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Papier Sparen

Ein Deutscher verbraucht im Durchschnitt 250 Kg Papier pro Jahr.
Große Teile davon stammen aus Raubbau an den letzten Urwäldern der Erde.

Sie können etwas dagegen tun!

Noch vor der Nutzung von Recyclingpapier ist Papier Sparen die umweltfreundlichste Methode. Das kann auf vielen Wegen passieren, zum Beispiel

  • im Bürobereich
  • durch Maßnahmen gegen unerwünschte Werbung
  • durch Vermeiden von Verpackungen.

Büropapiere Einsparen

Büropapiere gehören zu den graphischen Papieren. Graphische Papiere sind Papiere zum Beschreiben, Bedrucken und Kopieren. Dazu gehören Papiere, auf denen  Zeitschriften und Zeitungen gedruckt sind, Kunstdruckpapiere, Papiere für den Schulbedarf und vor allem Büropapiere (vor allem Kopierpapier).

Der Anteil graphischer Papiere am Papierverbrauch nimmt weltweit zu. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, in diesem Sektor zu sparen.

Da man Zeitschriften, Zeitungen (außer kostenlosen Werbezeitungen), Kunstdruckpapiere und Papiere für den Schulbedarf nur bedingt einsparen kann und z.B. Zeitungen bereits zu einem erheblichen Teil  aus RC-Papier bestehen, soll an dieser Stelle hauptsächlich das Büropapier im Zentrum stehen.

Als der Siegeszug der elektronischen Datenverarbeitung einsetzte, gab es die Vision des papierfreien Büros: „Wenn ich alles im PC speichern und als E-Mail versenden kann, brauche ich in Zukunft weder Akten aus Papier noch materielle Briefe“. Leider ist genau das Gegenteil eingetreten.

Die Verfügbarkeit von Druckern, privat und am Arbeitsplatz, und der niedrige Papierpreis haben zu einer weiteren Steigerung des Papierverbrauchs geführt. Dateien werden zwar elektronisch gespeichert, aber zusätzlich ausgedruckt – und zwar oft mehrfach. E-Mails werden oft ebenfalls ausgedruckt, ebenso viele Beiträge aus dem Internet. Und weil das Drucken so einfach geht, werden von allem noch Kopien für die Familie oder die Arbeitskollegen gemacht.

Hier kann jeder Einzelne gegensteuern!

Grundsätzlich führen zwei Wege zum Papiersparen im Bürosektor:

  • Am besten: gar nicht ausdrucken
  • Was ausgedruckt werden muss, Papier sparend drucken.

Also sollte man kritisch hinterfragen, was tatsächlich ausgedruckt werden muss. Am besten sollten in den Betrieben und zu Haus die Arbeitsgänge so gestaltet sein, dass nur wenig ausgedruckt wird. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Mails statt Briefe!
  • Mails nicht ausdrucken; Korrespondenz etc. elektronisch ablegen, statt in Aktenordnern
  • Wenn Ausdrucke notwendig sind: Innerhalb einer Arbeitsgruppe klären, wer ggf. was kopiert (Doppel- oder Dreifach-Kopien vermeiden)
  • Powerpoint (PP)-Folien nicht ausdrucken, sondern Konferenzteilnehmern zumailen oder - besser – bei Besprechung nur elektronisch nutzen; Powerpoint-Folien sind optisch ansprechend für die Leinwand sehr großzügig ausgelegt (wenig Text auf viel Fläche; dies auszudrucken, verschlingt viel Papier;
  • Wichtige Informationen einer Powerpoint-Präsentation bei Bedarf gesondert platzsparender zusammenstellen/abspeichern/ggf. verteilen.

Beim Ausdrucken / Kopieren kann viel Papier eingespart werden

  • Doppelseitig drucken und kopieren. Unsere Kopierer haben dafür eine sehr einfache Druckoption.
  • Für Notizen, Konzepte, Probedrucke etc. Rückseiten von bereits bedrucktem Papier nutzen. Schmierpapier kann man zum Beispiel in den Seiteneinzug der Kopierer einlegen.
  • An Stelle von Probedrucken kann man auch „virtuelle Probedrucke“ als PDF-Datei machen, die anschaulich macht, wie der gedruckte Text aussehen wird.
  • Gegebenenfalls die Schriftgröße verkleinern.
  • Bei Texten mit großer Schriftgröße kann man auch zwei  Seiten eines Dokumentes auf einer Seite eines Blattes ausdrucken.  Viele Druckertreiber und auch Textverarbeitungssysteme ermöglichen das mit wenig Aufwand.
  • Sie haben bestimmt noch mehr Ideen, oder?

Wenn man übrigens weniger Farbkopien und –drucke macht, spart man weitere Chemikalien ein und entlastet damit die Umwelt.

Unerwünschte WerbungUnerwünschte Werbung

Dies ärgert viele von uns, nicht nur wegen der Umwelt:
Tonnenweise uninteressante Werbung von Lotterien, Großmärkten, Pizzadiensten, Gratis-Zeitungen.... verstopft jährlich die deutschen Briefkästen, ohne dass sie jemand liest. Das ist nicht nur lästig, sondern trägt zur Zerstörung der letzten Urwälder bei.

Bei der Werbung im Briefkasten muss man zwischen persönlich adressierter Werbung und anonymer Werbung unterscheiden.

1.) Persönlich adressierte Werbung:

Ein Teil der unerwünschten Werbung in den Briefkästen ist an Sie persönlich adressiert: Briefe von Lotterien, ganze Kataloge von Versandfirmen etc. Dagegen hilft oft die Robinson Liste

Wer sich in die Robinson Liste einträgt, dessen Adresse wird für 5 Jahre Unternehmen zur Verfügung gestellt, die Direkt-Marketing betreiben und sich verpflichtet haben, Mitglieder der Robinson-Liste von Werbung zu verschonen. Dies führt zu einer Reduzierung der Werbung, die persönlich adressiert wird. (z.B. von Lotterien). Man kann sich hier auch bis zu einem gewissen Grad vor unerwünschter Werbung am Telefon, per Mail etc. schützen.

Bei der Robinsonliste können Sie sich hier anmelden.

Download eines Musters für die Aufnahme in die Robinson Liste (Word Dokument).

2.) Unadressierte Werbung

Der größte Teil der Werbung wird aber unadressiert entweder in den Hausflur geworfen oder in jeden Briefkasten gesteckt. Hier hilft die Robinson Liste nicht. Diese Werbung können Sie aber durch Aufkleber am Briefkasten wesentlich reduzieren.

Wir haben ein paar Muster entworfen:

Download (21 Aufkleber pro DIN-A-4-Blatt 1,61 MB)

Bitte keine Werbung

Download (21 Aufkleber pro DIN-A-4-Blatt 732 KB)

Download beider Aufkleber, insgesamt 21 Stück pro DIN-A-4-Blatt 6 KB

Diese Aufkleber finden Sie in Aachen (nur für Einzelverbraucher!) vor unserem Büro im Welthaus.

Unerwünschte Werbung Stop Keine Werbung Aufkleber

Download der Aufkleber zum Ausdrucken (16 Aufkleber pro DIN-A4 Blatt, farbig, pdf 8 kB)

Grundsätzlich muss man den Aufkleber gut sichtbar anbringen.

Damit in den Hausflur oder vor die Tür gelegte Werbung miterfasst ist, sollten alle Briefkästen mit dem Aufkleber versehen sein, da sonst jemand die Werbung wollen könnte. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Haustüre und auch Zeitungsrohre zu bekleben. Die Verteiler sind in Eile und können sie sonst übersehen.

WICHTIG: Allein ein Aufkleber an der Haustür reicht nicht aus! Verbindlich ist nur der Aufkleber auf dem Briefkasten!

Wenn sie dann trotzdem Werbung im Briefkasten bzw. Im Hausflur finden, können Sie an das entsprechende Unternehmen einen Brief oder eine E-Mail mit der Aufforderung schreiben, zukünftig die Aufkleber zu beachten.

Sollte das nicht fruchten, können Sie auch rechtliche Schritte unternehmen.

Wer als Eigentümer oder Mieter einen Briefkasten benutzt, hat das Recht sich gegen eine Beeinträchtigung seiner räumlich-gegenständliche Sphäre durch das Aufdrängen von unerwünschter Werbung zur Wehr zu setzen. Er wird durch unerwünschte Werbung zum einen in seinem Recht verletzt, als Eigentümer eines Hauses oder einer Eigentumswohnung zu bestimmen, dass kein Werbematerial in seinen Briefkasten geworfen wird. Auch als Mieter hat er das Recht dazu, da der Vermieter ihm die Nutzung des Briefkastens als Ausfluss des Mietvertrags übertragen hat. Auch erkennen die Gerichte an, dass unerwünschte Werbung das Persönlichkeitsrecht des Adressatem verletzt, der einen Anspruch darauf hat, seinen privaten Lebensbereich nach Möglichkeit von jedem Zwang zur Auseinandersetzung mit Werbung nach Möglichkeit freizuhalten.

Der Werber kann auch nicht vorbringen, dass er für einen Fehler des beauftragten Verteilerunternehmens nicht einzustehen habe. Der Werber ist Auftraggeber des Verteilers und hat Beanstandungen durch Empfänger von unerwünschter Werbung nachzugehen und auf den Verteiler einzuwirken.

 

Verpackungen

Auch hier können Sie aktiv werden:

  • Kaufen Sie unverpackte oder wenig verpackte Waren! Das betrifft natürlich nicht nur Verpackungen aus Papier, sondern auch zum Beispiel aus Kunststoffen oder Alufolie.

  • Verzichten Sie auf Papiertaschen oder Plastiktüten.

  • Verpacken Sie selbst Waren oder Geschenke sparsam.

 

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Rückfragen bitte an Sabine Rosenbrock.

 

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Letzte Änderung: 20. März 2012