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Dieser Artikel ist nicht aktuell und wird überarbeitet

Aachener Wald

Der Augustinerwald ist akut von den Pänen von CDU/FDP bedroht.
 

Ein Mehrfamilienhaus
für Spechte

 
  Aachen Augustiner Wald toter Baum  
 

© Greenpeace Aachen

 
 

FSC Siegel

Der Aachener Wald bekam im Juli 2003 das FSC-Siegel zuerkannt. Dieses stellt weit höhere Anforderungen als andere Siegel: Auf Kahlschläge muss verzichtet werden, es dürfen keine Pestizide eingesetzt werden und heimische Laubbäume sollten bevorzugt angepflanzt werden. Auch wird ein Teil des Öcher Böschs heute gar nicht mehr bewirtschaftet und seiner natürlichen Entwicklung überlassen. (Als Referenzfläche)

Dass die 2300 Hektar Aachener Wald das FSC-Zertifikat bekamen, ist auf die vorbildliche Arbeit der Forstverwaltung in den letzten Jahren zurückzuführen. Auch die Grünen besonders Monika Kuck haben ihren Teil dazu beigetragen.

In anderen Wäldern wird überwiegend das PEFC (Paneuropäisches Siegel) vergeben, das Greenpeace aber ablehnt, weil es zu lasch ist.

Der Koalitionsvertrag der Rot-Grünen Bundesregierung legt für die Legislaturperiode ab 2002 die FSC Bewirtschaftung aller deutschen Wälder fest. In der Bundesrepublik werden zurzeit etwa eine halbe Million Hektar Wald nach FSC-Kriterien bewirtschaftet, darunter auch die Forsten in Eschweiler und Herzogenrath.

Augustinerwald

Der Augustinerwald ist ein besonders wertvoller und schöner Teil des Aachener Stadtwaldes an der Monschauer Straße kurz vor Oberforstbach. Hier stehen bis zu 300 Jahre alte Eichen (mit bis zu 2m Stammdurchmesser) und leben zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten, die zum Teil auf der roten Liste stehen. Der Augustinerwald gehörte in den letzten Jahrhunderten der Kirche und wurde im Gegensatz zum übrigen Stadtwald nicht bewirtschaftet. In den letzten Jahrzehnten wurde der Augustinerwald - inzwischen im Besitz der Stadt - zum großen Teil eher naturnah bewirtschaftet. So gibt es sehr viel Totholz als Lebensgrundlage für zahlreiche Tierarten, unter anderem auch für den Grünspecht.

An den Augustinerwald angrenzend, zum Teil auch im Augustinerwald, liegt das ehemalige belgische Militärgelände "Camp Hitfeld". Es ist seit Abzug des Militärs vor 13 Jahren im Besitz des Bundesvermögensamtes. Das Gelände ist im Südwesten bewaldet. Auf dem nordöstlichen Teil, Richtung Oberforstbach, ist es mit verfallenden Militärbaracken bebaut.

CDU und FDP im Aachener Stadtrat- seit den Kommunalwahlen 1999 im Aachener Stadtrat in der Mehrheit - planen, auf Camp Hitfeld Gewerbe- und Wohnbebauung auszuweisen. Durch den Augustinerwald sollte eine Zufahrtsstraße zur Monschauer Straße angelegt werden. Es wurde beantragt, des Gebietsentwicklungsplan entsprechend zu ändern. Darüber hinaus soll eine Studie in Auftrag gegeben werden, wie im Bereich Lichtenbusch/Grüne Eiche/Camp Hitfeld ein großes Gewerbegebiet aus dem Boden gestampft werden kann.

Diese Pläne bedrohen das wertvolle Ökosystem und wichtige Erholungsgebiet Augustinerwald außerordentlich. Darüber hinaus sind Wasserschutzgebiete (zum Teil auf Camp Hitfeld gelegen) und Landschaftsschutzgebiete gefährdet. Daher wurde die Bürgerinitiative Augustinerwald gegründet, die von der Greenpeace-Gruppe Aachen unterstützt wurde.

Die großen Widerstände haben CDU und FDP inzwischen bewogen, einen Teil des Planes zurückzunehmen. Jetzt soll nur noch der bebaute Teil von Camp Hitfeld (16 Hektar) als "Allgemeiner Siedlungsbereich" (ASB) für Gewerbe- und Wohnbebauung ausgewiesen werden. Auf die Straße durch den Wald soll ausdrücklich verzichtet werden.

Dies ist ein großer Fortschritt, aber noch nicht genug ! Ein Gewerbegebiet unmittelbar im Wald stört zweifellos sehr negativ das natürliche Ökosystem. Außerdem haben Wohn- und Gewerbegebiete die fatale Tendenz, sich auszudehnen. Ein Beispiel aus Aachen ist die Tuchfabrik Becker, wo man unbedingt ein riesiges Lager in das angrenzende Landschaftsschutzgebiet bauen muss...

Daher darf auf Camp Hitfeld überhaupt keine Gewerbe- und Wohnbebauung zugelassen werden!


Greenpeace fordert Naturschutzgebiet

Am 30.1.2001 hat die Greenpeace-Gruppe Aachen bei der Unteren Landschaftsbehörde die Ausweisung von besonders alten Eichen und Buchen als Naturdenkmäler beantragt. Gleichzeitig soll ein Waldstück mit alten Bäumen und Feuchtbiotopen zum Naturschutzgebiet erklärt werden.

Erfolg der Kampagne

Der Landschaftsbeirat hat sogar ein erweitertes Gebiet zur Unterschutz-Stellung empfohlen. Das Umweltamt der Stadtverwaltung hat daraufhin ein privates Gutachten zu dieser Fragestellung in Auftrag gegeben.

Dieses Gutachten lag dann im Februar 2003 vor.

Ergebnis:
Die betreffenden Waldstücke sind tatsächlich ganz besonders schützenswert und wertvoll. Begründet wird dies mit seltenen Tierarten und Pflanzen. Damit ist der Augustinerwald einem wirkungsvollen Schutz ein großes Stück näher gekommen!

Trotzdem wird die CDU nicht müde, immer wieder die Bebauung des Camp Hitfeld auf die Tagesordnung zu setzen

 

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Rückfragen bitte an Karl Wehrens

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Letzte Änderung: 24. Mai 2013