Presseerklärung
vom 30.9.2009Windkraft nutzen und Bürger schützen Greenpeace
fordert sachliche AuseinandersetzungAachen, 30. September
2009 - Greenpeace-Aktivisten bringen heute am Besucher-Windrad des Windparks Vetschau
in etwa 12m Höhe ein großes Banner mit der Aufschrift "Braunkohle?
Atomenergie?" an. Damit wird symbolisiert, dass die Nutzung von regenerativen
Energien wie der Windkraft zwingend notwendig ist, um die Stromproduktion durch
die extrem klimaschädliche Kohle und durch die riskante Atomtechnik endlich
zurückzufahren und schließlich beenden zu können. Gleichzeitig
stellt die Greenpeace-Gruppe Aachen das neue Flugblatt "Windkraft und Anwohnerschutz"
vor. In der Vergangenheit wurde in Aachen heftig über eine mögliche
Belastung der Anwohner durch Windräder diskutiert. Greenpeace will die sehr
emotional geführte Debatte versachlichen und stellt dazu einen Flyer vor,
der die wichtigsten Regelungen und Grenzwerte zum Anwohnerschutz zusammenfasst
und erläutert. Der Klimawandel erfordert rasche und entschlossene Maßnahmen.
Bis Mitte des Jahrhunderts müssen die Industriestaaten ihre CO2-Emissionen
um 80 Prozent reduzieren! Das kann nur durch Änderungen auf allen Sektoren
erfolgen. Dazu gehören bei uns Energiesparen, Wärmedämmung, andere
Mobilitätskonzepte, neue Technologien und vor allem eine klimafreundliche
Energiegewinnung. Der Umstieg auf eine Energiegewinnung ohne Treibhausgase
muss schnell weitergehen. Es ist nötig und möglich, die Stromerzeugung
auf hundert Prozent regenerative Energien umzustellen. Ein wichtiger und unverzichtbarer
Bestandteil der erneuerbaren Energien ist die Windkraft auch im Binnenland. Aachen
hat sich als Mitglied des Klimabündnisses in besonderer Weise zum Klimaschutz
verpflichtet. Deshalb muss Aachen auch im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen
seine Kapazitäten für Windkraftanlagen ausbauen. Natürlich sind
dabei berechtigte Anliegen der Anwohner zu berücksichtigen. Florian Pithan
von der Greenpeace-Gruppe Aachen macht aber auch klar: "In Anbetracht der
sich anbahnenden Klimakatastrophe müssen regenerative Energien eine Priorität
haben. Sich für Klimaschutz auszusprechen, Windanlagen in der Umgebung aber
ohne wirkliche gewichtige Gründe abzulehnen - das ist nicht akzeptabel." Aachen
hat übrigens lediglich 0,4 % des Stadtgebietes für die Windenergienutzung
ausgewiesen.
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