"Deutscher Wald"
So etwas wird auch Wald genannt. Tatsächlich ist es aber eine Art "Holzfabrik", eine Monokultur, nicht vielfältig, sondern eher einfältig", ohne besonderen Wert für die Umwelt und sehr oft auch nicht standortgerecht. Viele "Wälder" in Mitteleuropa sehen heutzutage so aus.
Mitteleuropäische, speziell auch deutsche Forstwirte können allerdings eine Entschuldigung vorbringen: Nach den Kriegen, speziell nach dem 2. Weltkrieg, waren die Wälder vielerorts durch Kriegshandlungen zerstört. Um dort überhaupt wieder Wald zu haben und Holz ernten zu können, hat man schnell wachsende Bäume gepflanzt. Das Ergebnis sind die bekannten öden Fichten-Monokulturen. Als sie einmal da waren, ist man bei diesem Verfahren geblieben. In manchen Gebieten ist man in den letzten Jahren allmählich zu einer nachhaltigeren Forstwirtschaft übergegangen.
Auf der anderen Seite wurden seit Beginn der 90er Jahre in Deutschland Teile der Forstwirtschaft wieder in Richtung „Holzproduktion“ umstrukturiert. Dadurch, dass auch staatliche oder kommunale Wälder wieder zunehmend unter dem Gesichtspunkt der finanziellen Rentabilität – möglichst hohe Produktion von gut vermarktbaren Hölzern - geführt werden, entstehen wieder großflächige Holz-Plantagen. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird für den deutschen Wald vielerorts wieder auf reine Quantität begrenzt: Ein Wald wird nach dieser Sichtweise nachhaltig genannt, wenn die Menge des Holzes im Wald nicht abnimmt. Die ökologische Sichtweise kommt dabei unter die Räder. |
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