frischfaserpapier. Auf der anderen Seite werden zur Gewinnung des Zellstoffs für Frischfaserpapier riesige Urwaldgebiete vernichtet – vornehmlich Wälder des Nordens, wie in Kanada, Russland oder auch Finnland, aber zunehmend auch tropische Urwälder. Das hat katastrophale Auswirkungen auf die Artenvielfalt, den regionalen Wasserhaushalt und das regionale Klima, vernichtet die Lebensgrundlage von Millionen Menschen, die in den Urwäldern leben und trägt maßgeblich zum Klimawandel bei. Urwaldzerstörung ist die Ursache von etwa einem Fünftel der durch Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgaben.

Die Nutzung von Recyclingpapier erspart der Umwelt dagegen große Belastungen. Konkret werden für die Herstellung von nur 1.000 Blatt Recyclingpapier gegenüber Frischfaserpapier etwa 160 Liter Wasser und über 30 kWh Strom eingespart. Für 1.000 Blatt Frischfaserpapier werden 15 kg Holz verbraucht, für Recyclingpapier braucht man naturgemäß nur ohnehin vorhandenes Altpapier. Da zur Herstellung von Frischfaserpapier sehr oft Zellstoff verwendet wird, der aus der Vernichtung von Urwäldern stammt, schützt die KatHO mit ihrem Schritt auch die letzten Urwälder.

Vogt-Keller: „Papier Einsparen und der Gebrauch von Recyclingpapier sind eine extrem einfache Methode, die Umwelt auf vielfältige Weise zu schonen“. Um den Nutzern den Umstieg besonders leicht zu machen, wurden von der KatHo Papiere mit einem hohen Weißheitsgrad beschafft, das sich auch optisch nicht von den konventionellen Frischfaserpapieren unterscheidet.

Das moderne Recyclingpapier ist in seiner Qualität, was zum Beispiel Beschreibbarkeit, Druckqualität und Alterungsbeständigkeit betrifft, entgegen hartnäckiger Vorurteile, dem konventionellen Frischfaserpapier längst gleichwertig. Das ist von mehreren unabhängigen Stellen getestet worden.

 

Letzte Änderung: 12. Dezember 2016