WälderDer
Schutz der Wälder ist eine der wichtigsten Aufgaben für Greenpeace.
Dies geschieht in zwei Feldern. Primär geht es um die Rettung der letzten
verbliebenen Urwälder, dann aber auch um eine umweltfreundliche Waldnutzung.
Beides hat miteinander zu tun: ohne die Möglichkeit, auch Teile von Urwäldern
nutzen zu können, werden die meisten Urwälder nicht zu retten sein.
Urwälder gehören zu den wichtigsten Ökosystemen
der Erde. In ihnen leben etwa zwei Drittel aller Landbewohnenden Arten. Urwälder
sind die Lebensgrundlage von vielen Millionen Menschen, sie regulieren die Wasserkreisläufe
und stabilisieren das regionale Klima. Und als große Kohlen-stoffspeicher
sind sie unerlässlich für ein stabiles Weltklima.
In
den letzten Jahrhunderten wurden bereits 80% aller Urwälder vernichtet: teils
wurden sie in Nutzwälder umgewandelt, teils völlig zerstört. Die
letzten Urwaldgebiete werden überall mit rasender Geschwindigkeit weiter vernichtet.
In wenigen Jahrzehnten könnten sie verschwunden sein - mit katastrophalen
Folgen für die Artenvielfalt, die dort lebenden Menschen und für das
Weltklima. Die Urwaldzerstörung ist mit etwa 20% Ursache für die menschengemachten
CO2-Emmissionen. |
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Die Ursachen für die Urwaldzerstörung sind
vielfältig. Wichtige Faktoren sind Holz-einschlag, Landsuche armer Siedler,
Roh-stoffsuche und -ausbeute (Öl, Erze
), Einschlag zur Papierherstellung
und in zunehmendem Ausmaß die Anlage von Weideflächen und riesigen
Monokulturen von Soja und Ölpalmen. Maßgeblich sind dafür auch
der wachsende Fleischkonsum und die Suche nach alternativen Treibstoffen: Soja
wird vor allem als Viehfutter genutzt, Palmöl landet zunehmend als Agrosprit
in den Tanks. Da die Produkte der Urwaldzerstörung überwiegend in den
Industrieländern ein-gekauft werden, liegt auch hier in Deutsch-land eine
große Verantwortung dafür, ob die Urwälder vernichtet werden oder
erhalten bleiben. Greenpeace hat sich weltweit den Ur-waldschutz
auf die Fahnen geschrieben. In den großen bedrohten Regenwaldgebieten Zentralafrikas
(Kongo etc.), Südamerikas (Amazonien) und Südostasiens (Indonesien),
in den gleichermaßen bedrohten gemäßigten bis kalten Urwaldgebieten
Kanadas, Sibiriens, Nordeuropas und Chiles und in vielen anderen Regionen kämpft
Greenpeace vor Ort für den Urwaldschutz. Auch in Deutschland setzt
sich Greenpeace massiv für den weltweiten Urwaldschutz ein. 
Urwaldschutz in Aachen?Ja, das gibt es. Bei
Greenpeace in Aachen gibt es eine aktive Arbeitsgruppe "Wälder".
Wir - beteiligen uns an Greenpeace-Kampagnen zum Urwaldschutz
- engagieren
uns für den Kauf urwaldfreundlicher Holzprodukte
- organisieren gelegentlich
lokale Projekte
- und setzen uns in Aachen und Umgebung in besonderem Maße
erfolgreich für die Nutzung von Recyclingpapier ein.
Dazu
schlagen wir verschiedene Wege ein. Wir halten Vorträge und organisieren
Infostände. Wir machen gelegentlich kleinere Aktionen. Wir kennzeichnen
Raubbauholz. Wir recherchieren, wo Raubbau-Urwaldholz verwendet wird. Wir führen
Gespräche mit Entscheidungsträgern und haben so schon einige Großverbraucher
zum Umstieg auf Recyclingpapier gebracht (Stadtverwaltung, AOK Rheinland, Sparkasse,
RWTH
). Wir informieren in zwei kleinen Ratgebern, wo man in Aachen Recyclingpapier
oder urwaldfreundliche Holzprodukte kaufen kann.
Bei
Interesse an einer Mitarbeit oder Fragen wenden Sie sich bitte an Karl
Wehrens.

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