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Presseerklärung vom 25.3.2010

Greenpeace warnt: Gartenmöbel - Vorsicht bei Teak Co

Aachen, 25.3.2010 - Greenpeace Aachen hat den Ratgeber "Urwaldfreundliche Holzprodukte im Raum Aachen" aktualisiert. Aus dem Faltblatt kann man entnehmen, worauf man beim Einkauf achten sollte, und wie und wo in Aachen man urwaldfreundliche Holzprodukte erhalten kann.

Zu Beginn der Gartensaison warnt Greenpeace vor dem Kauf von Gartenmöbeln, die aus Urwaldvernichtung stammen. Seit Jahren werden vor allem in Billigläden und speziellen Teak-Geschäften Gartenmöbel und andere Möbel aus Tropenholz angeboten. Was wenige wissen: mit diesen billigen Möbeln, vornehmlich aus Teak, werden die letzten Urwälder vor allem in Südostasien regelrecht verramscht.

Die häufige Angabe "Plantagenholz" ist meist Irreführung. Plantagen sind überwiegend Monokulturen, intensiv mit Dünger und Pestiziden belastet und ohne Wert für die Umwelt. Zur Anlage dieser Plantagen werden oft Urwälder abgeholzt. Und: Holz aus Urwaldzerstörung wird oft fälschlich als Plantagenholz deklariert. Die meisten derartigen Siegel sind nicht kontrolliert, selbst erfunden oder gefälscht.

Zur Gewinnung von Holz werden weltweit die letzten Urwälder regelrecht abrasiert. Das betrifft sowohl die Tropenwälder als auch Wälder aus den gemäßigten und kalten Breiten des Nordens. Bereits 80% der Urwälder sind zerstört - mit katastrophalen Auswirkungen auf Artenvielfalt, Wasserhaushalt, Regionalklima und Weltklima.

Durch die rücksichtslose Vernichtung der Urwälder verlieren viele Millionen Menschen, die in und von den Urwäldern leben, ihre Heimat und ihre Lebensgrundlage. Gewaltsame Vertreibung, Terror und Mord sind dabei vielerorts an der Tagesordnung.

Als Alternative zu billigem Raubbauholz bietet sich Holz mit dem FSC-Zertifikat an. Um eine umwelt- und sozialverträgliche Nutzung von Wäldern - auch von Urwäldern - voranzutreiben und um den Verbrauchern eine eindeutige Wahlmöglichkeit anzubieten, wurde 1993 der "Weltforstrat" (Forest Stewardship Council = FSC) gegründet. Das ist eine weltweit arbeitende gemeinnützige Organisation, die umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft und die entsprechenden Produkte zertifiziert.

Eine weitere umweltverträgliche Alternative ist Holz aus Mitteleuropa, vor allem aus Deutschland: Hier gibt es - leider - schon lange keine Urwälder mehr.

Der Ratgeber liegt vor dem Greenpeace-Büro im Welthaus aus, kann aber auf Wunsch auch als Datei per eMail versandt werden.

Mehr erfährt man auf der Website www.greenpeace-aachen.de


Rückfragen bitte an Karl Wehrens.

 

 

Letzte Änderung: 25. März 2010