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Presseerklärung vom 19.04.2012

Greenpeace- Gruppen in NRW stellen sich gegen RWEs Braunkohlepläne
Umweltschützer protestieren mit riesigem Bagger gegen das Kohlekraftwerk in Niederaußem bei Köln

Aachen,19.04.2012, 08:00 – 16:00 Uhr -  Bei der heutigen Hauptversammlung der RWE Aktiengesellschaft protestieren Greenpeace Aktivisten aus Nordrhein-Westfalen unter dem Motto “Klimaschutz statt Kohleschmutz” vor der Grugahalle in Essen. Mit einem spektakulären Aktionsbild fordern die Umweltschützer einen Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohle und die Unterlassung des geplanten Kraftwerkbau in Niederaußem. Ein 12 m langer und 4 m hoher Braunkohlebagger bedroht ein Dorf mit Windpark und symbolisiert so, wie RWE aktiv die Energiewende  blockiert. Der Protest  gegen RWEs Pläne in Niederaußem findet  am selben Tag in 9 weiteren Städten NRWs statt, darunter Köln, Düsseldorf und Bonn.

Braunkohleverstromung bleibt der Klimakiller Nr. 1

„Alle sprechen davon den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken, aber RWE will in Niederaußem fröhlich seinen größten Klimakiller stärken“, sagt Sebastian Willekens von Greenpeace Köln. „Und dann werden uns diese Pläne noch als innovativ und umweltfreundlich angepriesen. Sollten es die Politiker wirklich ernst meinen mit dem Klimaschutz, dürfen sie den Bau weiterer Braunkohlekraftwerke nicht genehmigen.“

Klimaziele können erreicht werden

Sollte RWE seine Pläne verwirklichen, würde das neue Braunkohlekraftwerk  seinen traurigen Spitzenplatz behalten. Mit 27 Mio. Tonnen CO2-Ausstoß jährlich  ist Niederaußem der Kraftwerksstandort mit den höchsten CO2-Emissionen Deutschlands. Dabei sind Braunkohlekraftwerke sind nicht mal effizient. Selbst bei modernsten Kraftwerken werden weniger als 45 Prozent der fossilen Energie genutzt. Zusätzlich benötigen Tagebau und Transport viel Energie. Auch eine von RWE angestrebte unterirdische Endlagerung des entstandenen Kohlendioxid (CCS) würde die Klimabilanz nicht verbessern. Dass es RWE mit  dem Klimaschutz nicht ernst meint, zeigen ebenfalls ihre Pläne zu einem neuen Kohlekraftwerk  an der holländischen Seite des Dollarts. Greenpeace-Aktvisten aus den Niederlanden und Ostfriesland sind daher heute ebenfalls nach Essen gekommen, um gegen RWE zu protestieren.

Greenpeace fordert, bis zum Jahr 2030 schrittweise aus der Braunkohlenutzung auszusteigen und einen Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien bis zur Mitte des Jahrhunderts voranzutreiben. Ein konkretes Szenario dafür legt Greenpeace mit der Studie „Plan B“ vor.

 

 

Letzte Änderung: 11. November 2014