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Presseerklärung vom 28.6.2010

Bürger und Greenpeace gegen Kohlekraftwerk in Krefeld
Greenpeace übergibt über 1.000 Einwendungen an die Bezirksregierung Düsseldorf

Aachen, Düsseldorf, Krefeld, 28.06.2010 – Greenpeace Aachen übergibt heute über 1.000 Sammeleinwendungen gegen das geplante Steinkohlekraftwerk Krefeld-Uerdingen an die Bezirksregierung Düsseldorf. Diese Unterschriften wurden in den letzten Wochen von Greenpeace Aachen gesammelt. Insgesamt haben sich mehr als 21.000 Bürger mit Sammeleinwendungen gegen das Kraftwerk ausgesprochen, zusätzlich gibt es Einzeleinwände von privat besonders betroffenen Personen. Heute nimmt Greenpeace Aachen an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit anderen Umweltinitiativen im Mercure Parkhotel Krefelder Hof in Krefeld teil. Greenpeace fordert, die Pläne für den Bau des gesundheits- und klimaschädlichen Kohlekraftwerks sofort zu stoppen und stattdessen in  umweltfreundliche, erneuerbare Energien zu investieren.

Greenpeace Aachen hat zudem einen 16 Seiten umfassenden Einwand verfasst und wird deshalb auch am 20. September an einem öffentlichen Erörterungstermin in Krefeld vertreten sein. In diesem Erörterungstermin wird sich Greenpeace für die Belange der Bürger und die der Umwelt gegenüber der Genehmigungsbehörde und der Antragstellerin der Baugenehmigung für das Kraftwerk, der in Aachen ansässigen Firma Trianel, einsetzen.

Das geplante Kraftwerk würde mit einem Ausstoß von 4,3 Millionen Tonnen des Klimagases Kohlendioxid (CO2) alle Anstrengungen zum Klimaschutz torpedieren. Durch die geplante Mindestlaufzeit von 40 Jahren ist das Steinkohlekraftwerk zudem unvereinbar mit den Vorgaben zur langfristigen Vermeidung und Verringerung schädlicher Umweltauswirkungen. Das politische Ziel einer 80 bis 95prozentigen CO2-Reduktion bis 2050 wird unerreichbar, wenn weiter Kohlekraftwerke gebaut werden. Dass es auch ohne weiteren Neubau von Kohlekraftwerken geht, hat Greenpeace in der Studie "Plan B 2050" nachgewiesen: Die umfassende Nutzung Erneuerbarer Energien ist eine wichtige Voraussetzung für den Schutz des Klimas. Innovationen auf diesem Gebiet sind ein enormer Wirtschaftsfaktor und schaffen viele zusätzliche Arbeitsplätze.

Die Sammeleinwendung sowie die 16seitige Einwendung von Greenpeace Aachen finden Sie auf www.greenpeace-aachen.de.

 

Rückfragen bitte an Philip Gauglitz

 

Letzte Änderung: 2. Oktober 2010