Wälder
Fotosammlung
KanadaKanadische Urwälder
An der Westküste von Kanada gibt es noch große Urwaldgebiete. Diese "temperaten Urwälder" konnten sich in Jahrtausenden entwickeln.
Hier existiert noch ein großer Reichtum an Tier- und Pflanzenarten.
Z.B. der weiße Grizzly, bei den Indianern auch "Spirit Bear" genannt oder der Weißkopfadler (s.u.).
Die Rot-Zeder, Hemlock-Tanne und Sitka-Fichte erreichen Höhen von 100m und können über 1000 Jahre alt werden.
Die kanadische Regierung hat immer wieder große Teile dieser Region zum Kahlschlag freigegeben Inzwischen sind erhebliche Teile unter Schutz gestellt worden – nach einer jahrelangen Greenpeace-Kampagne. Die Aktivitäten gehen weiter.
| | Grizzly-Bären, Kanada
Durch die Abholzung der Urwälder sind die Grizzlies akut vom Aussterben bedroht | | | |  | |
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Greenpeace Deutschland | |
| | In Kanada findet man 1000-jährige
Zedern
und Sitka-Fichten,die 90 m hoch werden. (mit Person zum Größenvergleich)
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Greenpeace Deutschland | | | | Dieser
1000 jährige Baumriese stand hier schon, lange bevor der erste weiße
Mann Amerika betrat. Heute werden diese Bäume zu Zeitschriften oder sogar
Klopapier verarbeitet. | |
| | Wolf, Kanada | |
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Greenpeace Deutschland | | | |
In Nordamerika gibt es noch relativ große Wolfsbestände, die aber durch die Zerstörung der
Urwälder
bedroht sind.
Wölfe benötigen große Reviere, in denen sie im Rudel jagen, wobei
sie sich untereinander
ablösen.
Andere Wölfe greifen von der Seite an, um ein flüchtendes Tier
von der Herde zu trennen.
Angriffe auf Menschen sind extrem selten, der böse Wolf ist eine
Erfindung des Märchens. |
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Kahlschläge
in Kanada
Die kanadische Regierung hat immer wieder große Teile ihres Urwaldes zum Kahlschlag freigegeben.
Die Firmen Interfor und Doman/Western Forest Products stillen den Hunger der Industrienationen nach Holz und Papier.
Zellstoff aus Urwäldern landet dann in Zeitschriften, Telefonbüchern, Klopapier, Windeln, Shampoos, Klebern und sogar in Soßenbindern und Fertignahrung.
| | Den Mesquiat Indianern wurde der
Lebensraum zerstört, Kanada
80% der Indianer leben bereits in Reservaten | |
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Greenpeace Deutschland | |
| | Greenpeace-Aktion, Great Bear Forest,
Kanada
Greenpeace Aktivisten ketteten sich 18 Tage lang sich an eine Holzfällmaschine | |
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Greenpeace Deutschland | |
GREENPEACE fordert keinen generellen Verzicht auf Waldprodukte, setzt sich
aber zusammen mit vielen Holz- und Zellstoffkunden aus Deutschland und aus anderen
Ländern für urwaldfreie Rohstoffe ein.
Mitte 2000 ist GREENPEACEmit
Delegierten des Verbandes Deutscher Zeitschriftverleger und Papierfabriken nach
Kanada gereist, damit sie sich von den katastrophalen Zuständen dort persönlich
ein Bild machen konnten GREENPEACE-Erfolge:
GREENPEACE hat viele Jahre hart für den einzigartigen Great Bear Urwald in Kanada gekämpft. Der langjährige Kampf hat endlich Anfang 2006 dazu geführt, dass auf einem Drittel der Fläche - rund 18.000 Quadratkilometer - nicht mehr eingeschlagen werden darf und der Rest ökologisch genutzt wird. (kein Kahlschlag)
Aber schon im August 2006 gibt die kanadische Regierung die einzigartigen Waldgebiete auf Vancouver Island wieder zum Abholzen frei. Der Kampf um die letzten Urwälder geht weiter!
Anfang 2009 kann Greenpeace in Kanada einen großen Erfolg verbuchen: nach einer dreijährigen Umsetzungsphase ist rund die Hälfte des Great Bear Rainforest, des weltweit längsten gemäßigten Küstenregenwaldes, umfassend geschützt. Demnach ist eine Fläche von 2,1 Millionen Hektar Wald – fast halb so groß wie die Schweiz – dauerhaft geschützt und weitere 700.000 Hektar sind für Bergbau und Forstwirtschaft gesperrt. Nun hat sich eine der längsten Greenpeace-Kampagnen ausgezahlt.
Auch die Aachener Gruppe hat jahrelang, unter anderem mit Unterschriften-sammlungen, an diesem Thema gearbeitet. Der Einsatz hat sich gelohnt!
Im August 2009 kann Greenpeace Kanada nach jahrelanger Kampagne einen weiteren Erfolg verbuchen: der Zellstoff-Konzern Kimberly-Clark gab bekannt, zukünftig bei seinen Produkten in Nordamerika auf Zellstoff aus Urwaldzerstörung zu verzichten. Das Unternehmen will nach zahlreichen Gesprächen mit Greenpeace ohne Zellstoff aus Urwaldzerstörung produzieren und zukünftig verstärkt auf Recyclingfasern und Zellstoff setzen, der nach dem Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert ist und aus ökologisch nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Ab Ende 2011 will der Hersteller aus den Kanadischen Wäldern nur noch FSC-zertifizierten Zellstoff verwenden. Mit dieser Regelung bleiben jährlich mehrere zehntausend Tonnen Urwaldholz im Wald.
Seit Mai 2010 wird eine Urwaldfläche fast so groß wie Deutschland für die kommenden drei Jahre vor den Kettensägen der Holzindustrie geschützt. Von dem Einschlagstopp in den unberührten Lebensräumen profitieren unter anderem bedrohte Arten wie Bären, Wölfe und Karibus. Die führenden kanadischen Holz- und Papierhersteller haben sich aufgrund des Drucks von Greenpeace und großer Papierkunden wie Axel Springer Verlag, WAZ-Mediengruppe und DuMont in Toronto zu weiteren Verhandlungen über den Schutz der Urwälder und deren ökologisch nachhaltige Nutzung verpflichtet. Neben den 28 Millionen Hektar, für die jetzt der vorläufige Einschlagstopp beschlossen wurde, sind weitere 44 Millionen Hektar Teil der Verhandlungen.
Doch immer noch werden riesige Urwaldgebiete in Kanada kahlgeschlagen – und 80 Prozent sind bereits vernichtet.
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bitte an Karl
Wehrens |  |