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Presseerklärung vom 21.12.2009

Greenpeace: In Aachen Klimaschutz verstärken
Windparks sollen ausgeweitet werden

Aachen, 21.12.2009 - Vor dem Hintergrund des Versagens der globalen Politik beim Klimagipfel in Kopenhagen fordert Greenpeace Aachen einen verstärkten Einsatz für Klimaschutz auf der regionalen Ebene. Greenpeace begrüßt die Pläne der schwarz-grünen Ratsmehrheit zum Ausbau der Windkraft in Aachen und fordert, auch den Preuswald in die Überlegungen einzubeziehen.

Greenpeace Aachen begrüßt ausdrücklich die Pläne der schwarz-grünen Koalition, in Aachen den Ausbau der Windkraft endlich voranzubringen. Ein zügiger Ausbau der regenerativen Energien ist angesichts des drohenden Klimawandels dringend notwendig. Simon Siemering von Greenpeace Aachen: "Das grandiose Versagen der Politik in Kopenhagen darf den Klimaschutz nicht bremsen, sondern muss uns sogar anspornen, ihn auf allen Ebenen zu verstärken. Aachen kann dazu als Mitglied des Klimabündnisses einen wichtigen Beitrag leisten - zum Beispiel durch den Bau neuer Windkraftwerke".

Als die Stadt Aachen den Windpark Vetschau vor über zwölf Jahren genehmigt hat, hatte sie eine Vorreiterrolle inne. Seitdem ist Aachen jedoch ins Hintertreffen geraten. Windkraft trägt mittlerweile in Deutschland einen Anteil von über 6 % zur Stromerzeugung bei. In Aachen sind es nur 2 %, obwohl noch geeignete Flächen zur Verfügung stehen.

Wie damals setzt sich Greenpeace Aachen auch jetzt dafür ein, weitere Windkraftanlagen zu bauen, um sauberen Strom für Aachen zu produzieren. Die Koalition hat hier das Gewerbegebiet Avantis, den Schneeberg und den Münsterwald ins Gespräch gebracht. Es ist zu begrüßen, dass diese Gebiete auf ihre Eignung für die Windkraftnutzung geprüft werden, und bedauerlich, dass der Preuswald als windreicher Standort in dieser Reihe fehlt. Dadurch, dass ein Gutachten zum Vogelschutz nur für die beiden nordwestlichen Gebiete und nicht für den Preuswald erstellt wird, verspielt die Stadt die Chance, die Eignung aller windreicher Flächen zu überprüfen.

Natürlich haben auch Windkraftanlagen, genau wie alle anderen Bauwerke, einen Einfluss auf die Umgebung. Es gibt aber in Deutschland strenge Grenzwerte zum Schutz der Anwohner vor Geräuschentwicklung und Schattenwurf. Greenpeace Aachen hat dazu ein Merkblatt entwickelt.

Greenpeace hält im Übrigen ein Repowering (Ersatz bestehender Windräder durch neue, größere Anlagen) im Windpark Vetschau, die vor allem Windkraftgegner zur Sprache brachten, zum jetzigen Zeitpunkt nicht für sinnvoll, da die bestehenden Anlagen zuverlässig Strom produzieren und voraussichtlich noch viele Jahre laufen können, bevor sie ersetzt werden müssen.

Greenpeace fordert, den Preuswald in die Überlegungen zum Ausbau der Windkraft mit aufzunehmen und das Prüfverfahren - wie angekündigt - rasch voranzubringen und innerhalb der Ratsperiode abzuschließen.

Greenpeace kämpft weltweit in vielen Ländern für den Klimaschutz.

 

 

Letzte Änderung: 2. Oktober 2010